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#speakup!

#speakup!: „Zwischen Fakten und Fake News“

Für #speakup! war Steffen Leidel zu Gast bei „Bonn und die Welt“ von GIZ und Bonner General-Anzeiger. Zentrales Thema: die Rolle von Regierungen, Konzernen und Zivilgesellschaft bei der Gestaltung des Internets.

DW #speakup! Bonn und die Welt Steffen Leidel (DW/M. Schmidt)

Steffen Leidel beim #speakup! "Bonn und die Welt Spezial"

Politik und Gesellschaft sehen bestimmte Entwicklungen in der digitalen Welt – etwa Cyberangriffe während Wahlkämpfen – zunehmend als Gefahr für die Demokratie. Viele Menschen denken bei Sozialen Medien zuerst an Fake News, Bots und Trolle, die den politischen Diskurs vergiften.

Die Veranstaltungsreihe „Bonn und die Welt“ der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und des Bonner General-Anzeigers widmete sich diesem Themenkomplex unter dem Titel: „Zwischen Fakten und Fake News – Meinungsfreiheit und Teilhabe im digitalen Zeitalter“. 

DW #speakup! Digital Rights Quiz (DW/M. Schmidt)

Knobeln beim #speakup! "Digital Rights Quiz"

Am Anfang der Veranstaltung stand das #speakup! Digital Rights Quiz. 60 Besucherinnen und Besucher beantworteten auf großformatigen Postern Fragen rund um digitale Medien: Wie nutzen sie Soziale Medien? Wem vertrauen sie in der digitalen Welt? Wie oft denken sie, wurde das Internet im vergangenen Jahr abgeschaltet? „Es ist sehr wichtig, das Thema ‚Digitale Rechte‘ zu verstehen und ernst zu nehmen. Ein Quiz wie dieses einen Zugang zu diesem Themenfeld“, so Petra Berner, Leiterin Strategie und Beratung der DW Akademie.

Steffen Leidel, Leiter Digital und Wissensmanagement DW Akademie, diskutierte mit Caja Thimm, Professorin für Medienwissenschaft und Intermedialität und Leiterin des Instituts Medienwissenschaft an der Universität Bonn, und Isabel Rodde, Beraterin für Governance und Menschenrechte der GIZ.

„2016 wurde das Internet 56 Mal abgeschaltet, 2017 wurde diese Zahl bereits überschritten.“ So löste Steffen Leidel zum Auftakt der Diskussion eine der Quizfragen auf. Vor allem im Umfeld von Wahlen würde in autoritären Systemen oft der Zugang zum Internet abgeschaltet. Regierungen müssten wissen, dass ihnen dieses Vorgehen keine Vorteile bringt, im Gegenteil: „Regierungen müssen lernen, dass Internet-Shutdowns nicht nur Zensur bedeuten, sondern oftmals auch wirtschaftliche Schäden verursachen.“ 

Dass private Konzerne zunehmend in den Ausbau des Internets in Entwicklungs- und Schwellenländern investieren, bringe Chancen, berge aber auch Risiken. Oftmals, so Leidel, sei die Nutzung des Internets an die Inhalte gekoppelt, die der Anbieter explizit freigeschaltet habe: „Die Zivilgesellschaft muss ihre Stimme einbringen können, wenn es um die Gestaltung der Zukunft des Internets geht.“ 

Die Diskussionsrunde wurde live im Internet übertragen und steht weiter online.