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#speakup!

#speakup! auf dem Evangelischen Kirchentag gestartet

„Deine Stimme, meine Stimme, unsere Freiheit“ – Menschen aus aller Welt haben den Stand der DW Akademie auf dem Evangelischen Kirchentag in Berlin besucht und ihre Stimme für die Meinungsfreiheit erhoben.

Beim Launch der Eventreihe „#speakup!“ auf dem Evangelischen Kirchentag in Berlin hat ein lebendiger Austausch über Meinungsfreiheit stattgefunden. Menschen jeden Alters und verschiedener Nationalitäten haben die Gelegenheit genutzt, mit der DW Akademie Fragen rund um Meinungsfreiheit, freie Medien und Entwicklungszusammenarbeit zu diskutieren.

So hatten die Kirchentagsgäste drei Tage lang die Chance, tiefer in das Thema einzusteigen: In einem interaktiven Spiel konnten sie sich an der Moderation einer Online-Diskussion versuchen. Dabei ging es ganz schnell um Fragen wie: Wie wirkt Zensur? Oder: Wo liegen die Grenzen von Meinungsfreiheit? Bei einem Quiz konnten sie testen, wie viel sie über Meinungsfreiheit wissen. Bei der Fotoaktion „Deine Stimme für die Meinungsfreiheit“ haben dutzende Besucher Foto-Statements abgeben.

Christian Mihr hält ein Schild mit der Aufschrift für Freiheit und die bedingungslose Unteilbarkeit der Menschenrechte in die Kamera.

Fotoaktion "Deine Stimme für die Meinungsfreiheit"

„Ich nehme das Zensur-Kartenspiel und auch die Poster mit in meinen Klassenraum, so kann ich ganz sicher auch meine Schüler für das Thema Meinungsfreiheit sensibilisieren“, erzählt eine junge Lehrerin aus Baden-Württemberg am Stand.

Aber auch Menschen, die selbst eingeschränkte Meinungsfreiheit erlebt haben, machen bei #speakup! mit. So bekräftigt ein Iraner die Botschaft der Eventreihe. „Es ist sehr wichtig, dass über Meinungsfreiheit gesprochen wird. Ohne sie sind wir unfrei und können unser Leben nicht gestalten.“ Bei der Fotoaktion hat er sein Gesicht jedoch nicht gezeigt – zu groß war die Angst, dass er erkannt würde und seine noch im Iran lebende Familie dadurch Probleme bekomme.

Medienprojekt für Flüchtlinge im Libanon vorgestellt

Neben diesen Begegnungen am #speakup!-Stand gab es auch die Möglichkeit, mit Gästen aus dem Libanon ins Gespräch zu kommen. So berichteten Rasha Shukr und Sherry Al-Hayek von der libanesischen Medien-NGO „Basmeh & Zeitooneh“ („Ein Lächeln und eine Olive“) vom „Campji“-Projekt, das Flüchtlingen im Beiruter Flüchtlingscamp Shatila eine Stimme gibt.

Kirchentagsgäste posieren für die Kamera mit einem Schild mit der Aufschrift Campji und Speakup.

Kirchentagsgäste am Stand der DW Akademie

„Es ist einfach schön zu erleben, wie unser Bürgerjournalismus-Projekt Grenzen überwindet und mit Vorurteilen über Flüchtlinge im Libanon aufräumt“, berichtet Sherry Al-Hayek. Das Projekt wird seit 2016 mit Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von der DW Akademie beraten und unterstützt.

Und #speakup! geht weiter, denn solange Anschläge auf Journalisten, Gefängnisstrafen für Blogger oder Sperrungen des Internetzugangs ganzer Provinzen passieren, ist die Meinungsfreiheit in weiten Teilen der Welt in Gefahr. Und das, obwohl sie ein universell verbrieftes Menschenrecht ist.

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