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Fußball

Spannendes Finale um die Herbstmeisterschaft

Hertha BSC ist zurück im Aufstiegsrennen. Hertha gewann das Topspiel gegen Aue und bleibt Spitzenreiter Augsburg dicht auf den Fersen. Das Ostderby zwischen Cottbus und Union Berlin endete torlos.

Der Berliner Valeri Domovchiyski (M) jubelt mit seinen Mitspielern. (Foto: Hannibal Hanschke dpa/lbn)

Hertha bleibt oben dran

Hertha BSC bleibt der ärgste Konkurrent von Tabellenführer Augsburg. Mit jeweils 32 Zählern haben beide Teams vor dem letzten Hinrundenspiel ein echtes Finale um die Herbstmeisterschaft vor sich, denn sie treffen im direkten Duell aufeinander. Der Bundesliga-Absteiger sicherte sich die wichtigen drei Punkte beim 2:0 (1:0)-Sieg über Erzgebirge Aue. "Gott sei Dank wieder Tore", sagte der erleichterte Berliner Trainer Markus Babbel. "Die Spieler standen extrem unter Druck, haben aber alles aus ihrem Körper herausgeholt und sich für den Aufwand belohnt." Aue fiel nach nun drei Spielen ohne Sieg mit 31 Punkten auf Rang drei zurück, hat aber ebenfalls noch Chancen auf den Titel des Herbstmeisters.

Augsburg seit acht Spielen ungeschlagen

Augsburgs Spieler bejubeln das Tor zum 1:2-Endstand durch Torsten Oehrl (3.v.l.). (Foto: dpa/ Frank Rumpenhorst)

Augsburger Freudentaumel - Spitzenreiter wegen der besseren Tordifferenz

Mit einem knappen 2:1 (0:0)-Sieg beim FSV Frankfurt hatte sich der FC Augsburg wieder an die Spitze der Tabelle gesetzt – seit acht Spielen ist der FCA ungeschlagen. "Ich bin wieder einmal sehr stolz auf meine Mannschaft", lobte Trainer Jos Luhukay. Gegner Frankfurt verpasste den Sprung an die Spitze und hat nun auch ein Führungsproblem: Nach massiven Schwierigkeiten rund um den Neubau der Haupttribüne gab Geschäftsführer Bernd Reisig seinen Rücktritt bekannt. "Der FSV ist Teil meines Lebens", sagte Reisig nach der Heimpleite. "Aber ich schaffe es nicht mehr, ich habe nicht mehr die Kraft."

Duisburg schwächelt

Paderborns Enis Alushi (r) und der Duisburger Filip Trojan kämpfen um den Ball. (Foto: Oliver Krato dpa/lnw)

Duisburg verpasst Sprung an die Tabellenspitze

Was Augsburg glückte, misslang dem MSV Duisburg. Das Team von Trainer Milan Sasic kam beim SC Paderborn nicht über ein 0:0 hinaus. Damit hat auch Duisburg zum wiederholten Mal den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Bei Dauerregen fanden die Duisburger nicht zu ihrem Rhythmus und mussten so einen Dämpfer im Aufstiegskampf hinnehmen. Paderborn dümpelt weiter im unteren Mittelfeld.

Ebenfalls torlos verspielte die SpVgg Greuther Fürth bereits am Freitag (10.12.2010) die Chance auf die Tabellenführung. Mit einem Sieg gegen Rot-Weiß Oberhausen hätte auch Fürth ganz nach oben gekonnt. Doch mit einem 0:0 wurde daraus nichts. Fürths Trainer Mike Büskens zeigte sich enttäuscht: "Wir haben gegen einen Gegner gespielt, der leidenschaftlich verteidigt hat. Und bei den drei, vier Möglichkeiten, die wir hatten, hätten wir zwingender sein müssen."

Langweiliges Ostderby

Der Cottbuser Marco Kurth hat gegen Karim Benyamina von Union das Nachsehen. Foto: dpa-pa

Viel Kopfloses beim Ostderby

Einen müden Kick lieferten sich im Montagsspiel (13.12.2010) Energie Cottbus und der 1. FC Union Berlin. Das Ostderby endete 0:0. Die besseren Torchancen hatten die Hausherren. "Das waren hundertprozentige. Die hätten wir nutzen müssen", ärgerte sich Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz. Sein Team verpasste mit dem mageren Remis als Tabellensechster ein wenig den Anschluss an die Spitzengruppe. Union Berlin schwebt als 14. weiter in Abstiegsgefahr.

Keine Tore im Westderby

Karlsruhes Torschütze Timo Staffeldt (l) klatscht nach Spielende mit den Fans ab. Karlsruhe gewann 1:0. (Foto: Tobias Kuberski, dpa)

Klatsche für Bielefeld - Abklatschen für die Fans

Ohne Tore verlief auch das rheinische Derby Alemannia Aachen gegen Fortuna Düsseldorf. Nach mittelmäßigem Spiel liegen beide Mannschaften nun auf mittleren Positionen in der Tabelle.

Im Kellerduell gegen Arminia Bielefeld verschaffte sich der Karlsruher SC mit einem 1:0 (1:0)-Sieg ein wenig Luft im Abstiegskampf. Über den Spielverlauf waren sich die Trainer jedoch uneins: "Ich würde sagen, dass wir nicht auf Augenhöhe waren. Wir waren sogar besser als der Gegner, wir haben das Spiel dominiert", sagte Arminia-Coach Ewald Lienen trotz der Niederlage. KSC-Trainer Uwe Rapolder sah das Spiel anders: "Wir hatten auf jeden Fall fünf klare Torchancen, die Arminia nur eine. Ich weiß nicht, was der Ewald da gesehen hat." Fest steht: Nach der 13. Niederlage in 16 Spielen wird es langsam, aber sicher eng für Bielefeld.

1860 feiert späten Ausgleich

Mit einem Freistoßtor in der Schlussminute rettete 1860 München ein 1:1 (0:0) im Derby beim FC Ingolstadt. "Wir haben leichtfertig Standardsituation zugelassen", ärgerte sich Ingolstadts Coach Benno Möhlmann. Mit Misstönen endete das Duell Bundesliga-Absteiger Bochum gegen Zweitliga-Aufsteiger Osnabrück. "Es war eine absolute Frechheit und hatte mit Fußball nichts zu tun, was hier abgelaufen ist", beschimpfte Osnabrücks Trainer Andre Schubert nach dem 1:2 (1:0) beim VfL Bochum das Schiedsrichter-Gespann nach einem umstrittenen Platzverweis.

Autorinnen: Olivia Fritz/Laura Döing (mit sid, dpa)
Redaktion: Calle Cops