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Sport

Spanische Spieler warnen vor Übermut gegen Tunesien

Zum Abschluss des zweiten Vorrundenspieltags kann sich Spanien vorzeitig für das Achtelfinale qualifizieren. Das Team braucht dazu in Stuttgart einen Sieg über Tunesien.

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So wie gegen die Ukraine möchte David Villa auch im Spiel gegen Tunesien jubeln

Die Euphorie in Spanien ist nach dem 4:0-Auftaktsieg über die Ukraine grenzenlos. Deshalb fürchten die Spanier vor dem Tunesien-Spiel mehr den Gegner in den eigenen Reihen als die Gegenspieler auf dem Platz. Selbst der Jüngste im spanischen Team genießt den 4:0-Sieg gegen die Ukraine mittlerweile mit Vorsicht. "Es ist gefährlich und leichtsinnig zu denken, dass jedes WM-Spiel wie das erste verlaufen wird", meinte der 19-jährige Cesc Fabregas von Champions-League-Finalist FC Arsenal. In die Heimat schickte er die Warnung: "Niemand sollte uns zu früh hochjubeln"

WM 2006 - Spanien - Prinzenpaar

Spaniens Prinzenpaar Felipe und Letizia sah sich das Spiel gegen die Ukraine im Stadion an

"Nichts erreicht"

Die spanischen Fans erwarten am Montag in Stuttgart (21.00 Uhr MESZ) ein ähnliches Spektakel wie gegen die Ukraine, der Achtelfinaleinzug gilt als beschlossene Sache. Zum Ärger der Spieler. "Wir haben gar nichts erreicht, sondern nur ein gutes Spiel gemacht", meinte Abwehrspieler Carlos Marchena. "Sollten wir die nächsten beiden verlieren, sind wir draußen." Fabregas fügte hinzu, es sei "einfach nur dumm", schon jetzt über einen möglichen Achtelfinalgegner zu spekulieren.

Dennoch: Die Spanier gehen mit gewaltigem Selbstvertrauen in die Partie, das Team ist unter Trainer Luis Aragones seit mittlerweile 23 Spielen ungeschlagen. Und der "Weise von Hortaleza", wie der schrullige Aragones in der Heimat genannt wird, wird trotz seiner rauen Gangart von den Profis mittlerweile in den höchsten Tönen gelobt.

Star auf der Ersatzbank

Nur Kapitän Raul, der gegen die Ukraine erst in der 55. Minute ins Spiel kam und wohl auch gegen Tunesien zunächst pausieren muss, hat sich spanischen Medienberichten zufolge intern über seine Reservistenrolle beklagt. "Raul im Abseits", titelte die größte spanische Tageszeitung "El Pais" am Sonntag und löste damit Alarm unter den Fans aus. "Raul, bitte lächeln!", las man im Sportblatt "Marca". Der Madrilene ist mit 43 Toren in 95 Länderspielen einer der größten spanischen Fußballer. Dass er als Kapitän nur zweite Wahl ist, macht seine niedergeschlagene Stimmung mehr als verständlich.

Trainer Luis Aragones befürchtet den Berichten zufolge, dass die Traurigkeit des Kapitäns auf die Stimmung in der Mannschaft drückt. Obwohl er sonst das Team mit eiserner Hand führt, zeigte er in diesem Fall sogar Verständnis - ohne allerdings Namen zu nennen. "Ich verstehe genau, dass einige Spieler sauer sind. Ich kann aber nicht akzeptieren, dass sich jemand öffentlich ärgert", meinte der 67-Jährige und fügte süffisant hinzu: "Aber das hat ja bis jetzt auch niemand getan."

WM 2006 - Tunesien - Spieler - Ziad Jaziri

Ziad Jaziri (Tunesien) freut sich über das erste Tor seiner Mannschaft im Spiel gegen Saudi-Arabien

Während Aragones am Montag wohl dieselbe erste Elf aufbieten wird wie gegen die Ukraine, kündigte Tunesiens Trainer Roger Lemerre nach dem schmeichelhaften 2:2 im ersten Spiel gegen Saudi-Arabien Veränderungen in Defensive und Offensive an. Der Franzose versuchte zudem, seiner Truppe neuen Mut zu machen: "Wenn wir uns anstrengen, können wir etwas erreichen", sagte er und warnte seine Spieler vor zu großem Respekt. "Spanien ist eine große Fußball-Nation, aber wir dürfen nicht an uns zweifeln, niemals!" (mas)

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  • Datum 18.06.2006
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