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Fußball

Spaniens torgefährlichstes "Kind"

Bei der Europameisterschaft 2008 hat Fernando Torres entscheidend zum Erfolg der Spanier beigetragen. Bei der WM in Südafrika ruhen wieder große Hoffnungen auf seinen Schultern.

Fernando Torres jubelt (Foto: AP)

Eine gewohnte Pose - Fernando Torres jubelt

Sie nennen ihn "El Nino", das Kind. Und obwohl Fernando Torres mit 26 Jahren mittlerweile ein gestandener Spieler ist, hat er immer noch das Gesicht eines kleinen Jungen. Vielleicht sieht es deshalb so spielerisch aus, wenn er seine Tore erzielt. Torres' fußballerische Wurzeln liegen bei Atletico Madrid. Hier lernte er den Umgang mit dem runden Leder, hier gab er sein Debüt in der Primera Division. Mittlerweile aber kickt Torres nicht mehr in der Heimat, sondern für den englischen Traditionsclub FC Liverpool. Hier ist Torres Kult. In bisher 79 Ligaspielen traf er schon 56 Mal.

Fernando Torres (Liverpool) im Zweikampf mit Ashley Cole (Chelsea) (Foto: dpa)

Seit 2007 stürmt und trifft Fernando Torres für den englischen Rekordmeister FC Liverpool

Einen Titel konnte Torres bisher aber weder mit Atletico noch mit Liverpool gewinnen. Dafür aber hat es bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz mit der Nationalmannschaft geklappt. Sein wichtigstes Tor schoss Torres im EM-Finale ausgerechnet gegen Deutschland. Das 1:0 blieb der einzige Treffer im Endspiel von Wien. Dank Torres feierten die Spanier den ersten großen Titel seit der Europameisterschaft 1964.

Vorbild für junge Spieler

Fernando Torres auf der Ehrenrunde mit spanischer Fahne (Foto: dpa)

Torres nach dem EM-Erfolg 2008

Das EM-Finale war der bisherige Höhepunkt einer Karriere, die ohne Skandale verlief. Privat mag es Torres eher ruhig, er möchte nicht wie andere Fußballstars ständig im Rampenlicht stehen. Vor einem Jahr heiratete er seine langjährige Freundin, ein paar Monate später wurde er Vater einer Tochter.

Mit seiner ruhigen Art ist "das Kind" ist mittlerweile selbst Vorbild für andere Kinder geworden. Eine Rolle, die Torres gerne annimmt. "Kinder spielen Fußball einfach nur zum Spaß, ohne darüber nachzudenken, was hinter dem Spiel steckt", sagt er. "Als ich klein war, habe ich zu den Profis aufgeschaut. Heute gefällt es mir, selbst ein Vorbild für junge Spieler zu sein und ich hoffe, ich werde das auch dann noch sein, wenn ich meine Karriere irgendwann beendet habe."

Als Rekonvaleszent zur WM

In Südafrika ruhen Spaniens Hoffnungen wieder auf Torres. Neben dem Mittelfeld mit Xavi, Iniesta, Silva und dem derzeit angeschlagenen Fabregas stellt der Angreifer das Prunkstück der Rot-Blauen dar. Allerdings muss sich Fernando Torres erst noch von einer schweren Knieverletzung erholen. Seit dem Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League gegen Benfica Lissabon am 8. April 2010 hat Torres kein Spiel mehr gemacht. Damals opferte er sich – obwohl bereits angeschlagen – für sein Team auf und schoss den FC Liverpool mit zwei Treffern ins Halbfinale. Kurz danach ist er operiert worden, nun hofft ganz Spanien, dass er bis zum ersten WM-Spiel am 16. Juni gegen die Schweiz wieder fit wird.

Autor: Andreas Ziemons
Redaktion: Arnulf Boettcher

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