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Fußball international

Spaniens Steuerbehörde klagt Ronaldo an

Kurz vor dem Confed Cup macht Cristiano Ronaldo Schlagzeilen, die er wohl lieber vermieden hätte. Angeblich hat der Star von Real Madrid den spanischen Staat um 14,7 Millionen Euro Steuern betrogen.

Weltfußballer Cristiano Ronaldo von Real Madrid hat in Spanien Ärger mit den Steuerbehörden. Der frisch gekürte Champions-League-Sieger wurde am Dienstag wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 14,7 Millionen Euro mittels Offshore-Unternehmen angeklagt. Das gab die Staatsanwaltschaft Madrid bekannt. Ronaldo, der ab dem Wochenende mit Europameister Portugal beim Confed Cup in Russland antreten wird, werde "vier Verbrechen gegen die Staatskasse zwischen 2011 und 2014 beschuldigt, die einen Steuerbetrug von 14.768.897 Euro beinhalten", erklärte die Staatsanwaltschaft.

Über ein verzweigtes Firmennetzwerk mit Geschäftssitzen auf den britischen Jungferninseln und in Irland soll der 32-jährige Portugiese Einnahmen aus Bild- und Werberechten am Fiskus vorbeigeschleust haben. Laut "Forbes Magazine" gilt Ronaldo als bestbezahlter Athlet der Welt. Schätzungen zufolge kassiert er pro Jahr rund 65 Millionen Euro aus Gehältern und Werberechten. Im vergangenen Dezember waren erstmals derartige Vorwürfe laut geworden. Ronaldo hatte damals seine gesamten Einkünfte offengelegt und sich unbesorgt gezeigt.

Ronaldos Anwalt Antonio Lobo Xavier erklärte im portugiesischen Fernsehen, sein Mandant sei "komplett überrascht" worden. Ronaldo fühle sich "ungerecht behandelt". Der Fußballstar habe sein Einkommen aus Bildrechten im Jahr 2014 wie in den drei vorangegangenen Jahren voll angegeben, führte der Anwalt aus.

Messi und Mascherano verurteilt

Ronaldo ist nicht der erste prominente Fußball-Profi, der Ärger mit den spanischen Steuerbehörden hat. Argentiniens Superstar Lionel Messi vom FC Barcelona war im vergangenen Jahr wegen Steuerbetrugs zu einer 21-monatigen Haftstrafe sowie einer Geldstrafe von 2,09 Millionen Euro verurteilt worden. Messis Klubkollege und Landsmann Javier Mascherano akzeptierte im Vorjahr eine einjährige Haftstrafe wegen Steuerbetrugs. Gefängnisstrafen unter zwei Jahren werden in Spanien üblicherweise nicht vollstreckt.

asz/sn (sid, dpa)

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