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Atomkonflikt

Spanien weist nordkoreanischen Botschafter aus

Raketenabschüsse, Atomtests, aggressive Rhetorik: Nordkorea provoziert die Weltgemeinschaft. Spanien reagiert darauf und erklärt den Botschafter, der das Regime von Kim Jong Uns vertritt, zur "Persona non grata".

Im Atomkonflikt mit Pjöngjang hat Spanien den nordkoreanischen Botschafter aufgefordert, das Land bis zum 30. September zu verlassen. Der Diplomat sei einbestellt und darüber informiert worden, teilte das spanische Außenministerium im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Der Botschafter sei zur "Persona non grata", zur unerwünschten Person, erklärt worden.

"Wiederholte" Warnung

Die Zeitung "El País" zitierte Außenminister Alfonso Dastis mit den Worten, die Regierung habe den Diplomaten Kim Hyok Chol "wiederholt" gewarnt, dass es Konsequenzen haben werde, wenn Nordkorea mit seinen Atomtests fortfahre. "Wir sind zu dem Schluss gelangt, dass es notwendig ist, diesen Schritt zu ergreifen", sagte Dastis. "Solche Atomprogramme sind eine ernsthafte Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit."

Am Donnerstag berät der UN-Sicherheitsrat auf Wunsch der USA auf Außenministerebene über den Umgang mit Nordkorea. US-Präsident Donald Trump und der chinesische Staatschef Xi Jinping verständigten sich nach Angaben Washingtons am Montag darauf, den "größtmöglichen Druck" auf die Führung in Pjöngjang auszuüben. Durch eine strikte Umsetzung der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates solle der Druck auf Nordkorea maximiert werden, erklärte das Weiße Haus nach einem Telefonat der beiden.

US-Verteidigungsminister Jim Mattis betonte, dass sein Land über "mehrere militärische Optionen" verfüge. "Es gibt viele militärische Optionen in Abstimmung mit unseren Verbündeten, die wir ergreifen werden, um unsere Verbündeten und unsere eigenen Interessen zu verteidigen", sagte Mattis. Details zum Kurs gegenüber Nordkorea wollte der Pentagon-Chef nicht nennen.

Sanktionen und Provokationen

Vor einer Woche hatte der Sicherheitsrat ein achtes Sanktionspaket gegen Pjöngjang beschlossen. Dieses beinhaltet unter anderem ein Verbot von Textilimporten aus Nordkorea, ein Gasembargo sowie Beschränkungen bei Öllieferungen. Mit den neuen Strafmaßnahmen reagierte der Sicherheitsrat auf Nordkoreas bislang gewaltigsten Atomwaffentest. Als Reaktion auf die Sanktionen feuerte Pjöngjang am Freitag erneut eine Mittelstreckenrakete über Japan hinweg in den Pazifik.

cr/haz (afp, dpa, rtr)