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Sport

Spanien top, Südafrika flop

Müdes Gekicke beim Eröffnungsspiel, Torfestival in der zweiten Partie: Am ersten Tag des Confed Cups enttäuschte Gastgeber Südafrika mit einer Nullnummer gegen den Irak. Spanien dagegen führte Neuseeland regelrecht vor.

Machte drei Tore in den ersten 18 Minuten: Fernando Torres (Foto: AP)

Gelang ein Hattrick: Torres

Der Ozeanien-Meister war vollkommen überfordert. Die Abwehr der Neuseeländer hatte der Offensiv-Abteilung der Spanier überhaupt nichts entgegen zu setzten. Und so fiel der erste Treffer schon in der sechsten Minute. Der Torschütze: Fernando Torres. Der Stürmer vom FC Liverpool traf kurz darauf noch zweimal – der erste Hattrick in der Geschichte des Confed Cups. Nach rund 20 Minuten machte sein Teamkollege Cesc Fabregas das 4:0. Das Spiel war damit schon frühzeitig entschieden.

Spanien in bestechender Form

Spaniens Coach del Bosque (Foto: AP)

Hatte allen Grund zur Freude: Spaniens Coach del Bosque

In der zweiten Halbzeit fiel dann nur noch ein Tor: David Villa profitierte von einem katastrophalen Abwehrfehler und machte das 5:0. Spanien ist mit dem Sieg seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Der Europameister ist nun seit 33 Spielen in Folge ungeschlagen. Noch zwei Partien ohne Niederlage, dann würden die Spanier den Rekord von Brasilien einstellen.

Ernüchternd war dagegen das Eröffnungsspiel zwischen Südafrika und Irak. Während die rund 50.000 Fans für gute Stimmung sorgten, zeigte der Gastgeber eine schwache Leistung. Die "Bafana bafana" waren zwar stets bemüht, aber es fehlte ihnen an Durchsetzungsvermögen. Beide Teams spielten viel zu ideen- und harmlos. Torchancen gab es kaum. In der zweiten Hälfte trauten sich die Südafrikaner zwar mehr zu, aber wirklich gefährlich waren ihre Vorstöße weiterhin nicht.

Dumm gelaufen

Spielszene Südafrika - Irak (Foto: AP)

Kuriose Szene: Parker (r.) verhindert unabsichtlich das Tor

Auch aus Standardsituationen wie Ecken und Freistößen machten beide Teams viel zu wenig. Erst in der letzten Viertelstunde hatte Südafrika mehrere gute Möglichkeiten. Bezeichnend für das Spiel war die Szene in der 85. Minute: Kagisho Dikgacoi köpft von links aufs Tor, doch der mitgelaufene Bernhard Parker stoppt mit seinem Hintern den Ball aus Versehen auf Iraks Torlinie. 0:0 das Ergebnis. Ein herber Dämpfer für die Hoffnung der Südafrikaner, mindestens ins Halbfinale einzuziehen.

Dabei wäre ein Sieg zum Auftakt so wichtig gewesen. Denn der sportliche Erfolg ist als Eigenwerbung für die Weltmeisterschaft in einem Jahr unabdingbar. Ohne die Gastgeber würde das Interesse am Testlauf in Südafrika enorm sinken. Zudem würde das Selbstvertrauen der südafrikanischen Mannschaft weiter angekratzt werden. Denn zu deprimierend war das Ausscheiden in der Qualifikation für die WM 2006 und für den Afrika Cup 2010 in Angola.

"Es ist Zeit"

Eröffnungsfeier des Confederations Cups (Foto: AP)

Farbenfrohe Eröffnungsfeier

Fröhlich und farbenfroh war dagegen die Eröffnungsfeier - auch wenn nur 15.000 Zuschauer das Spektakel sehen wollten. 700 Kinder hatten die Fußball-Welt willkommen geheißen. Sie formten die südafrikanische Flagge und das Motto "Ke Nako" - "Es ist Zeit", mit dem Südafrika auf die erste WM auf seinem Kontinent einstimmen will. Als FIFA-Präsident Joseph S. Blatter den "Brüdern und Schwestern in Afrika" dankte und versicherte, "der Fußball vertraut euch", wurde er immer wieder vom Jubel der Fans unterbrochen. "Dies ist ein großer Tag für Afrika und für Südafrika", erklärte Staatspräsident Jacob Zuma, als er den achten Confederations Cup offiziell eröffnete. (sf/dpa/sid)

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