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"Spanien ist immer noch auf der Suche"

Die Unabhängigkeitsbestrebungen der spanischen Regionen beschäftigten die User in dieser Woche besonders, aber auch die Rolle Europas und Amerikas in der Welt und natürlich die Fußball-WM in Deutschland. (24.6.2006)

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Unabhängigkeitsbestrebungen spanischer Regionen

Als Spanier habe ich Angst davor, dass das Baskenland und Katalonien einen Sonderweg gehen. Es geht nicht nur um das Baskenland oder Katalonien, sondern auch um Andalusien, Galizien und die Balearen, deren Politiker ebenfalls den Status "Nation" beanspruchen. Die Lage ist labil geworden, Parteiangehörige streiten schon ganz öffentlich miteinander. Die größte Gefahr kommt von Linksradikalen, die gleichzeitig starke Nationalisten sind. Die regionale Regierung des Baskenlandes vertritt sogar eine Art Rassenlehre und verteidigt sie damit, dass die Basken das älteste Volk Europas seien und deswegen das Recht auf Unabhängigkeit hätten, was eigentlich eine Erfindung ist. Antonio Molina

Spanien ist immer noch auf der Suche danach, wie es sich territorial organisieren soll. Nach dem Tode Francos wurde es in autonome Regionen aufgeteilt, und jede dieser Regionen verhandelte mit der Zentralregierung in Madrid über ihre Rechte und Pflichten gegenüber Spanien, die in den so genannten Autonomiestatuten festgelegt sind. Dies hat dazu geführt, dass es ein großes Gefälle der Rechte und Pflichten gibt. So haben das Baskenland und Katalonien bedeutend mehr Rechte als zum Beispiel Extremadura. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Zum einen ist in diesen Regionen ein starkes Bewusstsein von regionaler Identität vorhanden, das sich vor allem durch eine andere Sprache, Kultur und Geschichte begründet. Zum anderen sind das Baskenland und Katalonien die wirtschaftlichen Motoren Spaniens und wollen verhindern, dass sie zu Melkkühen für das ganze Land werden. Der meines Erachtens jedoch wichtigste Grund ist, dass nach jahrelanger gewaltsamer Unterdrückung der Regionalen Eigenheiten (die nicht erst mit Franco einsetzte) die Autonomiebestrebungen, auch jetzt noch, umso größer sind. Bei vielen Spaniern aus dem Rest Spaniens ruft dies noch immer Empörung hervor. Für diese Leute gibt es nur ein Spanien. Dass eine derartige Haltung der Realität in keinster Weise gerecht werden kann, ist offensichtlich. Ich habe deshalb vollkommenes Verständnis dafür, wenn ein Baske oder Katalane sagt: "Wenn sie uns nicht auf unsere eigene Art Spanier sein lassen wollen, dann wollen wir keine Spanier sein." Oliver Kübler

Einfluss der EU auf die Weltpolitik

Was sollen die Europäer wohl bewirken wollen in den genannten Konflikten (Iran, Nordkorea, Irak, Afghanistan, Naher Osten)? Dies sind doch alles in erster Linie Konflikte der USA. Ihre Führung hat es jedoch verstanden, sich Stellvertreter wie die EU in Iran und Afghanistan, der Iraker in ihrem eigenen Land und Japan und Südkorea für Nordkorea (und in geringerem Maße Russland und China) zu schaffen, die ihre Interessen dort wahrnehmen. Und der Nahe Osten? Da läuft ja ohne die USA onehin nichts! - Alle diese Stellvertreter können sich eines freundschaftlichen Schulterklopfens des Führers der einzigen noch verbliebenen Weltmacht oder eines freundlichen Lächelns seiner Chefdiplomatin sicher sein.- Und aus dem Irak-Zerwürfnis lernen?! Weshalb wohl? Es gab ja schließlich eine Koalition der Willigen von nicht weniger als 49! Da kann man über die Stimmen einiger Miesmacher schon leicht hinweggehen. Manfred Salewski

Die Bedeutung der EU-Verfassung

Ich sehe keine konkreten Vorteile, die wir als Deutsche mit der JA-Stimme für die EU-Verfassung haben würden. Ich sage NEIN zur EU-Verfassung. Irmgard E. Knorr

Ich stimme der Ausarbeitung einer konkreten Verfassung für die EU zu, weil es Europa stark macht gegen Amerika und Asien, vor allem auf wirtschaftlichem Raum. Vielleicht könnte Deutschland sich wie andere EU-Länder auf ein einheitliches Bildungssystem einigen. Es sollte aus Gründen der Geldeinsparung eh viel mehr einheitlich geregelt sein für ganz Deutschland. Frau Merkel sollte vor lauter Einheit in der EU auch an etwas mehr Einheit im eigenen Land denken! Josephine Bahr

Rolle Amerikas in der Welt

Es hat sich gezeigt, dass Amerika nicht besser ist als andere Nationen. Gut ist, was ihnen nützt und böse ist, was ihnen schaden könnte. So denkt doch jede Nation. Aber ein solches Land darf nicht Weltpolizist sein. Es schreibt anderen Länder vor, was sie zu tun und lassen haben. Ein Vorbild in Sachen Menschenrechte und wahre Demokratie sind sie sicher auch nicht! Sie foltern, schänden, nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau. Ist so ein Amerika ein Musterstaat?? Wenn ein anderes Land dasselbe tun würde, gäbe es sicher mehr Kritik. Aber Amerika ist militärisch allen anderen Staaten überlegen zur Zeit. Das ist sicher auch ein Grund und ein politischisches Druckmittel, das immer wieder ausgespielt wird! Weltweit hat das Vorgehen Amerikas mehr geschadet als genützt. So wie sich die Regierung von Amerika verhält, schafft sie keinen Frieden, sondern nur mehr Hass und Gewalt. Walter Krauer

Gefahr des Islamismus

Der militante Islamismus ist ungefähr so real staatsgefährdend wie der Militantismus der RAF in den Siebzigern. Jedoch ist dieses Phänomen ein willkommener Anlass, die eigene Bevölkerung einzuschüchtern und zu bedrängen, damit die Zivilgesellschaft dozil im Schatten der "political correctness" ihr Dasein fristet. Manuel Turmes

WM 2006

Was wir im Sport und besonders beim Fussball nach ungerechten Entscheidungen gegen Afrikaner häufig hören, ist: "Es war knapp", "Es war schwierig für den Schiedsrichter zu sehen" etc. Ein klares Beispiel war der Elfmeter gegen die Elfenbeinküste wärend des Spiels gegen Holland. Das Ghana-Tschechien-Spiel war viel besser. Gebt derr Gerechtigkeit endlich mal eine Chance! Ametepeh Emmanuel

Ich hoffe, dass die deutsche Mannschaft weiter so macht. Ich freue mich, dass sie die zweite Runde erreicht hat und dass sie weiter kommt. Thomas Volckmann

Ronaldo schleppt bestimmt Übergewicht mit sich rum, ich würde sagen, ein oder zwei McDonalds-Besuche zuviel. Andererseits vermittelt er Lustlosigkeit und kann dadurch den Dreh nicht finden. Mir fiel auch auf, dass er nicht gerne für das Team ackert, ist ja alles gut und schön, in der Sonne zustehen. Kann mich aber auch irren, das wünsche ich mir eigentlich. Ein Tor kann und wird alles umdrehen, wie 2002. Hoffen wir das Beste. Für mich sind die Brasilianer immer noch haushoher Favorit. Werde aber auch die deutsche Mannschaft bis zum Umfallen unterstützen. Grüße aus Neuseeland Waltraud Maassen

Aus redaktionellen Gründen behalten wir uns vor, Zuschriften zu kürzen.

  • Datum 25.06.2006
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