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Fußball

Spanien ist Europameister

Die Mannschaft von Vicente del Bosque ist zum zweiten Mal in Folge Europameister – das schaffte vorher noch kein Team. In einer hochklassigen Partie bezwingt der Welt- und Europameister Italien deutlich mit 4:0.

Spanien ist zum zweiten Mal in Folge Europameister. Foto: REUTERS/Michael Dalder

Spanien ist zum zweiten Mal in Folge Europameister

Um 22:38 Uhr (MESZ) beendete der portugiesische Schiedsrichter Pedro Proenca das Finale der Europameisterschaft 2012. Die spanischen Nationalspieler lagen sich in den Armen, weinten oder schrieen ihre Freude in den ukrainischen Nachthimmel. Nach einem verdienten 4:0 (2:0) schaffte Spanien die Sensation und verteidigte vor 65.000 Zuschauern im Kiewer Olympiastadion als erstes Team einen Europameistertitel. Es war der dritte große Erfolg in Serie für die spanische Elf. Fernando Torres wurde nach seinen dritten Turniertreffer zum Torschützenkönig ernannt.

Spanien geht früh in Führung

Keine Spur von Nervosität. Beide Mannschaften spielten von Beginn an offensiv nach vorne. Trotzdem dauerte es bis zur neunten Minute, bis das Team von Trainer Vicente del Bosque sein berühmtes Kurzpass-Spiel aufbauen konnte. Daraus resultierte dann auch die erste große Torchance für die Rot-Gelben. Nach einem Doppelpass mit Cesc Fábregas schoss Xavi Hernández das Leder aus 16 Metern knapp über die Latte (11. Minute). Und nur drei Minuten später zappelte der Ball dann im italienischen Tor. Fábregas verarbeitete einen Traumpass von Andrés Iniesta gut, legte für David Silva auf und der köpfte unhaltbar ins Gehäuse von Gianluigi Buffon. Es war Silvas zweiter Treffer im laufenden Wettbewerb.

David Silva (li.) köpft unhaltbar ins italiensiche Tor zur 1:0-Führung. Foto: REUTERS/Michael Dalder

David Silva (li.) köpft unhaltbar ins italiensiche Tor zur 1:0-Führung

Italien war in der Folge um eine schnelle Antwort bemüht und spielte weiter unbeeindruckt auf das spanische Gehäuse. Eine Ecke von Italiens Spielmacher Andrea Pirlo konnte Casillas gerade noch entschärfen (18.). Es blieb beim 1:0 für Spanien. Die Partie entwickelte fortan zu einem munteren Schlagabtausch mit leichten Vorteilen für das Team von Cesare Prandelli. In der 29. Minute profitierte Antonio Cassano von einem Fehler in der spanischen Hintermannschaft; sein Schuss landete aber in den Armen von Iker Casillas. In der 33. Minute war es erneut Cassano, der mit einem Fernschuss den spanischen Schlussmann zu einer guten Reaktion zwang. Kurz vor der Pause jubelten dann aber wieder die spanischen Zuschauer. Jordi Alba schob den Ball nach einem tollen Pass von Xavi aus zwölf Metern unhaltbar ins italienische Tor (41.).

Italien in Unterzahl

Die zweite Hälfte begann furios. Italien stürmte und kam in der 46. Minute auch gleich gefährlich vor das spanische Tor. Antonio Di Natale köpfte knapp über die Querlatte. Zwei Minuten später spielte Fábregas die italienische Abwehr schwindelig, scheiterte aber am gut reagierenden Buffon. Italien drängte nun auf den Anschlusstreffer. In der 51. Minute war es erneut Di Natale, der Casillas zu einer Glanzparade zwang. Doch dann das: Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung musste Italiens Thiago Motta mit einer Muskelverletzung wieder ausgewechselt werden. Prandelli hatte allerdings schon dreimal gewechselt - Die Squadra Azzurra spielte fortan in Unterzahl gegen starke Spanier.

Thiago Motta liegt verletzt auf dem Boden und muss ausgewechselt werden (Foto:Jon Super/AP/dapd)

Thiago Motta liegt verletzt auf dem Boden und muss ausgewechselt werden

Die Elf von Cesare Prandelli kämpfte aufopferungsvoll, verlor aber zunehmend die Kraft und kam zu keiner zwingenden Torchance mehr. In der 80. Minute feierten die spanischen Anhänger auf der Tribüne bereits ausgelassen den Europameistertitel. Der eingewechselte Fernando Torres sorgte mit seinem dritten Turniertreffer in der 84. Minute für die endgültige Entscheidung und traf zum 3:0. Den Schlusspunkt setzte der ebenfalls eingewechselte Juan Mata. Nach einem Doppelpass mit Torres erzielte er den 4:0-Endstand (88.). Spanien freute sich über den höchsten Finalsieg aller Zeiten. Für Iker Casillas war es der 100. Erfolg im 137. Pflichtspiel – ebenfalls Rekord.

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