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Aktuell Europa

Spanien gedenkt der Germanwings-Opfer

Der Absturz des Germanwings-Flugzeugs war nicht nur eine deutsche, sondern auch eine europäische Tragödie. An Bord waren Reisende aus 13 Nationen. In Barcelona gedachte Spanien seiner Toten.

An der offiziellen Trauerfeier in der Basilika "Sagrada Familia" in Barcelona nahmen König Felipe VI., Königin Letizia (beide in der Artikelbildmitte), Ministerpräsident Mariano Rajoy und mehrere Mitglieder der Regierung teil. Auch der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, Carsten Spohr, und der Chef der Tochter Germanwings, Thomas Winkelmann, waren unter den Trauergästen.

51 Spanier an Bord

Bei dem Absturz der Maschine am 24. März in den französischen Alpen waren alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Unter ihnen waren nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin 72 Deutsche und 51 Spanier. Der Airbus der deutschen Billigfluglinie war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf.

Die Ermittlungsbehörden in Frankreich und Deutschland sind sich sicher, dass der Copilot das Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht hat. Der 27-Jährige der den Chefpiloten wohl aus dem Cockpit aussperrte, hatte den Ermittlern zufolge 2009 eine schwere Depression und war damals suizidgefährdet. Am Absturztag war er krankgeschrieben, hatte dies aber seinem Arbeitgeber verheimlicht.

Kritik an Gottesdienst

Die Trauerfeier in Barcelona fand in Form eines katholischen Gottesdienstes statt. Die christliche Basisorganisation Església Plural (Vielfältige Kirche) kritisierte, dies zeige einen Mangel an Respekt für andere Religionsgemeinschaften. Die katholische Kirche wies diesen Vorwurf zurück. Im Anschluss an den Gottesdienst würden Vertreter anderer Konfessionen die Gelegenheit erhalten, den Angehörigen der Opfer ihr Beileid auszusprechen, sagte der Sprecher der katholischen Bischofskonferenz, José María Gil Tamayo, vor Beginn der Feier.

wl/kle (dpa, ape, dpala)