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Wirtschaft

S&P stuft Kreditwürdigkeit der EU herab

Erst traf es die Briten - jetzt die EU: Nach dem Brexit-Votum ist auch die Bonitätsnote der Europäischen Union abgerutscht. Der Zusammenhalt der EU habe gelitten, so die Experten von Standard and Poor's.

Als Reaktion auf das Brexit-Votum hat die Ratingagentur Standard and Poor's (S&P) die Kreditwürdigkeit der Europäischen Union um eine Stufe abgesenkt. Nach dem Referendum habe S&P seine Meinung über den Zusammenhalt innerhalb der EU überprüft und bewerte diesen jetzt "eher als neutralen denn als positiven Ratingfaktor", teilte S&P mit.

Demnach stufte S&P die EU von AA+ auf AA ab, was immer noch den dritthöchsten Level bedeutet. Der Ausblick bleibt demnach stabil, was bedeutet, dass die Ratingagentur damit rechnet, dass die Kreditwürdigkeit der EU mittelfristig nicht weiter herabgestuft werden muss.

S&P entzieht Großbritannien wegen Brexit die Top-Bonität

Am Montag hatten die Ratingagenturen S&P und Fitch bereits die Kreditwürdigkeit Großbritanniens herabgestuft. Die Agenturen verwiesen auf die unsichere Lage nach dem Brexit-Votum. Sie verbanden ihre Entscheidung mit einer negativen Perspektive, womit weitere Herabstufungen möglich erscheinen. Auch Standard & Poor's erkannte Großbritannien nach einem halben Jahrhundert den AAA-Beststatus ab und senkte die Kreditwürdigkeit um zwei Stufen auf AA. Die von dem Ergebnis des Brexit-Votums ausgehende "Unsicherheit" rechtfertige die bisherige Bestnote nicht mehr, erklärte S&P.

S&P prangert Schuldenberg der USA an

Die Vereinigten Staaten bekommen von der Ratingagentur Standard & Poor's weiterhin nur die zweitbeste Note für ihre Kreditwürdigkeit. Zwar sei die US-Wirtschaft breit aufgestellt und widerstandsfähig, die Finanzpolitik zupackend, zudem verfüge das Land mit dem Dollar über die weltweit führende Währung. Jedoch seien die Staatsschulden hoch und die politischen Entscheidungen zu kurzfristig ausgerichtet, erklärte S&P in New York.

S&P bestätigte die Bonitätsnote AA" und hielt den Ausblick stabil - damit ist mittelfristig kaum mit einer Veränderung der Bewertung zu rechnen. In den kommenden Jahren dürfte der Schuldenstand in etwa gleich bleiben, hieß es bei S&P. Danach aber dürften die Schulden steigen, da weder Maßnahmen erkennbar seien, die Einnahmen zu erhöhen, noch die Ausgaben zu senken. Je schlechter ein Rating ist, desto schwerer und teurer kann die Aufnahme von frischem Geld am Kapitalmarkt werden.

pab/jj (afp, dpa)