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Sport

Spätes Glück für die Schweiz gegen Ecuador

In Gruppe E setzt sich die Schweiz in letzter Sekunde gegen Ecuador durch. Zwei eingewechselte Spieler drehen die Partie gegen unbequeme Südamerikaner und sorgen für rot-weißen Jubel.

Das 2:1 (0:1) zwischen der Schweiz und Ecuador vor rund 50.000 Zuschauern im Estadio Nacional von Brasilia war zunächst keine große Partie. Auf beiden Seiten gab es viele Fehler im Spielaufbau und nur selten zwingende Aktionen vor den beiden Toren. Besonders die Schweizer enttäuschten in der 1. Halbzeit. Ihr Trainer hatte die Bedeutung des Spiels im Vorfeld noch hervorgehoben: "Das ist ein harter Gegner", sagte Ottmar Hitzfeld über die Südamerikaner. "Das Spiel wird zum ersten Endspiel im Kampf um die Achtelfinal-Plätze. Und Hitzfeld sollte zunächst Recht behalten. Nach einem Freistoß in der Nähe der Eckfahne tauchte Enner Valencia völlig frei vor dem Schweizer Tor auf und köpfte aus vier Metern ungehindert zum 1:0 ein (22. Minute). Eine kalte Dusche für die Schweizer, die in der Folge zwar das Spiel bestimmten, bei vielen Ecken und Weitschüssen aber ungefährlich blieben.

Hitzfeld wechselt erfolgreich

Hitzfeld reagierte in der Pause und brachte zur 2. Halbzeit den Freiburger Admir Mehmedi - ein Joker, der sofort stach. Wolfsburg Ricardo Rodriguez brachte die x-te Ecke in den Strafraum, Mehmedi stieg hoch und traf aus kurzer Distanz per Kopf zum 1:1-Ausgleich (48.). Ecuadors Torhüter Alexander Dominguez, der nicht recht zu wissen schien, ob er die Torlinie verlassen sollte oder nicht und sich schließlich für zwei halbherzige Schritte nach vorne entschied, machte bei dem Treffer keine gute Figur.

WM 2014 Gruppe E 1. Spieltag Schweiz Ecuador Tor 1:1

Kurz nach dem Seitenwechsel trifft der eingewechselte Mehmedi per Kopf zum Ausgleich

Doch wer damit gerechnet hatte, dass die Schweizer den Druck nun weiter hoch halten würden, sah sich getäuscht. Stattdessen hatte Ecuadors Torschütze Valencia eine weitere gute Gelegenheit, doch sein Schuss von der Strafraumgrenze traf nur das Außennetz (59.). Glück für die Schweizer, die kurze Zeit später Pech hatten, als Josip Drmic das reguläre 2:1 erzielte, das wegen Abseits aber nicht anerkannt wurde (69.). Eine Fehlentscheidung, da ein ecuadorianischer Abwehrspieler ihm den Ball unfreiwillig vorgelegt hatte. Kurz vor Ende der 90 Minuten hatte Michael Arroyo bei einem direkten Freistoß noch einmal eine gute Gelegenheit für Ecuador, doch das entscheidende Tor fiel auf der anderen Seite: In der letzten Sekunde der dreiminütigen Nachspielzeit brachte Rodriguez eine flache Hereingabe hart vor das Tor, wo der eingewechselte Haris Seferovic den Ball steil nach oben ins kurze Eck drosch und den heftig umjubelten 2:1-Siegtreffer für die Schweiz erzielte.

"Es ist ganz, ganz schön, es ist eigentlich unbeschreiblich", freute sich Admir Mehmedi nach dem Spiel im ZDF-Interview. "Ecuador hat sehr aggressiv und kampfbetont in der 1. Halbzeit. Da hat nicht viel geklappt bei uns im Spiel nach vorne. Aber wir konnten uns steigern im Verlauf des Spiels und haben ein bisschen glücklich, aber nicht unverdient gewonnen."