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Kultur

Soziologe und Autor Ulrich Beck ist tot

Sein Buch "Risikogesellschaft" machte ihn weltweit berühmt, jetzt ist der Soziologe und Autor Ulrich Beck im Alter von 70 Jahren gestorben. Er erlag zu Jahresbeginn den Folgen eines Herzinfarkts.

Der renommierte Soziologe starb bereits am 1. Januar, bestätigten sowohl Becks Suhrkamp-Verlag in Berlin als auch seine Familie.

Ulrich Beck gehört weit über die Grenzen Deutschlands hinaus zu den bekanntesten und meistzitierten Soziologen der vergangenen Jahrzehnte. Mit seinen Themen traf er den Nerv der Zeit. So wurde sein 1986 erschienenes Werk "Risikogesellschaft" in 35 Sprachen übersetzt und machte ihn weltweit zum Bestsellerautoren. Er thematisierte darin die selbst produzierten Gefährdungslagen der modernen Gesellschaft, die sich den bestehenden Sicherungsmechanismen des Staates entziehen.

Am Nerv der Zeit

2012 sorgte er wieder für Aufsehen, als sein Werk "Das neue Europa: Neue Machtlandschaften im Zeichen der Krise" erschien. Im gleichen Jahr beschrieb Beck in einem Essay des Magazins "Der Spiegel" die dominante Rolle von Kanzlerin Angela Merkel und charakterisierte ihre Euro-Rettungspolitik mit dem Wort "Merkiavelli".

Beck wurde 1944 im damaligen Stolp in Pommern (heute Slupsk/Polen) geboren. Er begann seine akademische Laufbahn als Soziologie-Student an der Universität München, wo er 1979 auch habilitierte. Anschließend lehrte er Soziologie an der Universität Münster und später in Bamberg, bis er 1992 nach München zurückkehrte. 2011 wurde er Professor an der Pariser Wissenschaftsstiftung "Fondation Maison de sciences de l'homme" (FMSH). Zahlreiche Universitäten im Ausland verliehen ihm die Ehrendoktorwürde.

suc/ml (dpa, spiegel)