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Europa

Sozialistische Pasok als entscheidende Kraft?

Abgeschlagen bei zwölf Prozent liegt Pasok. Die Sozialisten wechselten sich mit der Nea Dimokratia lange an der Regierung ab. Parteichef Venizelos ließ keinen Zweifel: Ohne die Sozialisten sei das Land nicht zu retten.

Pasok-Chef Evangelos Venizelos (Foto: AP/dapd)

Pasok-Chef und Polit-Stratege Evangelos Venizelos

Evangelos Venizelos forderte zunächst, dass auch Syriza und die Demokratische Linke Dimar sich an der künftigen Regierung beteiligen, um Entscheidungen treffen zu können. Venizelos, der Chef der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (Pasok), beerbte seinen Vorgänger und Rivalen Giorgos Papandreou als Parteichef mitten in der Euro-Krise. Er verhandelte bereits als Finanzminister auf Brüsseler Parkett die Bedingungen des Sparpakets und des Schuldenschnitts für Griechenland.

Auf diese Erfahrungen pocht der nicht nur wortgewaltige Venizelos: Er habe den Europäern versucht, klar zu machen, dass die geforderten Reformen zwar nötig seien. Angesichts von Rezession und steigender Arbeitslosigkeit brauche Griechenland aber mehr Zeit, ließ er kurz vor der Wahl verlauten.

Er forderte schon vor der Wahl eine Beteiligung der Pasok an der künftigen Regierung, die eine "Regierung der Mitverantwortung" sein müsse. Sein Kalkül, bei der Regierungsbildung das entscheidende Zünglein an der Waage zu sein, scheint aufzugehen.

Der Jurist hatte in seiner langen politischen Laufbahn bereits nahezu alle Ministerämter inne. Manche sehen in ihm – dem kühl agierenden Politstrategen – auch aufgrund seiner Erfahrung den einzigen, der den Weg aus der Krise weisen kann. Doch die meisten Griechen sehen das anders: Ebenso wie bei der ersten Wahl am 6. Mai wurde Pasok auch jetzt nur drittstärkste Kraft und erhielt gerade einmal zwölf Prozent. Ein Wahlsieg der Pasok sei in erster Linie ein Schock, hieß es wortspielerisch in griechischen Polit-Blogs.

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