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Musik

Soulsänger Sampha gewinnt Mercury Prize

Der Londoner mit Wurzeln in Sierra Leone hat den begehrten Preis für sein hochgelobtes Debütalbum erhalten. Mit "Process" konnte Sampha die Jury überzeugen - und Popgrößen wie Ed Sheeran hinter sich lassen.

"Ich fühle mich, als würde ich träumen. Es ist unglaublich", sagte der 28-Jährige bei der Preisverleihung am Donnerstagabend in London. "Ich widme diese Auszeichnung meinen Eltern. Sie kamen aus Sierra Leone hierher und wollten uns das bestmögliche Leben bieten." 

Das Album hat sich gegen elf andere durchgesetzt, darunter Popmusiker Ed Sheeran und die Indie-Band "The xx". Das im Februar erschienene Album hatte Kritiker weltweit begeistert. Vor der Veröffentlichung seines Debüts arbeitete Sampha bereits mit bekannten Künstlern wie Kanye West und Drake. In "Process" beschreibt Sampha, mit bürgerlichem Namen Sampha Sisay, die Trauer nach dem Tod seiner an Krebs gestorbenen Mutter. 

London Mercury Prize 2017 - Soulsänger Sampha auf der Bühne am Klavier (Imago/PA Images)

Elfmal Sampha - der Soulsänger stellte nach der Preisverleihung sein Können live unter Beweis

Die Jury des Mercury Prize besteht aus zwölf Mitgliedern, darunter in diesem Jahr die Musiker Jamie Cullum und Marcus Mumford. Der Preis ist mit 25.000 Pfund dotiert und eine der wichtigsten Auszeichnungen für Musiker in Großbritannien und Irland. Er wird seit 1992 verliehen und zeichnet das beste britische oder irische Musikalbum der letzten 12 Monate aus. Für die Musik will der Preis "das Äquivalent sein zu dem, was der Booker Prize für Literatur und der Turner Prize für Kunst darstellt", so heißt es auf der Webseite. Außerdem wolle er neue Alben verschiedenster Genres einem breiteren Publikum zugänglich machen. Den Verkaufszahlen scheint der Preis zu nützen. Im Vorfeld der Preisverleihung gaben die Organisatoren die erfolgreichsten Mercury-Prize-Gewinner an: Die Arctic Monkeys führen mit ihrem Debütalbum "Whatever People Say I Am, That's What I'm Not" von 2006 vor Pulp und Franz Ferdinand. Ihr Album wurde über 1,7 Millionen Mal verkauft.

jhi/ka

(dpa/afp/nme.com)