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Aktuell Afrika

Sorge vor Bürgerkrieg in Libyen wächst

Libyen kommt nicht zur Ruhe. Ein abtrünniger General hat den Islamisten den Kampf angesagt. Bei Gefechten zwischen dessen Soldaten und islamistischen Milizen wurden mindestens 20 Menschen getötet und Dutzende verletzt.

Kämpfer der Ansar-al-Scharia-Miliz hatten einen Stützpunkt der Armee in der Stadt Bengasi angegriffen. Daraufhin sei es zu Gefechten in mehreren Teilen der Hafenstadt gekommen, berichteten Anwohner. Nach Angaben von Medizinern in der Stadt wurden mindestens 20 Menschen getötet und fast 70 verletzt.

Abtrünniger General gegen Islamisten

An den Kämpfen beteiligten sich auch Kampfhubschrauber, deren Piloten vom abtrünnigen General Chalifa Haftar befehligt werden. Vor gut zwei Wochen hat Haftar eigenmächtig eine Militäroffensive gegen radikalislamische Milizen begonnen. Seither haben sich ihm mehrere Armeeangehörige und Brigaden angeschlossen.

Der 71-jährige Haftar hatte letzte Woche angekündigt, er werde nicht ruhen, bis er Libyen von den Islamisten "gereinigt" hätte. Viele in Libyen zweifeln jedoch an seinen Motiven. In Sozialen Medien im Internet heißt es, Haftar "redet mehr als er schießt".

Sorge vor Bürgerkrieg

Seit dem Sturz des Langzeitmachthabers Muammar al-Gaddafi 2011 ist das Land zum Tummelplatz bewaffneter Gruppen geworden. Die von den USA als Terrororganisation gelistete Ansar al-Scharia soll im September 2012 an der Attacke auf das US-Konsulat beteiligt gewesen sein. Dabei waren Botschafter Christopher Stevens und drei weitere Diplomaten getötet worden.

cr/se (dpa, afp, rtr)