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Nahost

Sorge um Frieden nach Raketenbeschuss

Fast ein halbes Jahr war Ruhe an der Grenze Libanons zu Israel - jetzt flogen wieder Geschosse. Israel legte Beschwerde beim UN-Sicherheitsrat ein. Die UN-Friedenstruppe im Libanon verstärkte ihre Präsenz.

Raketenabschuss (Foto: ap)

Hisbollah Raketen werden auf Israel abgefeuert (2006)

Israel hat nach dem Raketenbeschuss aus dem Libanon vor einer Eskalation der Gewalt in der Region gewarnt. Zwar plane das israelische Militär derzeit keine weiteren Schritte, weil es den Beschuss auf den Norden Israels als einen Einzelfall betrachte, sagte Vize-Außenminister Danny Ajalon am Samstag (12.09.2009) im israelischen Rundfunk. Sollte es aber erneut zu einem Raketenbeschuss kommen, werde Israel aber gezwungen werden, "einen massiven Einsatz zu starten", warnte Ajalon. Israel habe aber kein Interesse, die Lage eskalieren zu lassen.

Unifil verstärkt

Soldat an Straßensperre (Foto: ap)

Friedenstifter: Unifil-Soldat im Libanon

Die israelische Regierung legte beim UN-Sicherheitsrat Beschwerde gegen den Libanon ein. Beirut komme nicht den Verpflichtungen gemäß UN-Resolution 1701 nach, sagte Ajalon. Mit der Resolution war der Libanon-Krieg zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah im Sommer 2006 beendet worden war. Israel erwarte, dass der Libanon und die UN-Friedenstruppe (UNIFIL) dafür sorgten, dass es nicht erneut einen solchen Raketenbeschuss auf Israel gebe, erklärte Ajalon.

Die UNIFIL hat inzwischen ihre Präsenz auf Grund der Vorfälle verstärkt. In Absprache mit der libanesischen Armee seien zusätzliche Soldaten ins Grenzgebiet im Süden des Landes verlegt worden, um jede weitere Eskalation zu verhindern, sagte eine UNIFIL-Sprecherin am Samstag. "Aber die Lage ist sehr ruhig", fügte die Sprecherin hinzu. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte an beiden Konfliktparteien, sich zurückzuhalten und Ruhe zu bewahren.

Israel antwortet

Mobile Geschütze feuern, 2008 (Foto: ap)

Israelische Artillerie

Im Norden Israels waren am Freitag erstmals seit gut einem halben Jahr wieder mehrere Raketen aus dem Libanon eingeschlagen. Die Fundorte befänden sich in der Umgebung der Stadt Naharija und des Kibbutz Gescher Asiv, teilte die israelische Polizei mit. Es blieb zunächst unklar, ob die Raketen von der libanesischen Untergrundorganisation Hisbollah abgefeuert worden waren. Angehörige der libanesischen Sicherheitskräfte berichteten, Israel habe danach mehr als ein Dutzend Mörsergranaten auf Ziele nahe der libanesischen Ortschaft Kleileh abgeschossen. Verletzte soll es nicht gegeben haben.

An der Grenze zwischen Israel und Libanon herrschte zuletzt relative Ruhe. Erst Ende August hatte der UN-Sicherheitsrat den Friedenseinsatz im Libanon um ein Jahr verlängert. UNIFIL soll Waffenlieferungen an die radikal-islamische Hisbollah im Südlibanon verhindern. Die Friedenstruppe besteht aus 12.000 Soldaten, darunter etwa 230 Bundeswehrsoldaten. (sam/det/afp/ap/rtrs)

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