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Europa

Sorge um Christen und Mitleid mit Obdachlosen

Der Papst hat die blutigen Anschläge auf Christen in Nigeria und auf den Philippinen scharf verurteilt. Doch seine Sorge gilt nicht nur den Menschen im Ausland, sondern auch den Armen in seiner Umgebung.

Papst Benedikt XVI. (Foto: dpa)

Papst Benedikt beim Angelusgebet auf dem Petersplatz

Es war ein wichtiges Thema seiner diesjährigen Weihnachtsbotschaften: Auch am zweiten Weihnachtstag (26.12.2010) forderte Papst Benedikt XVI. im Rahmen des Angelusgebetes auf dem Petersplatz ein Ende der Gewalt gegen Christen. Anlass dafür waren nicht zuletzt blutige Zwischenfälle auf den Philippinen und in Nigeria.

Der Papst verurteilte die "absurde Gewalt" gegen Gläubige und die katholische Kirche während der Weihnachtsgottesdienste. Auch in anderen Teilen der Welt, etwa in Pakistan, sei die Erde von Blut befleckt, beklagte Benedikt. Er sprach den Opfern sein Beileid aus und appellierte an die Täter, "den Weg des Hasses zu verlassen und nach friedlichen Konfliktlösungen zu suchen".

Klare Worte für die Religionsfreiheit in China

Kirche in China (Foto: AP)

Christen in China können ihre Religion nicht unbefangen leben

Auch in den Tagen zuvor hatte sich Papst Benedikt bereits in seinen Weihnachtsansprachen und –gebeten besorgt über die Lage der Christen weltweit geäußert. Er verlangte gerechte Lösungen für den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern, aber auch in Teilen Afrikas und Lateinamerikas. Vor allem aber mahnte er Religionsfreiheit an, insbesondere auch für die Christen in China.

Es war das erste Mal, dass sich der Papst mit dieser Deutlichkeit zur Lage der Kirchen in China äußerte und den Christen wegen der Einschränkungen ihrer Religions- und Gewissenfreiheit Mut zusprach. Er mahnte sie zu Geduld und Treue zu Christus und bekundete ihnen Solidarität angesichts der Diskriminierungen und Verfolgungen. Dabei hatte er explizit die politischen und religiösen Führungskräfte im Blick. Und das zeigte schnell Wirkung: Die britische BBC, die die Papstworte live ausstrahlte, wurde von Peking durch Störsender ausgeblendet.

Lasagne und Kalbsgulasch für die Bedürftigen

Im Anschluss an das Angelusgebet aß der Papst mit mehreren hundert Armen und Obdachlosen aus römischen Einrichtungen des Mutter-Teresa-Ordens im Vatikan zu Mittag. Geladen waren auch rund 100 Patres und Schwestern aus kontemplativen Ordensgemeinschaften. Anlass für das Essen war der 100. Todestag der 2003 selig gesprochenen Ordensgründerin Mutter Teresa (1919-1997).

Als Tischgebet sprach Benedikt XVI. das "Vater unser". Das Menü beinhaltete Lasagne, Kalbsgulasch, italienischen Weihnachtskuchen und Kaffee. Am Tisch des Papstes saßen unter anderen ein Mann aus China und ein Haitianer im Rollstuhl. Zu den Gästen gehörte auch ein Muslim aus Äthiopien. Er kommt regelmäßig zur Essensausgabe der Ordensniederlassung "Dono di Maria" unmittelbar neben dem Petersplatz in Rom.

Autorin: Sabine Faber (kna, epd)

Redaktion: Christian Walz

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