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Kultur

Sopranistin Regine Crespin gestorben

In einem Pariser Krankenhaus ist die Sopranistin Regine Crespin gestorben. Sie wurde 80 Jahre alt. Mit ihrer vollen Stimme, sinnlichen Aura und persönlichen Anziehungskraft war sie eine der herausragendsten Opernsängerinnen im lyrischen Fach. Auf allen großen Opernbühnen der Welt war sie zu hören, so auch in Paris, Wien, Berlin, London und New York. "Regine Crespin war eine Diva", sagte Kulturministerin Christine Albanel. Staatspräsident Nicolas Sarkozy würdigte sie als "eine großartige Botschafterin der französischen Kultur".

Geboren am 23. Februar 1927 in Marseille, erhielt Regine ab 16 Jahren Gesangsunterricht. Nach dem Studium am Pariser Konservatorium feierte sie 1948 in Reims ihr Debüt in Massenets Oper "Werther" in der Rolle der Charlotte. Danach folgten Auftritte in "Lohengrin", "Tannhäuser" und "Carmen". 1958 trat sie erstmals im Ausland auf, bei den Bayreuther Festspielen als Kundry in "Parzifal". 1962 kam sie an die Met und war dort 25 Jahre lang immer wieder zu hören. Zu ihren bekanntesten Rollen gehörte die der Marschallin im "Rosenkavalier".

Von 1976 bis 1992 unterrichtete Crespin am Konservatorium in Paris. Über das Leben auf und hinter der Bühne berichtete sie freimütig in ihrer 1982 veröffentlichten Autobiografie mit dem Titel "La Vie et l'Amour d'une Femme", angelehnt an ein Lied von Robert Schumann.