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Nachrichten

Sonntag, 9. März 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MADRID: Die Spanier wählen ein neues Parlament. Dabei wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Sozialisten von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero und der konservativen Volkspartei unter Mariano Rajoy erwartet. Laut Umfragen kann Zapatero auf eine knappe Mehrheit hoffen. Überschattet wird die Abstimmung von dem tödlichen Anschlag auf einen sozialistischen Politiker im Baskenland am Freitag. Zapatero beschuldigte die baskische Untergrundorganisation ETA, den Anschlag verübt zu haben. Insgesamt sind 35 Millionen Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahlbeteiligung gilt als Schlüssel zu einem Sieg. Traditionell profitieren in Spanien die Sozialisten von einer höheren Beteiligung.

PARIS: In Frankreich finden landesweit Kommunalwahlen statt. Zehn Monate nach der Wahl von Nicolas Sarkozy zum Staatspräsidenten gelten sie als Stimmungstest für die konservative Regierung. Nach einem hoch politisierten Wahlkampf rechnet Sarkozys Partei UMP mit dem Verlust zahlreicher Städte und Gemeinden an die linke Opposition. Laut Umfragen wollen viele Franzosen die Abstimmung nutzen, um ihre Unzufriedenheit über den Regierungsstil Sarkozys auszudrücken. Dort, wo bei der Abstimmung keine absolute Mehrheit erreicht wird, findet am 16. März eine Stichwahl statt.

RANGUN: Die Militärjunta in Birma will bei dem für Mai geplanten Referendum über eine neue Verfassung keine internationalen Beobachter zulassen. Die Regierung habe einen entsprechenden Vorschlag des UN-Gesandten Ibrahim Gambari zurückgewiesen, berichten staatliche Medien. Gambari hält sich seit Donnerstag in Birma auf. Er will die Junta dazu bringen, Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi und ihre Partei in das Verfassungsreferendum einzubeziehen.

BELGRAD: Nach dem Auseinanderbrechen der Regierung in Serbien steuert das Land auf Neuwahlen im Mai zu. Diese seien der demokratische Weg zur Überwindung der politischen Krise, sagte Staatschef Boris Tadic. Zuvor hatte der nationalkonservative Ministerpräsident Vojislav Kostunica seine Regierung für gescheitert erklärt. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Koalitionsparteien seien unüberbrückbar, sagte Kostunica. Er bezog sich dabei auf den Konflikt über das weitere Vorgehen nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo. Kostunica wirft seinen prowestlichen Koalitionspartnern vor, ihn im Kampf um einen Verbleib des Kosovo bei Serbien nicht zu unterstützen.

MOSKAU: Bundeskanzlerin Angela Merkel will ungeachtet einiger politischer Kontroversen zwischen Deutschland und Russland auch mit dem künftigen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew eng zusammenarbeiten. Sie glaube, dass es im Verhältnis beider Länder Kontinuität geben werde, sagte Merkel nach Treffen mit Medwedew und dem noch amtierenden Präsidenten Wladimir Putin in Moskau. Die Bundesrepublik wolle Kooperation, aber auch einen offenen und kritischen Dialog mit Moskau pflegen, sagte Merkel. Medwedew sprach sich für eine Fortsetzung der strategischen Partnerschaft aus. Putin bezeichnete Deutschland als einen der weltweit wichtigsten Partner Russlands. Differenzen gibt es in der Frage der Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo ebenso wie über eine weitere Ausdehnung der NATO nach Osten.

BERLIN: Im Streit über das Debakel der SPD in Hessen haben führende Sozialdemokraten SPD-Chef Kurt Beck verteidigt und der Landesvorsitzenden Andrea Ypsilanti die Schuld für die Krise zugeschoben. Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Peter Struck, sagte, die Entscheidung Ypsilantis, eine rot-grüne Minderheitsregierung in Hessen von der Partei "Die Linke" tolerieren zu lassen, habe Beck nicht begrüßt. Gleiches gelte für dessen Stellvertreter Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück. Ypsilanti habe gegen den Rat der SPD-Führung gehandelt. Dessen ungeachtet hatte Beck den Landesverbänden vor rund drei Wochen freie Hand für eine Regierungs-Tolerierung durch die Linkspartei gegeben. An diesem Sonntag ist ein Spitzentreffen bei Beck geplant, bei dem über die mangelhafte parteiinterne Koordination beraten werden soll. Ypsilanti ließ offen, ob sie sich gegebenenfalls doch mit Hilfe der Linken wählen lassen würde.

FRANKFURT AM MAIN: Der für Montag angekündigte bundesweite Bahnstreik im Nah-, Fern- und Güterverkehr scheint unabwendbar. Die Chancen für eine Einigung zwischen der Lokführergewerkschaft -GDL- und der Bahn bei der für diesen Sonntag angesetzten Verhandlungsrunde seien nahe null, sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Der Streit dreht sich um einen Grundlagenvertrag, den die GDL unterzeichnen soll. Nur dann will die Bahn den bereits Ende Januar ausgehandelten Lokführer-Tarifvertrag mit elf Prozent Einkommensplus in Kraft setzen.

KOUROU: Der neue europäische Raumtransporter 'Jules Verne' ist zu seinem ersten Flug ins All gestartet. Eine Trägerrakete vom Typ 'Ariane' brachte das unbemannte und vollautomatische Raumschiff auf den Weg. Es soll in den kommenden Wochen zur Internationalen Raumstation -ISS- fliegen. Dort soll der Raumfrachter selbsttätig andocken, um Versorgungsgüter zu liefern. Das nach dem französischen Science-Fiction-Autor Jules Verne benannte Raumschiff ist über 20 Tonnen schwer. Es ist das größte und vielseitigste Raumfahrzeug, das je in Europa entwickelt wurde. Bei der Versorgung der ISS soll der Raumfrachter die amerikanischen Space Shuttles ersetzen.

ZUM FUSSBALL: In der ersten Bundesliga spielten am Samstag:

München - Karlsruhe 2:0;
Stuttgart - Bremen 6:3;
Bielefeld - Schalke 0:2;
Frankfurt - Bochum 1:1;
Wolfsburg - Cottbus 3:0 und
Duisburg - Rostock 1:1.
Spitzenreiter München hat jetzt sieben Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten Bremen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten zeitweise Regen, sonst heiter und trocken. Höchsttemperaturen zwischen sieben und 13 Grad Celsius.

Am Morgen meldeten bei zumeist bewölktem Himmel:

Hamburg: 7°;
Berlin und Frankfurt am Main: 4°;
Dresden und Köln/Bonn: 6° und
München: 1°.

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