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Nachrichten

Sonntag, 9. Juli 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

IRKUTSK: In der ostsibirischen Stadt Irkutsk sind bei der Bruchlandung eines Airbus 310 nach jüngsten offiziellen Angaben mindestens 118 Menschen ums Leben gekommen. Die russischen Nachrichtenagenturen Interfax und Itar-Tass melden, es könne bis zu 150 Tote gegeben haben. An Bord waren einschließlich der Crew 200 Menschen. Etwa 50 wurden mit Verbrennungen in Kliniken gebracht. Der Airbus war bei der Landung über die Landebahn hinausgeschossen, in ein Gebäude gerast und in Flammen aufgegangen. Viele der Passagiere waren Urlauber, die zum Baikal-See wollten.

NEU DELHI: Indien hat erstmals eine Mittelstreckenrakete getestet, die auch mit Nuklearwaffen bestückt werden kann. Der indische Verteidigungsminister Pranab Mukherjee hatte bereits im Mai mitgeteilt, eine Rakete vom Typ Agni-III stehe zum Abschuss bereit. Raketen dieses Typs könnten von indischem Territorium aus Peking und Schanghai erreichen.

TOKIO: Ungeachtet des Widerstands Chinas drängt Japan auf Strafmaßnahmen gegen das kommunistische Nordkorea wegen dessen jüngsten Raketentests. Außenminister Taro Aso erklärte im Fernsehen, man dürfe sich nicht der Haltung einer einzigen Veto-Macht im Weltsicherheitsrat beugen. Dies sei die falsche Botschaft an Nordkorea. Er erwarte eine Abstimmung über den japanischen Resolutionsentwurf über Sanktionen gegen Pjöngjang an diesem Montag.

TEL AVIV: Israel hat den Vorschlag des palästinensischen Regierungschefs Ismail Hanija für eine beiderseitige Waffenruhe zurückgewiesen. Solange der vor zwei Wochen im Gazastreifen entführte Soldat Gilad Schalit nicht frei sei, gebe es keine Waffenruhe, erklärte die israelische Regierung von Ministerpräsident Ehud Olmert. UN-Generalsekretär Kofi Annan, der sich zurzeit in Deutschland aufhält, äußerte sich extrem besorgt. Er appellierte an die israelische Regierung, die Arbeit der UN-Hilfswerke nicht zu behindern. Israel solle wieder Lebensmittel und Treibstoff in den Gazastreifen lassen. Außerdem müsse das zerstörte Elektrizitätswerk von Gaza repariert werden.

MEXIKO-STADT: Etwa 200.000 Menschen haben in Mexiko eine Neuauszählung der Stimmen der Präsidentschaftswahl gefordert und ihre Unterstützung für den Linkspolitiker López Obrador bekundet. Dieser kündigte an, das Ergebnis der Wahl mit allen Mitteln anzufechten. Er wolle vor das Bundeswahlgericht und den Obersten Gerichtshof ziehen. Außerdem plane er Demonstrationen im ganzen Land. Obrador sieht Unregelmäßigkeiten hinter dem äußerst knappen Wahlsieg seines konservativen Konkurrenten Felipe Calderón. Eine Neuauszählung der Wahlzettel hatte für Calderón den Vorsprung von 200.000 Stimmen ergeben.

VALENCIA: Vor mehreren hunderttausend Gläubigen feiert Papst Benedikt XVI. zur Stunde im spanischen Valencia eine Messe unter freien Himmel. Der Gottesdienst ist zugleich Abschluss des fünften Weltfamilientreffens der katholischen Kirche. Das Treffen versteht sich als internationales Gesprächsforum für theologische und familienpolitische Fragen. Zum Auftakt seines Spanien-Besuchs hatte der Papst am Samstag an die Regierungen und Gesetzgeber appelliert, die Familie zu stärken und ihre traditionelle Rolle für die Gesellschaft zu fördern.

DÜSSELDORF: Im Tarifstreit der bundesweit rund 70.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern ist keine Einigung in Sicht. Die jüngsten Verhandlungen in Düsseldorf wurden am Samstag nach rund zwölf Stunden auf Montag vertagt. Die Ärztegewerkschaft 'Marburger Bund' kündigte an, die Streiks an den rund 700 städtischen Kliniken und Kreiskrankenhäusern auszuweiten. Der 'Marburger Bund' fordert einen Tarifvertrag nach dem Vorbild der Ärzte an Universitätskliniken. Die Kommunen lehnen dies als unbezahlbar ab.

BERLIN: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat seine Forderung nach einem Einsatz der Bundeswehr im Innern bekräftigt. Schäuble sagte der 'Bild am Sonntag', Deutschland sei Teil eines allgemeinen Gefahrenraums. Das zeige auch die Festnahme eines mutmaßlichen El-Kaida-Helfers in Hamburg. Für den Fall, dass sich die Bedrohung konkretisiere, brauche man eine zusätzliche Reserve zur Terrorabwehr. Gegen den mutmaßlichen El Kaida-Helfer war am Samstag Haftbefehl erlassen worden. Der 36-jährige Deutsche marokkanischer Herkunft soll unter anderem Selbstmordattentäter für den Irak rekrutiert haben.

ZUM SPORT: Fußball-Fans in ganz Deutschland haben den 3:1-Sieg der Nationalmannschaft gegen Portugal im so genannten 'kleinen WM-Finale' gefeiert. Vielerorts kam es zu Freudenfesten und Autokorsos. Mit zwei Toren hatte Bastian Schweinsteiger am Samstagabend fast im Alleingang für die Entscheidung gesorgt. Oliver Kahn erklärte nach dem Spiel in Stuttgart seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. An diesem Sonntag will sich das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann in Berlin von den Fans verabschieden. Im Endspiel treffen Frankreich und Italien aufeinander.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend freundlich, örtlich Schauer oder Gewitter bei Höchstwerten zwischen 24 und 30 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 09.07.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8k6a
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