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Nachrichten

Sonntag, 9. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STOCKHOLM: Die Europäische Union, Frankreich und Großbritannien haben scharfe Kritik am Prozess gegen Regierungskritiker im Iran geübt. Unter den mehr als 100 Angeklagten, die sich derzeit in Teheran vor Gericht verantworten müssen, befinden sich auch Mitarbeiter der französischen und der britischen Botschaft sowie eine junge französische Sprachlehrerin. Die iranische Führung müsse begreifen, dass sie mit den Anklagen die gesamte Europäische Union herausfordere, erklärte Schwedens Außenminister Carl Bildt im Namen der EU-Ratspräsidentschaft. Das Verfahren nannte er einen "Scheinprozess". Den Angeklagten wird unter anderem Spionage und das Schüren von Unruhen nach der umstrittenen Wiederwahl von Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad vorgeworfen.

BERLIN: Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung will eine Verfassungsänderung durchsetzen, die der Bundeswehr mehr Rechte bei Geiselbefreiungen einräumt. Der Minister wies darauf hin, dass nach geltender Rechtslage die Polizei für solche Einsätze zuständig sei. Diese könne jedoch nicht immer schnell genug am Ort des Geschehens sein. Auch im Fall des Containerfrachters "Hansa Stavanger" habe sich dadurch die Lage verschärft. Erst habe es auf dem Schiff fünf Piraten gegeben, später dann bis zu 35, sagte Jung der "Bild am Sonntag". Die Anfang April gekaperte "Hansa Stavanger" war erst nach vier Monaten gegen Zahlung eines Lösegeldes in Millionenhöhe freigekommen. Die Reederei hofft darauf, dass zumindest ein Teil des Geldes von Versicherungen erstattet wird.

MADRID: Eineinhalb Wochen nach dem Bombenanschlag auf der spanischen Ferieninsel Mallorca hat sich die baskische Terror-Organisation ETA zu dem Attentat bekannt. Die baskische Zeitung "Gara" erhielt ein entsprechendes Schreiben der Separatistengruppe. Bei dem Anschlag waren zwei Angehörige der Polizeitruppe Guardia Civil getötet worden. In dem Bekennerschreiben übernimmt die ETA zudem die Verantwortung für den Anschlag vor einer Kaserne im nordspanischen Burgos, bei dem Ende Juli mehr als 60 Menschen durch eine Autobombe verletzt worden waren. Auch ein Attentat, bei dem Mitte Juni ein Polizeiinspektor getötet wurde, geht demnach auf das Konto der ETA. Die Organisation bezeichnete den Inspektor in ihrem Schreiben als "Folterer", der gegen linke Aktivisten vorgegangen sei.

TOKIO: Mit einer Schweigeminute haben tausende Menschen in der japanischen Stadt Nagasaki an den Atombombenabwurf vor 64 Jahren erinnert. Die Forderung von US-Präsident Barack Obama nach einer atomwaffenfreien Welt habe die Bewohner Nagasakis sehr beeindruckt, sagte Bürgermeister Tomihisa Tanoue. Die japanische Regierung müsse alles tun, damit diese Vision wahr werde.

NOUAKCHOTT: Vor der französischen Botschaft in Mauretanien hat sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Bei dem Anschlag seien zwei Wachmänner verletzt worden, teilten die Behörden mit. Möglicherweise richtete sich der Anschlag gegen die Bereitschaft der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich, mit dem neuen mauretanischen Präsidenten Mohamed Ould Abdel Aziz zusammenzuarbeiten. Die Opposition wirft dem ehemaligen Putsch-Anführer Wahlbetrug vor.

MOGADISCHU: In der Hauptstadt Somalias sind bei einem Mörser-Angriff islamistischer Rebellen mindestens acht Menschen getötet und 17 verletzt worden. Polizeiangaben zufolge griffen die Rebellen den Flughafen und den Präsidentenpalast an, als Staatschef Sharif Sheikh Ahmed von einem Treffen mit US-Außenministerin Hillary Clinton in der kenianischen Hauptstadt Nairobi zurückkehrte. Clinton hatte Sharif bei seinen Bemühungen um eine Stabilisierung Somalias Unterstützung seitens der USA angeboten. - An diesem Sonntag setzt sie ihre Afrika-Reise mit einem Besuch Angolas fort.

NEW YORK: Bei der Kollision eines Hubschraubers mit einem Kleinflugzeug über dem New Yorker Hudson River sind neun Menschen ums Leben gekommen. Die Rettungskräfte hätten die Hoffnung aufgegeben, noch Überlebende zu finden, sagte Bürgermeister Michael Bloomberg. An Bord des Hubschraubers befanden sich fünf Touristen aus Italien und der Pilot. Das Kleinflugzeug hatte drei Insassen, darunter ein Kind. Der Luftraum über dem Hudson-River ist überfüllt, er wird sowohl von kommerziellen Fluglinien als auch von Privatpiloten und Touristen-Hubschraubern genutzt.

BERLIN: FDP-Chef Guido Westerwelle hat eine Ampelkoalition mit SPD und Grünen nach der Bundestagswahl ausgeschlossen. Er habe das bereits vor einem Jahr gesagt und dem sei nichts hinzuzufügen, sagte Westerwelle im deutschen Fernsehen. Grund für die Absage an eine Ampelkoalition seien keine persönlichen Antipathien, vielmehr passten die Parteiprogramme nicht zusammen. Ziel der Liberalen sei eine Koalition mit der Union, bekräftigte der FDP-Vorsitzende.

BERLIN: Nach ihrer Entlastung in der Dienstwagenaffäre ist Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt nun doch noch ins Wahlkampfteam von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier aufgenommen worden. Die Prüfung durch den Bundesrechnungshof habe klar und eindeutig gezeigt, dass sich die Ministerin vorschriftsgemäß verhalten habe, erklärte Steinmeier.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen wechselnd wolkig und gebietsweise Schauer und Gewitter. Im Osten meist heiter und trocken, erst am Abend wolkiger mit Schauern. Tageshöchstwerte um 20 Grad in Ostfriesland, in Sachsen und Brandenburg kann es bis 30 Grad warm werden.

Am Morgen meldeten bei durchgängig bewölktem Himmel:

Hamburg, Köln/Bonn und München: 18 Grad
Berlin: 16 Grad
Dresden und Frankfurt am Main: 19 Grad

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