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Nachrichten

Sonntag, 8. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Das US-Repräsentantenhaus hat der von Präsident Barack Obama vorangetriebenen Gesundheitsreform zugestimmt. Die Kammer billigte mit knapper Mehrheit und gegen den Widerstand der oppositionellen Republikaner das Projekt. Der Abstimmungserfolg bedeutet einen Etappensieg für Obama, da die Gesundheitsreform sein wichtigstes innenpolitisches Vorhaben ist. Obama will möglichst allen US-Bürgern den Zugang zu einer Krankenversicherung ermöglichen. Die Finanzierung soll über eine Art Reichensteuer für besonders vermögende US-Bürger gesichert werden. Zudem verpflichtet der Entwurf die Arbeitgeber, ihre Mitarbeiter zu versichern. - Bis zur endgültigen Verabschiedung ist es jedoch noch ein langer Weg. Im Senat, in dem die Republikaner die Mehrheit haben, liegt ein eigener Entwurf zur Abstimmung vor. Wann es dort zur Abstimmung kommt, ist offen.

PESHAWAR: Ein Selbstmordattentäter hat in der pakistanischen Stadt Peshawar nach Behördenangaben mindestens zehn Menschen mit in den Tod gerissen. Wie die Polizei mitteilte, sprengte sich der Mann vor dem Haus eines Bezirksbürgermeisters in die Luft, der eine Miliz gegen die radikal-islamischen Taliban aufgestellt hatte. - Die Großstadt Peshawar im Nordwesten Pakistans ist in den vergangenen Monaten mehrfach von Anschlägen erschüttert worden. Die Polizei vermutet, dass sie von islamistischen Taliban verübt wurden.

TEL AVIV: Israels Präsident Schimon Peres hat den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas aufgerufen, seinen angekündigten Rückzug vom Amt noch einmal zu überdenken. Israel wolle einen wirklichen Frieden, das kommende Jahr könne die Unabhängigkeit für das palästinensiche Volk bringen, sagte Peres auf einer Kundgebung in Tel Aviv. Palästinenserpräsident Abbas hatte zuvor angekündigt, er werde sich bei den Wahlen im Januar nicht um eine weitere Amtszeit bewerben. Als Grund dafür nannte er den festgefahrenen Friedensprozess mit Israel.

TOKIO: Wenige Tage vor dem Besuch von US-Präsident Barack Obama in Japan haben Tausende Menschen gegen amerikanische Militärstützpunkte auf der Insel Okinawa protestiert. Nach Angaben der Organisatoren nahmen mehr als 20.000 Menschen an der Kundgebung teil. Die Demonstranten forderten die ersatzlose Schließung einer Marinebasis in der Stadt Ginowan. Die USA wollen den Stützpunkt zwar aufgeben, planen aber auf der südjapanischen Insel eine neue Basis. In Japan sind derzeit fast 47.000 US-Soldaten stationiert.

NEU DELHI: Trotz Protesten aus China hat der Dalai Lama im Nordosten Indiens nahe der tibetischen Grenze einen fünftägigen Besuch begonnen. Ziel der Reise ist im Bundesstaat Arunachal Pradesh ein buddhistisches Kloster. Der Besuch des geistigen Oberhaupts der Tibeter sorgt bei der chinesischen Regierung für Verstimmung, weil das Territorium in der östlichen Himalaya-Region von China beansprucht wird. Indien betont dagegen, dass der dort im Exil lebende Buddhist als Gast jeden Teil des Landes besuchen könne.

BERLIN: Schon kurz vor dem eigentlichen Termin haben in der deutschen Hauptstadt erste Feiern zum Fall der Berliner Mauer vor 20 Jahren begonnen. Tausende Menschen strömten auf den Potsdamer Platz, wo eine symbolische Mauer aus tausend jeweils zweieinhalb Meter hohen Klötzen aufgestellt wurde. Sie sollen am Montag wie Dominosteine umfallen und an das Ende der Mauer erinnern. Zur zentralen Feier werden dann die Staats- und Regierungschefs aller EU-Länder sowie US-Außenministerin Hillary Clinton und der russische Präsident Dmitri Medwedew erwartet. In ihrer wöchentlichen Videobotschaft hatte Merkel die Rolle der DDR- Bürgerrechtler und der Kirchen am 9. November 1989 gewürdigt. Die Bürgerrechtler hätten durch ihr mutiges Eintreten für Freiheit und Demokratie ganz wesentlich dazu beigetragen, dass die Maueröffnung möglich wurde.

BERLIN: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will die Infrastruktur im Westen Deutschlands vorantreiben. Die Konzentration auf Ostdeutschland sei aus Solidarität 20 Jahre lang richtig gewesen. Jetzt aber gebe es im Westen erheblichen Nachholbedarf bei Straße und Schiene, sagte er der "Welt am Sonntag". Eine Privatisierung der Bahn will Ramsauer aber zunächst nicht vorantreiben. Er stehe dafür, dass Schienennetz und Infrastruktur der Bahn dauerhaft in der Hand des Bundes bleiben.

RÜSSELSHEIM: Der Gesamtbetriebsratschef von Opel, Klaus Franz, unterstützt mögliche Überlegungen beim Mutterkonzern General Motors (GM), einen Deutschen zum Chef des Konzerns in Europa zu ernennen. Ein neuer Verantwortlicher bei Opel müsse von außen kommen und Europäer mit Teamgeist sein, forderte Franz. In Medienberichten war unter Berufung auf GM-Kreise über Nachfolgemodelle spekuliert worden. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle warnte derweil den US-Autobauer, bei der Sanierung von Opel grundsätzlich auf Hilfe aus dem Deutschlandfonds zu setzen. Sollte GM einen Antrag auf Staatshilfen stellen, gälten die gleichen Kriterien wie für alle anderen Unternehmen. ­Konzernchef Fritz Henderson wird kommende Woche zu Sondierungsgesprächen in der Rüsselsheimer Opel-Zentrale erwartet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Häufig dicht bewölkt oder trübe, örtlich auch ganztägig neblig. Höchstwerte zwischen vier und zehn Grad.

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