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Nachrichten

Sonntag, 8. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BAGDAD: Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Polizeiakademie in der irakischen Hauptstadt sind nach offiziellen Angaben mindestens 28 Menschen getötet und fast 60 weitere verletzt worden. Die meisten der Toten seien Polizeibeamte oder Rekruten. Der Attentäter sei mit einem Motorrad in eine größere Menschenmenge vor der Polizeischule gefahren und habe dort seine Sprengladung gezündet.

GAZA-STADT: Die israelische Armee hat erneut Luftangriffe im Gazastreifen geflogen. Ziele seien ein Waffenlager militanter Palästinenser sowie zwei Schmuggeltunnel an der Grenze zu Ägypten gewesen, teilten die Streitkräfte mit. Die radikal-islamische Hamas bestätigte den Angriff auf das Gebäude in Gaza-Stadt. Es sei leer gewesen, niemand sei verletzt worden. Zuvor waren auf israelischem Gebiet zwei aus dem Gazastreifen abgefeuerte Raketen niedergegangen. Auch hier wurde niemand verletzt.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama schließt eine Zusammenarbeit der amerikanischen Streitkräfte mit gemäßigten Taliban nicht aus. Die USA könnten den Krieg in Afghanistan nicht gewinnen, sagte Obama in einem Interview der 'New York Times'. Die Lage habe sich in den letzten Jahren weiter verschlechtert, sagte der Präsident und verwies auf Parallelen zum Irak. Eine Annäherung an islamistische Fundamentalisten habe sich dort als erfolgreich für eine Befriedung des Landes erwiesen.

KÖLN: Mehr als vier Tage nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs ist unter den Trümmern eine Leiche gefunden worden. Nach Angaben der Polizei ist noch unklar, ob es sich um einen der beiden vermissten Bewohner eines mit eingestürzten Nebenhauses handelt. Das Ergebnis der Obduktion werde im Laufe des Tages vorliegen. Die Rettungskräfte hatten erst am Freitag mit der Suche nach den beiden vermissten Männern beginnen können. Zuvor hatten Einsturzgefahr und Regen intensivere Bergungsarbeiten verhindert.

BERLIN: Die CDU plädiert für einen Stopp der Erweiterung der Europäischen Union. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, geht das aus dem ihr vorliegenden CDU-Programm für die Europawahl hervor. Demnach weist die Partei auf die Ausdehnung der EU von 15 auf 27 Mitgliedsstaaten innerhalb weniger Jahre hin. Nach diesen Anstrengungen sei eine Phase der Konsolidierung notwendig. Eine Ausnahme von dieser Regel könne es nur für Kroatien geben. In diesem Zusammenhang bekräftigt die CDU auch ihr Nein zu einem EU-Beitritt der Türkei.

PJÖNGJANG: In Nordkorea ist mit mehrmonatiger Verspätung ein neues Parlament gewählt worden. In dem kommunistischen Land stand pro Wahlbezirk nur ein Kandidat zur Wahl, der von der Kommunistischen Partei aufgestellt oder direkt von Machthaber Kim Jong Il benannt worden war. Die Wahl zur Obersten Volksvertretung, dem Scheinparlament des stalinistischen Staates, könnte Hinweise auf einen möglichen Nachfolger von Staatschef Kim geben. Sollte sein jüngster Sohn Kim Jong Un in das Parlament gewählt werden, wäre dies ein mögliches Anzeichen, dass er schon bald in höhere Ämter aufrücken könnte.

HAMBURG: Die von der Bundesmarine festgesetzten somalischen Piraten werden nun doch nicht vor ein deutsches Gericht gestellt. Das hat die Hamburger Staatsanwaltschaft entschieden, nachdem das Hamburger Amtsgericht zuvor Haftbefehl gegen die Männer erlassen hatte. Es gebe kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung in Deutschland, hieß es. Stattdessen soll den neun Männern in Kenia der Prozess gemacht werden. Die Seeräuber befinden sich derzeit auf der Fregatte "Rheinland-Pfalz", die sich auf dem Weg in die kenianische Hafenstadt Mombasa befindet. Die Piraten hatten am Dienstag versucht, einen deutschen Frachter zu entern. Die Bundesmarine vereitelte den Plan und nahm die Männer fest.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden meist trocken und gebietsweise etwa Sonne. Sonst von der Nordsee her Übergang zu wechselnder Bewölkung mit vereinzelten Schauern. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen vier und zehn Grad.

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