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Nachrichten

Sonntag, 8. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TOKIO: Die sieben größten Industrie-Nationen sowie Russland haben sich gemeinsam mit China, Indien und Südkorea besorgt über die jüngsten rasanten Kostensprünge beim Rohöl geäußert. Befürchtet wird die Möglichkeit einer weltweiten wirtschaftlichen Rezession. Bei ihren Beratungen im nordjapanischen Aomori bezeichneten die Energieminister der Teilnehmerländer den hohen Ölpreis in einer gemeinsamen Erklärung als undurchdacht und drängten auf schnelle Lösungen für das Problem. Sie vereinbarten darüber hinaus ein Energie-Effizienz-Programm, durch das Informationen über Sparmöglichkeiten zügiger ausgetauscht werden sollen. Südkorea kündigte zudem an, seine Regierung werde einkommensschwache Bürger mit umgerechnet 6,5 Milliarden Euro beim Benzin-Einkauf unterstützen.

SANKT PETERSBURG: Der russische Staat will sich nach Aussage des stellvertretenden Regierungschefs, Igor Schuwalow, teilweise aus strategischen Branchen der Wirtschaft zurückziehen, die noch mit Einschränkungen für ausländische Investoren belegt sind. Dies habe der neue Präsident Dmitri Medwedew angeordnet, sagte er auf dem internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg. Genaue Angaben über die betroffenen Geschäftsfelder machte Schuwalow nicht. Unter Präsident Wladimir Putin durften Ausländer eine Mehrheit unter anderem in Flugzeug-, Atom- oder Rüstungsindustrie des Landes nur mit staatlicher Genehmigung und unter Auflagen erwerben. Dies war im Westen als Investitionshürde kritisiert worden.

TEHERAN: Der irakische Ministerpräsident Nuri al Maliki ist zu politischen Gesprächen im Iran. Während des dreitägigen Besuches zwischen den ehemaligen Kriegsparteien geht es unter anderem auch um ein geplantes Militärabkommen der Regierung in Bagdad mit den USA. Die Führung in Teheran hat den Irak davor gewarnt, einen langfristigen Pakt mit den USA einzugehen. Sie befürchtet einen möglichen amerikanischen Angriff aus dem Nachbarland und macht die US-Truppen zudem für die unsichere Lage im Irak verantwortlich. Die irakische Führung hat ihrerseits mehrfach versichert, sie wolle nicht zum Schauplatz eines Stellvertreter-Krieges zwischen den USA und dem Iran werden.

SANKT PETERSBURG: Das von Russland gebaute iranische Kernkraftwerk Buschehr steht offenbar kurz vor der Fertigstellung. Die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme der Anlage sollten im Herbst beginnen, sagte der Chef der russischen Atombehörde, Sergej Kirijenko, nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Interfax in St.Petersburg. - Die Bauarbeiten an dem ersten Atomkraftwerk des Iran dauern bereits zehn Jahre. - Als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates warnt Russland den Iran vor dem möglichen Bau von Atomwaffen, unterstützt das Land aber bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie.

BERLIN: Die Gaspreise werden nach Ansicht des Bundesumweltministeriums in diesem Jahr weitaus stärker steigen als bislang erwartet. Der Parlamentarische Staatssekretär Michael Müller sagte der Zeitung 'Welt am Sonntag', über die bereits bekanntgewordenen 25 Prozent hinaus könne es im Herbst noch einmal eine Erhöhung des Gaspreises um bis zu 40 Prozent geben. Ein Grund sei der hohe Ölpreis. - Nach Auffassung des SPD-Politikers ist die Preisbindung von Öl und Gas nicht mehr zeitgemäß.

DRESDEN: In Sachsen sind rund 2,9 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Bürgermeister, Landräte und Kreistage neu zu bestimmen. Besondere Aufmerksamkeit liegt auf der Oberbürgermeisterwahl in Dresden, wo die bisherige CDU-Sozialministerin Helma Orosz als aussichtsreichste Kandidatin gilt. Das parteilose Stadtoberhaupt Lutz Vogel war zwei Jahre lang nur kommissarisch im Amt. Erstmals tritt bei den Kommunalwahlen die NPD flächendeckend im Land an. Nach Schätzungen könnte die rechtsextreme Partei in einigen Regionen wie dem Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge oder Riesa-Großenhain ein zweistelliges Ergebnis erzielen.

FRANKFURT AM MAIN: Nach dem Bespitzelungsskandal bei der Deutschen Telekom hat jetzt die Lufthansa eingeräumt, vor einigen Jahren einen Journalisten der 'Financial Times Deutschland' ins Visier genommen zu haben. Ein Sprecher sagte, 1999 und 2000 seien interne Informationen unerlaubt an Reporter weitergegeben worden. Um zu erfahren, wer aus dem Aufsichtsrat hierfür verantwortlich gewesen sei, habe man auf rechtlich einwandfreiem Weg die undichte Stelle aufgespürt. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins 'Der Spiegel' nutzte die Fluggesellschaft interne Passagierdaten, um auf die Spur des Informanten zu kommen.

TOKIO: Ein Amokläufer hat in einem bekannten Einkaufsviertel der japanischen Hauptstadt mindestens sechs Menschen erstochen und 12 weitere verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich. Örtliche Rundfunk- und Fernsehsender berichten, der Verdächtige sei mit einem Lastwagen in eine Fußgängergruppe gefahren und habe anschließend wahllos auf die Passanten eingestochen. Der mutmaßliche Täter sei 25 Jahre alt und von der Polizei festgenommen worden. Über seine Beweggründe für die Bluttat ist noch nichts bekannt.

ZUM SPORT: Bei der Fußball-Europameisterschaft trifft Mit-Gastgeber Österreich heute in Wien auf Kroatien. Für die deutsche Nationalmannschaft beginnt die EM mit dem Spiel gegen Polen in Klagenfurt. Dort kam es gestern Abend zu einzelnen Zusammenstößen zwischen betrunkenen deutschen und polnischen Fans. Die Polizei trennte die Randalierer und nahm sieben Deutsche fest. - Zum Auftakt trennten sich die Schweiz und Tschechien 0:1. Portugal besiegte die Türkei 2:0.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nördlich der Mittelgebirge verbreitet sonnig und trocken. Nach Süden hin wolkig mit Aufheiterungen, örtlich Schauer und Gewitter. Höchstwerte im Süden 17 bis 23 Grad, im Norden bis 30 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 22 Grad, wolkenlos;
Berlin: 21 Grad, fast wolkenlos;
Dresden: 19 Grad, fast wolkenlos;
Köln/Bonn: 15 Grad, bedeckt;
Frankfurt am Main: 13 Grad, leicht bewölkt und
München: 14 Grad, bedeckt.

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