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Nachrichten

Sonntag, 8. Juli 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag

BAGDAD: Bei dem verheerenden Anschlag am Samstag im Nordirak sind nach jüngsten Angaben deutlich mehr Menschen getötet worden als bislang angenommen. Polizei und Bürgermeister des Ortes Tus Churmato teilten mit, die Zahl der Todesopfer habe sich auf mindestens 130 erhöht, etwa 20 Personen würden noch vermisst. Mehr als 250 Menschen seien verletzt worden, als sich der Selbsmordattentäter auf einem Markt mit seinem Lastwagen in die Luft gesprengt habe. Durch die Wucht der Explosion wurden zudem dutzende Häuser und Geschäfte zerstört. Zunächst waren die Sicherheitskräfte von rund 100 Toten ausgegangen.

TEL AVIV: Die israelische Regierung hat die Haftentlassung von 250 Mitgliedern der palästinensischen Fatah-Partei von Präsident Mahmud Abbas gebilligt. Das meldet der israelische Rundfunk. Die genaue Zusammensetzung der Häftlingsliste stehe allerdings noch nicht fest. Ministerpräsident Ehud Olmert hatte die Freilassung der Gefangenen bei einem Gipfeltreffen mit Abbas im ägyptischen Scharm el Scheich vor knapp zwei Wochen angekündigt. Israel will damit die gemäßigten Kräfte der Palästinenser im Westjordanland aus dem Umfeld von Abbas und Fatah unterstützen, nach dem die radikal-islamische Hamas im Gazastreifen die alleinige Macht übernommen hat.

ISLAMABAD: Die Belagerung der seit Tagen von Islamisten besetzten Roten Moschee in Islamabad geht weiter. Hunderte pakistanische Soldaten zogen den Belagerungsring um den Gebäudekomplex enger. Dabei kam es zu Schußwechseln, bei denen mindestens ein Mensch getötet wurde. Sicherheitskräfte sprengten mehrere Löcher in die Mauer um das Moschee-Gelände. Damit sollten Fluchtwege geschaffen werden, vor allem für Frauen und Kinder, hieß es. Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf hatte die Islamisten am Samstag ultimativ aufgefordert, sich zu ergeben. Andernfalls würden sie getötet. Die Zahl der in dem Moschee-Komplex verbliebenen Menschen ist unklar. Die Behörden sprechen von bis zu 2.000 Personen. Viele von ihnen sollen gegen ihren Willen festgehalten werden.

RIO DE JANEIRO: Auf allen fünf Kontinenten haben internationale Rock- und Popstars mit Großkonzerten für den Klimaschutz geworben. Die 'Live-Earth'-Konzerte in New York und Rio de Janeiro gingen am frühen Morgen als letzte zu Ende. Begonnen hatte der Konzertmarathon in Sydney, es folgten Tokio, Schanghai, Hamburg, London, Johannesburg und Washington. Hunderttausende Menschen verfolgten die Konzerte, bei denen rund 150 Künstler auftraten. Der 'Live Earth'-Initiator, der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore, forderte neue Gesetze und Technologien im Kampf gegen die Erderwärmung. Nur so sei der Klimawandel in den Griff zu bekommen. Er rief die Menschen dazu auf, mehr Druck auf die Regierenden auszuüben, um sie zum Handeln zu bewegen. Den Konzerten soll nun eine dreijährige Kampagne folgen, die über die Folgen des Klimawandels aufklären soll.

KIEL: Die Pannenserie in norddeutschen Atomkraftwerken reißt nicht ab. Nach Angaben der Landesregierung von Schleswig-Holstein kam es beim Wiederanfahren des Kernkraftwerks Brunsbüttel am 1. Juli gleich zwei Mal offenbar durch Fehlbedienungen des Personals zu Absperrungen im Reaktorwasserreinigungssystem. Das meldepflichtige Ereignis sei der Aufsichtsbehörde mit Verzögerung gemeldet worden, teilte ein Sprecher in Kiel mit.--Der Atommeiler Brunsbüttel an der Unterelbe war am 28. Juni nach einem Kurzschluss in einer Schaltanlage automatisch heruntergefahren worden.

FRANKFURT AM MAIN: Aufmärsche der rechtsextremen NPD in Frankfurt am Main und in Rostock in Mecklenburg-Vorpommern haben bis in die Nacht zum Teil gewalttätige Proteste von linken Gegendemonstranten ausgelöst. In Frankfurt wurden Brandanschläge auf Signalanlagen der Bahn mit einem geschätzten Sachschaden von 300.000 Euro verübt. In der hessischen Finanzmetropole hatten am Samstag anläßlich einer NPD-Kundgebung mehrere tausend Menschen gegen Rechtsextremisums und Fremdenfeindlichkeit demonstriert. Oberbürgermeisterin Petra Roth sagte, in Frankfurt sei kein Platz für Dummheit und Engstirnigkeit.

BERLIN: Die Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn gehen an diesem Sonntag in eine neue Runde. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA wollen dabei mehr heraushandeln, als die vom Bahnmanagement zuletzt angebotenen 3,4 Prozent mehr Lohn und eine Einmalzahlung von 450 Euro. Ziel der Gewerkschaften sind sieben Prozent mehr Geld für die 134.000 Beschäftigten. Die Gewerkschaft der Lokführer nimmt nicht an den Tarifverhandlungen nicht teil und plant für diese Woche weitere Warnstreiks. Damit soll der von der Bahn kategorisch abgelehnten Forderung nach bis zu 31 Prozent mehr Lohn und einem eigenen Tarifvertrag Nachdruck verliehen werden.

SEATTLE: Einen Tag vor der Weltpremiere des neuen Boeing- Langstreckenflugzeuges 787 Dreamliner hat die Fluggesellschaft Air Berlin den Kauf von 25 der Maschinen angekündigt. Die Bestellung habe einen Wert von vier Milliarden US-Dollar, teilte Boeing in Seattle mit. Nach Angaben von Air Berlin wurde allerdings ein erheblicher Preisnachlass ausgehandelt. Die Maschinen sollen zwischen 2013 und 2017 geliefert werden. Das Unternehmen habe sich zudem Kaufrechte und -optionen über 25 weitere Maschinen vom Typ 787 gesichert. Laut Boeing handelt es sich um die größte Einzelbestellung aus Europa.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend heiter, im Nordosten noch einige Wolkenfelder. Höchstwerte 20 bis 27 Grad, an der Küste etwas kühler.

Am Morgen meldeten bei nahezu wolkenlosem Himmel:

Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt am Main: 16 Grad;
Dresden: 17 Grad sowie
München: 19 Grad.

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