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Nachrichten

Sonntag, 8. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DRESDEN: In den sächsischen Hochwassergebieten laufen die Rettungsarbeiten weiter auf Hochtouren. Wie eine Sprecherin des Katastrophenstabs mitteilte, haben die Einsatzkräfte im Landkreis Görlitz inzwischen fast 1500 Menschen vor den Fluten in Sicherheit gebracht. Die Evakuierungsmaßnahmen würden fortgesetzt. Zuvor war nach heftigen Regenfällen und dem Bruch einer Staumauer am Witka-See im polnischen Grenzgebiet der Pegel der Neiße auf über sieben Meter gestiegen. Normal ist ein Stand von 1 Meter 70. Im Landkreis Görlitz gilt seit Samstag Katastrophenalarm. Von dem Hochwasser betroffen sind auch die Nachbarländer Polen und Tschechien. Mindestens acht Menschen kamen bislang ums Leben. In Sachsen ertranken drei Bewohner eines Mehrfamilienhauses, als sie im Keller von den Fluten überrascht wurden.

BERLIN: In Deutschland sollen in wenigen Wochen erstmals Körperscanner zu Kontrollzwecken an Flughäfen eingesetzt werden. Ende September werde ein Test am Flughafen Hamburg beginnen, kündigte Bundesinnenminister de Maizière in der Zeitung "Bild am Sonntag" an. Der CDU-Politiker betonte, sogenannte "Nacktscanner", bei denen Körper-Details der Menschen zu erkennen sind, werde es in Deutschland nicht geben. Vielmehr würden Personen "wie Strichmännchen" dargestellt. Die im Scanner erzeugten Daten sollen sofort nach der Kontrolle wieder gelöscht werden. Während der Testphase wird es den Passagieren freigestellt, ob sie sich durchleuchten lassen oder nicht.

KABUL: Im Süden Afghanistans sind bei mehreren Anschlägen der Taliban insgesamt fünf Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF getötet worden. Angaben zur Nationalität der Getöteten machte die NATO wie üblich nicht. Damit sind in diesem Jahr in Afghanistan bereits 422 ausländische Soldaten getötet worden. - Empörung hat die Ermordung von Mitarbeitern einer christlichen Hilfsorganisation ausgelöst. Die Bundesregierung verurteilte den feigen Mord und forderte die Bestrafung der Täter. - Das internationale Ärzteteam, eine Deutsche, sechs US-Bürger und ein Brite sowie zwei ihrer afghanischen Begleiter waren im Nordosten Afghanistans ermordet worden. Die Taliban bekannten sich zu der Tat.

ISLAMABAD: Neue Regenfälle haben die Lage in den Hochwassergebieten Pakistans weiter verschärft. In den Provinzen Punjab und Sindh brachte die Armee tausende Menschen vor den Fluten in Sicherheit. Das Hochwasser habe dort mehrere Dämme durchbrochen, teilte ein Sprecher mit. Inzwischen seien 15 Millionen Menschen von der schwersten Flutkatastrophe in Pakistan seit 80 Jahren betroffen, hieß es in Agenturberichten. Mehr als 1600 Menschen kamen bislang ums Leben. Die NATO kündigte an, sie wolle Pakistan bei der Bewältigung der Flutkatastrophe unterstützen und den Transport von Hilfsgütern organisieren.

MOSKAU: In Russland breiten sich die Wald- und Torfbrände trotz der Bemühungen hunderttausender Einsatzkräfte weiter aus. Die Flammen tobten jetzt auf einer Fläche von knapp 200.000 Hektar, hieß es in Agenturberichten aus Moskau. Durch die Torfbrände rund um Moskau herrscht in der russischen Hauptstadt dichter Smog. Die Schadstoffkonzentration in der Luft liegt um mehr als das Sechsfache über den zulässigen Grenzwerten. - Die Bundesregierung in Berlin kündigte an, es würden 100.000 Atemschutzmasken und technisches Gerät zur Brandbekämpfung nach Russland geschickt.

SEOUL: Südkoreas Staatspräsident Lee hat seine Regierung umgebildet und einen neuen Ministerpräsidenten ernannt. Der frühere Provinzgouverneur Kim werde das Amt des zurückgetretenen Regierungschefs Chung übernehmen, teilte das Präsidialamt in Seoul mit. Außerdem würden sieben Minister ausgetauscht. Es ist die größte Kabinettsumbildung seit Amtsantritt des konservativen Präsidenten Anfang 2008.

WASHINGTON: Beim bisher längsten Außeneinsatz in der Geschichte der Internationalen Raumstation ISS ist es zwei US-Astronauten nicht gelungen, eine defekte Kühlpumpe auszutauschen. Während der achtstündigen Arbeiten sei aus einem Ventil giftiges Ammoniak ausgetreten, teilte die US-Weltraumbehörde NASA mit. Die Reparaturarbeiten seien deshalb abgebrochen worden. Ein weiterer Außeneinsatz sei wahrscheinlich.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist bewölkt und vielfach teils kräftiger Regen, örtlich auch Gewitter. Auflockerungen vor allem östlich der Elbe. Höchstwerte 18 bis 24 Grad.

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