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Nachrichten

Sonntag, 8. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

VATIKANSTADT: Mit rund 100.000 Gläubigen hat Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz in Rom die Ostermesse gefeiert. In seiner Osterbotschaft zeigte sich das katholische Kirchenoberhaupt besorgt über das anhaltende Leid der Menschen in der Dritten Welt. Dabei verwies der Papst besonders auf die Konflikte in Afrika. So würden die Ausmaße der humanitären Krise in der sudanesischen Krisenregion Darfur weiterhin unterschätzt. Auch die neu eskalierende Gewalt in Somalia und die Krise in Simbabwe vergrößerten die Not der Menschen. Zur Lage in Nahost erklärte Benedikt, hier gebe es "Zeichen der Hoffnung im Dialog zwischen Israel und den palästinensischen Autoritäten". Nach der Ostermesse richtete der Papst seine Ostergrüße in mehr als 60 Sprachen an die Gläubigen. Höhepunkt der Zeremonie war der traditionelle Segen "Urbi et orbi".

JERUSALEM: Tausende Pilger aus aller Welt haben in Jerusalem Ostern gefeiert. In der Grabeskirche in der Altstadt zelebrierte der lateinische Patriarch Michel Sabbah die heilige Messe. Er war zuvor an der Spitze einer Prozession in der Kirche eingetroffen. In seiner Osterbotschaft forderte Sabbah erneut ein Ende des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern. Nach dieser Messe feierten auch Repräsentanten der anderen christlichen Kirchen, darunter die griechischen Orthodoxen, die Armenier und die Kopten, in der Grabeskirche. Nach palästinensischen Angaben konnten wegen israelischer Blockademaßnahmen nur wenige palästinensische Christen an den Feierlichkeiten teilnehmen. MAINZ: Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, hat in seiner Osterpredigt dazu aufgerufen, auch Menschen mit 'tiefer Schuld' eine neue Chance zu geben. Fehlgeleitete Menschen dürften nicht aufgegeben werden, sagte Lehmann bei einem Gottesdienst in Mainzer Dom. Damit spielte er offenbar auf die Diskussion um die Haftentlassung früherer RAF-Terroristen an.

BERLIN: Der Klimawandel kann nach Einschätzung des Umweltbundesamtes nur noch mit Milliarden-Investitionen aufgehalten werden. Um die Erderwärmung zu stoppen, müssten die Industriestaaten den Ausstoß so genannter Treibhausgase bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent reduzieren, sagte der Präsident der Behörde, Andreas Troge. In Deutschland wären dazu jährliche Investitionen von vier Milliarden Euro erforderlich, meinte Troge im Interview mit der Zeitung 'Bild am Sonntag'. Das Geld solle vor allem in erneuerbare Energien und Wärmedämmung fließen. - Der ehemalige Chef des UN-Umweltprogramms, Klaus Töpfer, bezeichnete Deutschland als einen der größten Klimaschädiger der Welt. In der deutschen Klimapolitik gebe es einen erheblichen Widerspruch zwischen Anspruch und Handeln, sagte Töpfer.

BAGDAD: In der irakischen Stadt Mahmudija südlich von Bagdad sind nach Polizeiangaben bei einer heftigen Explosion mindestens 15 Menschen getötet worden. Ein Krankenhaussprecher gab die Zahl der Verletzten mit 30 an. Viele Leichen sollen noch unter Trümmern vergraben sein. Über die Ursache der Explosion gab es unterschiedliche Angaben. Während die Polizei von einem Raketenangriff sprach, handelte es sich dem Bürgermeister zufolge um eine Autobombe. Bei der Explosion wurden viele Geschäfte dem Erdboden gleich gemacht.

KABUL: Bei einem Bombenanschlag im Süden Afghanistans ist ein NATO-Soldat getötet worden. Ein weiterer wurde verletzt, wie eine Sprecherin der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe mitteilte. Weitere Einzelheiten über die Opfer oder den Ort des Anschlags nannte sie nicht. Am Vortag hatten mehr als 1.000 Soldaten der ISAF und afghanische Sicherheitskräfte die von den Taliban gehaltene Stadt Sangin in Südafghanistan zurückerobert.

TEHERAN: Der Iran hat das Recht auf sein umstrittenes Atomprogramm betont. Die Islamische Republik sei jedoch offen, den Westen in Gesprächen davon zu überzeugen, dass die Urananreicherung friedlichen Zwecken diene, sagte Außenministeriums-Sprecher Mohammed Ali Hosseini. Die Gespräche müssten jedoch ohne Vorbedingungen stattfinden. Hosseini betonte zudem, der Iran sei umfassend vorbereitet, sich gegen einen möglichen Angriff zu verteidigen.

MANILA: Bei einer Schießerei in einem Militärdepot im Süden der Philippinen sind zehn Menschen getötet worden. Die Armee verdächtigt einen Rebellen der islamischen Terrorgruppe Abu Sayyaf als Täter. Er soll sich bei anrückender Verstärkung selbst getötet haben. Ebenfalls im Süden des Landes überfielen mutmaßliche kommunistische Guerillas ein Gefängnis und erbeuteten hunderte von Waffen. MADRID: Die baskische Untergrundorganisation ETA hat sich erstmals seit Januar wieder zu Wort gemeldet und sich zu weiteren Schritten im stockenden Friedensprozess bereit erklärt. Voraussetzung sei, dass der spanische Staat seine 'Angriffe' im Baskenland unterlasse, erklärte die ETA in einem Interview mit der baskischsprachigen Zeitung 'Gara'. Im Januar hatte die Gruppe die Verantwortung für einen Bombenanschlag am Flughafen von Madrid übernommen, bei dem zwei Menschen getötet wurden. Der spanische Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero hatte nach dem Anschlag erklärt, der Friedensprozess mit der ETA sei unterbrochen.

ZUM SPORT: Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso hat den Großen Preis von Malaysia gewonnen. Der spanische McLaren-Mercedes-Pilot kam vor seinem britischen Teamkollegen Lewis Hamilton und dem finnischen Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen ins Ziel. Bester Deutscher auf der Rennstrecke in Sepang war Nick Heidfeld im BMW-Sauber, der den vierten Platz belegte.

ATHEN: Die griechische Küstenwache hat 34 illegale Einwanderer vor der ägäischen Insel Chios aus dem Meer gerettet. Die aus verschiedenen Staaten des Nahen Ostens stammenden Menschen waren in einem Fischerboot von der Türkei aus gestartet. Als die Küstenwache sie entdeckte, zündeten sie ihr Boot an und sprangen ins Wasser.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zwischen Schleswig-Holstein und der Lausitz viele Wolken, teils mit Regen. Nach Süden und Südwesten hin vielfach heiter. Höchstwerte zwischen acht Grad auf Rügen und bis zu 20 Grad am Oberrhein.

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