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Nachrichten

Sonntag, 7. September 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier soll Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl 2009 werden. In übereinstimmenden Medienberichten heißt es, Parteichef Kurt Beck verzichte zugunsten Steinmeiers darauf, als Herausforderer gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, anzutreten. Darauf hätten sich Beck und Steinmeier geeinigt, nachdem seit Monaten über die Kanzlerkandidatur spekuliert worden war. Weiter heißt es, die SPD-Spitze wolle Steinmeier an diesem Sonntag auf einer Tagung in der Nähe von Potsdam offiziell nominieren. Unionspolitiker reagierten in ersten Stellungnahmen kritisch. Sollte Steinmeier nominiert werden, vertiefe dies die inhaltliche Zerstrittenheit der Sozialdemokraten, so die CSU. Als Mitinitiator der Arbeitsmarktreform 'Agenda 2010' werde die Parteilinke ihn auch als Kanzlerkandidat nicht unterstützen.

PEKING: Am Rande der Paralympischen Spiele ist Bundespräsident Horst Köhler in Peking mit dem chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao zusammengetroffen. Beide vereinbarten, den Dialog über Menschenrechtsfragen fortsetzen zu wollen. Köhler sagte nach dem Treffen, das Thema sei in überraschender Offenheit besprochen worden. Zugleich habe er dem chinesischen Präsidenten nochmals erklärt, er sei zur Eröffnungsfeier der Paralympics gekommen, um den Menschen mit Behinderungen besondere Aufmerksamkeit geben. Nach einer glanzvollen Eröffnungsfeier mit tausenden Tänzern starten an diesem Sonntag die sportlichen Wettbewerbe. Rund 4.000 körperbehinderte Athleten aus 148 Ländern kämpfen zehn Tage lang um Medaillen.

ERIWAN: Die zerstrittenen Nachbarländer Türkei und Armenien wollen ihre Beziehungen verbessern. Die Präsidenten Abdullah Gül und Sersch Sarkissjan betonten bei einem als historisch bezeichneten Treffen in Eriwan ihren Willen, die bilateralen Probleme zu überwinden. Anlass des Gül-Besuchs in der ehemaligen Sowjetrepublik war das Fußball-WM-Qualifikationsspiel Armenien - Türkei. - Das Verhältnis zwischen beiden Ländern wird durch unterschiedliche Deutungen der Massaker an Armeniern im Osmanischen Reich im Jahre 1915 mit hunderttausenden Toten belastet. Die Türkei lehnt die Forderung Armeniens ab, die Gräueltaten als Völkermord anzuerkennen.

BERLIN: Vor dem Besuch des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy am Montag in Moskau haben die Außenminister der Europäischen Union nochmals den Abzug der russischen Truppen aus Georgien gefordert. Bei ihrem Treffen im südfranzösischen Avignon riefen sie Russland auf, den vor mehr als drei Wochen unterzeichneten Sechs-Punkte-Plan der EU endlich umzusetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich vorsichtig optimistisch, dass der Besuch Sarkozys zu einem Einlenken Russlands und einer Normalisierung der Beziehungen beitragen werde. Die Europäische Union wolle die Beziehungen zu Russland weiter pflegen, sagte die Kanzlerin in einem Rundfunkinterview.

LUANDA: Nach ersten Auszählungen hat in Angola die Regierungspartei MPLA einen deutlichen Sieg bei der Parlamentswahl errungen. Die nationale Wahlkommission teilte mit, dass die MPLA mehr als 80 Prozent der Stimmen erhalten habe. Wegen teilweise chaotischer Zustände in und vor den Wahllokalen -vor allem in der Hauptstadt Luanda- war die Abstimmung um einen Tag verlängert worden. Die Oppositionspartei UNITA verlangte, die erste Wahl seit 16 Jahren zu annullieren und zu wiederholen. Dagegen bezeichneten Beobachter der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft SADC die Abstimmung als frei, transparent und glaubwürdig. Schon vor der Wahl waren der ehemaligen Rebellengruppe UNITA nur geringe Chancen auf einen Wahlerfolg eingeräumt worden.

HONGKONG: In Hongkong wird ein neues Parlament gewählt. Zu entscheiden ist über die Besetzung von 30 Mandaten in der Gesetzgebenden Versammlung. Weitere 30 Sitze werden von Interessengruppen wie Unternehmern und Ärzten bestimmt. Wahlberechtigt sind rund 3,4 Millionen Einwohner. Die einstige britische Kronkolonie gehört seit 1997 als Sonderverwaltungszone zu China. Derzeit wird der Verwaltungschef für Hongkong von der chinesischen Regierung ernannt. Ab 2017 soll er von den Hongkonger Bürgern selbst gewählt werden.

VENEDIG: Der New Yorker Regisseur Darren Aronofsky hat beim 65. Internationalen Filmfestival in Venedig den Goldenen Löwen gewonnen. Er erhielt den Preis für seinen Streifen "The Wrestler" mit Mickey Rourke in der Hauptrolle als alternder Show-Ringer. Der Silberne Löwe für die beste Regie ging an den jungen Russen Alexej German Jr. für "Bumaznyj soldat" ("Paper Soldier"). Als bester Schauspieler wurde der Italiener Silvio Orlando im Film "Il papà di Giovanna" ("Giovanna's Father") ausgezeichnet, als beste Darstellerin die Französin Dominique Blanc für ihre Rolle in dem Streifen "L'Autre" ("The Other One"). --- Der deutsche Regisseur Werner Schroeter erhielt einen Spezial-Löwen für sein Gesamtwerk zuerkannt. - Mit dem Sonderpreis der Jury wurde das äthiopische Epos "Teza" von Haile Gerima geehrt.

BERLIN: Die kulturelle Arbeit im Ausland gewinnt nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel zunehmend an Bedeutung. Angesichts der Globalisierung werde dies für Deutschland immer wichtiger, sagte die Kanzlerin in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft. Rund 150. 000 junge Menschen, die an einem Goethe-Institut im Ausland die deutsche Sprache studierten, lernten damit auch etwas über Deutschland und entschieden sich vielleicht, dort zu studieren. Damit knüpften sie Bande ihrer Länder in die Bundesrepublik, was für die Anbahnung von wirtschaftlichen Kontakten sehr wichtig sei, hob Merkel hervor.

MIAMI: Der wiedererstarkte Hurrikan "Ike" hat in der Karibik die Angst vor erneuten Überschwemmungen und Zerstörungen geschürt. Das Nationale US-Hurrikan-Zentrum in Miami bezeichnete den Wirbelsturm als extrem gefährlich und stufte ihn in die Kategorie vier der insgesamt fünfstufigen Skala ein. "Ike" bedroht die Bahamas und Kuba. Auch Haiti und der US-Bundesstaat Florida bereiten sich auf ein mögliches Eintreffen des Sturms vor. Auf Haiti stieg die Zahl der Todesopfer durch den vorangegangenen Hurrikan "Hanna" auf mehr als 500.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Südosten länger andauernder Regen, örtlich Gewitter. Sonst wechselnd bewölkt mit Auflockerungen. Temperaturen zwischen 15 und 23 Grad Celsius.

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