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Nachrichten

Sonntag, 7. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MONROVIA: Bundeskanzlerin Angela Merkel beendet an diesem Sonntag ihre Afrika-Reise mit einem kurzen Aufenthalt in Liberia. Für sechs Stunden wird Merkel das bis vor wenigen Jahren von einem Bürgerkrieg heimgesuchte Land besuchen. Sie will damit vor allem ein Zeichen der Solidarität mit der Präsidentin des westafrikanischen Landes, Ellen Johnson-Sirleaf, setzen. Sie ist das erste gewählte weibliche Staatsoberhaupt des Kontinentes. - Am Samstag hatte die Kanzlerin zum Abschluss ihres Südafrikabesuchs in Kapstadt ein Umweltprojekt und eine Klinik für aidskranke Kinder besucht.

BERLIN: Die jüngsten deutschen Opfer eines Selbstmordanschlages in Afghanistan sind schwerer verletzt als bisher bekannt. Die Bundeswehr bestätigte Presseinformationen, wonach ein Soldat schwer verletzt worden sei und operiert werden musste. Die beiden anderen Männer hätten mittlere Verletzungen bei dem Attentat in Kundus erlitten. Alle drei seien allerdings außer Lebensgefahr und sollten am Montag nach Deutschland zurückkehren, hieß es weiter.

ISLAMABAD: Im Nordwesten Pakistans hat es wieder Kämpfe zwischen islamistischen Rebellen und Sicherheitskräften gegeben. Wie das Militär mitteilte, wurden mindestens 26 Menschen getötet. Unter den Toten sollen 20 Extremisten sein sowie vier Zivilisten und zwei Soldaten. Zu den Kämpfen kam es in der Region Nord-Wasiristan. Das Grenzgebiet zu Afghanistan gilt als Unterschlupf für pakistanische Extremisten und afghanische Taliban. Pakistans Präsident Pervez Musharraf hatte zuletzt auch dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai zugesagt, stärker gegen Extremisten vorzugehen.

BAGDAD: Bei Autobombenanschlägen in der irakischen Hauptstadt sind nach Angaben der Behörden mindestens neun Menschen getötet worden. Einer der insgesamt drei Anschläge wurde vor dem Gouverneurssitz verübt. Das Viertel dort wird besonders streng bewacht.

PEKING: In Ostchina sind mehr als eine Million Menschen vor dem Taifun 'Krosa' in Sicherheit gebracht worden. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldet, wurden außerdem mehr als 32. 000 Schiffe zurück in die Häfen beordert. Die chinesischen Behörden befürchten eine Sturmflut mit bis zu zwölf Meter hohen Wellen. In Taiwan, wo der Sturm am Samstag gewütet hatte, waren mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Der Taifun war mit Spitzengeschwindigkdeiten von fast 200 Stundenkilometern über Taiwan hinweggezogen.

MOSKAU: Genau ein Jahr nach dem Mord an Anna Politkowskaja hat es in der russischen Hauptstadt eine Gedenkkundgebung zu Ehren der regierungskritischen Journalistin gegeben. Unter starkem Aufgebot der Sicherheitspolizei kamen mehrere hundert Menschenrechtler und Journalisten zusammen. Sie forderten nochmals, es müsse eine objektive Aufklärung des Mordes vom 7. Oktober 2006 geben. Politkowskaja, die 48-jährig ermordet worden war, hatte wiederholt über Menschenrechtsverstöße des russischen Militärs in der abtrünnigen Kaukasusrepubklik Tschetschenien berichtet. Die Ermordung der mit vielen Auszeichnungen geehrten Reporterin hatte weltweit Bestürzung und Empörung ausgelöst.

BERN: Zwei Wochen vor der Parlamentswahl in der Schweiz haben mehrere hundert linke Demonstranten der Polizei in der Hauptstadt Bern eine Straßenschlacht geliefert und massive Schäden angerichtet. Restaurants wurden verwüstet, Scheiben von Banken eingeschlagen und Autos in Brand gesetzt. Die maskierten Autonomen hatten einen Umzug von rund 10.000 Anhängern der konservativen Schweizerischen Volkspartei gestoppt. Bei den anschließenden Ausschreitungen wurden 18 Polizisten verletzt. Mehr als 40 Demonstranten wurden festgenommen.

BERLIN: In der kommenden Woche könnten die Lokführer auch ohne Vorwarnung wieder in den Streik treten. Seine Gewerkschaft erwäge, die Arbeitsniederlegungen nur noch sehr kurzfristig oder gar nicht mehr anzukündigen, sagte GDL-Chef Manfred Schell der 'Welt am Sonntag'. Bislang hatten die Lokführer ihre Arbeitskämpfe mindestens 24 Stunden vorher angesagt. Nach dem dreistündigen Bahnstreik am vergangenen Freitag hatte die GDL der Deutschen Bahn ein Ultimatum bis Dienstagmittag gesetzt. Spätestens dann soll das Unternehmen ein Angebot über einen eigenständigen Tarifvertrag für Lokführer und Fahrpersonal vorlegen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet Sonnenschein. Die Höchsttemperaturen erreichen 15 bis 19 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 12 Grad, leicht bewölkt;
Dresden: 12 Grad, stark bewölkt;
Berlin: 11 Grad, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 12 Grad, wolkenlos;
Frankfurt am Main: 11 Grad, wolkenlos und
München: 12 Grad, fast wolkenlos.

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