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Nachrichten

Sonntag, 7. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

GORLEBEN: Wenige Stunden vor der Ankunft des Castor-Transports im niedersächsischen Wendland ist es dort zu Zusammenstößen zwischen Atomkraftgegnern und Sicherheitskräften gekommen. Nach Polizeiangeben versuchten mehrere tausend Demonstranten, nahe Hitzacker die Gleise zu blockieren. Sie hätten die Einsatzkräfte auch mit Reizspray angegriffen, die ihrerseits Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzten, sagte ein Sprecher. Mehrere Menschen wurden verletzt. Der Zug mit 123 Tonnen Atommüll legte in Lehrte nahe der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover einen Zwischenstopp ein. Im Tagesverlauf soll er Dannenberg erreichen. Dort werden die Spezialbehälter auf Tieflader umgeladen. Die letzten 20 Kilometer müssen die Behälter auf der Straße ins Zwischenlager Gorleben transportiert werden.

HANNOVER: Mit Kritik an der Atompolitik der Bundesregierung hat die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD begonnen. Der hannoversche Bischofsvikar Jantzen bemängelte im Eröffnungsgottesdienst die Vorfestlegung der Regierung auf den Salzstock im niedersächsischen Wendland als Endlager für Atommüll. Mit Blick auf den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr forderte er ein Konzept, wie das militärische Engagement dort schnellstmöglich beendet werden könne. - Die 126 Mitglieder des Kirchenparlaments tagen bis Mittwoch.

NEU DELHI: US-Präsident Obama hat Pakistan mangelndes Engagement bei der Bekämpfung des Terrorismus vorgeworfen. Dort gebe es nicht so rasche Fortschritte im Kampf gegen die Extremisten, wie sich das die USA wünschen würden, sagte Obama vor Studenten in der westindischen Finanzmetropole Mumbai. Der muslimische Extremismus sei ein "Krebsgeschwür", das Pakistan potenziell verschlingen könne. Obama rief zudem die beiden Atommächte Indien und Pakistan auf, ihre Streitigkeiten zu beenden und künftig stärker zusammen zu arbeiten.

BARCELONA: Am zweiten und letzten Tag seiner Spanien-Reise hat Papst Benedikt XVI. die noch unvollendete Kirche Sagrada Família in Barcelona geweiht und zur Basilika erhoben. Rund 6500 Menschen wohnten der Zeremonie bei, darunter hunderte Priester und Bischöfe. Nach der Weihe soll in der Kathedrale nun täglich ein Gottesdienst stattfinden. An dem weltberühmten Gotteshaus des katalanischen Architekten Antoni Gaudí wird seit fast 130 Jahren gebaut. In etwa 15 Jahren und damit 100 Jahre nach Gaudís Tod könnte es fertig gestellt werden. Teile des Monuments stehen auf der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO.

ATHEN: Vor dem Hintergrund harter Sparmaßnahmen der Regierung wählen die Griechen neue Bürgermeister und Regionalgouverneure. Die Opposition hat die knapp zehn Millionen Bürger dazu aufgerufen, die Kommunalwahlen zum Protest gegen das Sparprogramm zu nutzen. In letzten Umfragen lagen die Sozialisten von Ministerpräsident Papandreou und die konservative Partei Neue Demokratie fast gleichauf. Papandreou schließt vorgezogene Parlamentswahlen nicht aus, sollte seine Partei - die Pasok - die Abstimmungen in den Kommunen verlieren.

RANGUN: Auch in Birma finden erstmals seit 20 Jahren wieder Wahlen statt. Nach dem Willen der diktatorisch regierenden Militärjunta darf bei den Wahlen zum nationalen Parlament sowie zu 14 Regionalvertretungen nur jeweils über drei Viertel der Sitze abgestimmt werden. Die restlichen Mandate sind der Armee vorbehalten. Es gilt als sicher, dass die Junta-nahe Partei "Union Solidarität und Entwicklung" als Sieger aus den Abstimmungen hervorgeht. Zahlreiche Oppositionspolitiker wurden erst gar nicht zugelassen.

BERLIN: Bundesaußenminister Westerwelle reist an diesem Sonntag erneut in den Nahen Osten. In Jerusalem sind Gespräche mit seinem israelischen Kollegen Lieberman, Staatspräsident Peres und dem palästinensischen Chefunterhändler Erakat geplant. Am Montag will Westerwelle Gaza besuchen. Es ist der erste Besuch eines deutschen Außenministers im Gazastreifen seit dessen Abriegelung durch Israel im Jahr 2007.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte ein Wechsel aus etwas Sonne und dunkleren Wolken. Sonst oftmals wolkig mit Schauern. Höchstwerte fünf bis 15 Grad.

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