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Nachrichten

Sonntag, 7. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei

BAGDAD: Begleitet von strengen Sicherheitsmaßnahmen wird im Irak ein neues Parlament gewählt. Um die 325 Mandate bewerben sich rund 6.200 Kandidaten. Stimmberechtigt an diesem Sonntag sind knapp 20 Millionen Bürger. Es ist die erste Wahl seit dem Abzug der US-Truppen aus den Städten und Dörfern des Landes. Korrespondenten berichteten von ersten Anschlägen am Wahltag. Dabei seien bereits etliche Menschen getötet worden, heißt es. Extremistengruppen hatten mit Gewalt gedroht und die Iraker aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. Mit Wahlergebnissen wird frühestens in einer Woche gerechnet.

PEKING: Im Konflikt um das Atomprogramm des Iran hat sich die UN-Vetomacht China gegen neue Sanktionen ausgesprochen. Weitere Strafmaßnahmen seien nicht das geeignete Mittel, um den Konflikt zu lösen, sagte der chinesische Außenminister Yang am Rande des Volkskongresses in Peking. Noch seien die diplomatischen Bemühungen nicht ausgeschöpft. Westliche Länder hatten unter anderem dafür plädiert, die Geschäfte iranischer Banken im Ausland einzuschränken. Dadurch sollte die Führung in Teheran dazu gebracht werden, auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Angereichertes Uran kann zum Bau vom Atomwaffen verwendet werden.

TEHERAN: Der Iran hat die Produktion neuer Marschflugkörper angekündigt. Die Rakete mit der Bezeichnung "Nasr 1" könne Ziele mit einem Gewicht von 3.000 Tonnen zerstören, sagte Verteidigungsminister Achmed Vahidi im staatlichen Fernsehen. Ziel sei es, den Marschflugkörper auch von Hubschraubern und U-Booten aus starten zu können.

KABUL: Aus dem Nordosten Afghanistans werden heftige Gefechte zwischen den radikal-islamischen Taliban und einer rivalisierenden Miliz gemeldet. Dabei seien bis zu 60 Kämpfer und etwa 20 Zivilisten getötet worden, teilte die Polizei in der Provinz Baghlan mit. Nach ihren Angaben handelt es sich offenbar um einen Machtkampf zwischen den Taliban und der vom Islamistenführer Hekmatjar angeführten Miliz Hesb-i-Islami.

REYKJAVIK: Die Isländer haben in einem Referendum Entschädigungszahlungen an Großbritannien und die Niederlande wegen der Pleite der Bank "Icesave" mit großer Mehrheit abgelehnt. Laut Medienberichten stimmten rund 93 Prozent der Bürger gegen das Ende 2009 vom Parlament in Reykjavik gebilligte Entschädigungsgesetz. Es sah eine schrittweise Rückzahlung von 3,8 Milliarden Euro an die Regierungen in London und Den Haag bis zum Jahr 2024 vor. Sie hatten mehr als 300.000 ihrer Bürger mit dieser Summe für den Verlust von "Icesave"-Spareinlagen entschädigt. Die isländische Bank war im Zuge der Finanzkrise zusammengebrochen.

BERLIN: Angesichts zahlreicher Missbrauchsfälle an deutschen Internaten und Schulen hat Bundesbildungsministerin Schavan Konsequenzen angekündigt. In den kommenden Tagen werde sie mit dem Präsidenten der Kultusministerkonferenz, Spaenle, und den Vorsitzenden der Lehrerverbände über konkrete Hilfs- und Präventionsmaßnahmen beraten. Wo immer ein Verdacht bestehe, dürfe es "null Toleranz" geben, sagte Schavan der Zeitung "Bild am Sonntag". Am Samstag war bekannt geworden, dass auch an der renommierten Odenwaldschule in Hessen Schüler regelmäßig sexuell missbraucht wurden.

SANTIAGO DE CHILE: Mit einer fast einwöchigen Tour durch Südamerika will Bundesaußenminister Westerwelle die Beziehungen Deutschlands zur lateinamerikanischen Welt ausbauen. Es ist die bisher längste Auslandsreise des Ministers, die ihn bis Freitag nach Argentinien, Chile, Uruguay und Brasilien führen wird. Begleitet wird Westerwelle von einer Wirtschaftsdelegation. Auf dem Programm stehen mehrere Besuche bei deutschen Konzernen wie VW und Siemens, die in Südamerika große Niederlassungen haben. Für das von einem Erdbeben schwer getroffene Chile hat das deutsche Regierungsflugzeug Hilfsgüter mit an Bord.

BERLIN: Die deutsche Bundesregierung setzt sich für die Gründung eines eigenständigen Europäischen Währungsfonds ein. Finanzminister Schäuble kündigte als Konsequenz der Schuldenkrise in Griechenland rasch konkrete Vorschläge dazu an.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonne und meist trocken. Höchstwerte zwischen minus drei und plus fünf Grad.

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