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Nachrichten

Sonntag, 7. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Der iranische Präsident Ahmadinedschad hat der Weltgemeinschaft gedroht, sein Land könne in Kürze mit der Produktion hoch angereicherten Urans beginnen. Dazu sei der Iran technisch in der Lage und die islamische Republik werde mit der Anreicherung auf 20 Prozent starten, wenn der Westen nicht aufhöre mit dem Iran zu spielen, so Ahmadinedschad. Die Äußerungen stellen eine weitere Kehrtwende des Iran im Atomstreit mit dem Westen dar. Erst vor wenigen Tagen hatte Ahmadinedschad erklärt, seine Regierung sei bereit, eigenes Uran im Ausland anreichern zu lassen.

MÜNCHEN: Am Schlusstag der Münchner Sicherheitskonferenz beraten mehr als 300 ranghohe Politiker und Experten aus aller Welt über die internationale Afghanistan-Politik. An der Aussprache nehmen Präsident Karsai und der US-Sondergesandte für Afghanistan, Richard Holbrooke teil. Ein weiteres Thema ist der Wunsch weiterer osteuropäischer Staaten, der NATO beizutreten. Die Konferenz wird seit Freitag vom Streit über das iranische Atomprogramm beherrscht. Am Samstag drohte der langjährige demokratische und heute parteiunabhängige US-Senator Joe Lieberman, die Welt müsse sich entscheiden, ob sie den Iran mit harten Wirtschaftssanktionen oder einem militärischen Eingreifen zum Einlenken bewegen wolle.

IQALUIT: Nach dem schweren Erdbeben in Haiti erlassen die sieben führenden Industriestaaten dem Karibikstaat alle bilateralen Schulden. Das bestätigte die G-7-Gruppe bei ihrem Treffen im kanadischen Iqaluit. Mit der Vereinbarung sind jene Schulden gemeint, die Haiti bei den G-7-Mitgliedsstaaten, zu denen auch Deutschland zählt, jeweils direkt aufgenommen hat. Nicht erfasst von dem Schuldenerlass sind bislang die Kredite, die Haiti von staatenübergreifenden Organisationen wie der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds erhalten hat.--Haiti gehörte bereits vor dem Erdbeben zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Auslandsschulden werden auf eine Milliarde Dollar geschätzt.

KIEW: In der Ukraine wird in einer Stichwahl der neue Präsident des Landes bestimmt. Fünf Jahre nach der demokratischen Orangenen Revolution stehen sich der pro-russische Oppositionsführer Janukowitsch und die pro-westliche Regierungschefin Timoschenko gegenüber. Mit ersten Prognosen ist nach Schließung der Wahllokale am Abend zu rechnen. Wahlberechtigt sind rund 36 Millionen Menschen. Amtsinhaber Juschtschenko war wegen verfehlter Reformversprechen in der ersten Runde deutlich abgewählt worden.

BERLIN: Nach der Debatte um den Kauf gestohlener Bankdaten mutmaßlicher Steuerflüchtlinge dringt Bundesfinanzminister Schäuble auf ein rasches Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz. Die Verhandlungen darüber müssten fortgesetzt und möglichst bald umgesetzt werden, sagte Schäuble dem Magazin "Focus". Darüber sei er sich mit seinem Schweizer Kollegen Merz einig. Es gebe keine diplomatischen Verwicklungen, fügte der CDU-Politiker hinzu.

SEOUL: Bundespräsident Köhler wird an diesem Sonntag zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Südkorea erwartet. Ein wichtiges Thema bei den Gesprächen mit der Staatsführung dürfte die Reform der internationalen Finanzmärkte sein. Südkorea hat in diesem Jahr den Vorsitz der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20). Zuvor hatte Köhler einen einwöchigen Besuch in Indien absolviert. Dabei würdigte er die deutsch-indischen Beziehungen als "freundschaftlich". In einer Rede vor der deutsch-indischen Handelskammer forderte Köhler Indien auf, sich für den internationalen Markt zu öffnen und sich in die Bemühungen um eine strikte Regulierung der Finanzmärkte einzubringen.

CAPE CANAVERAL: Die US-Raumfahrtbehörde hat den geplanten Start der Raumfähre "Endeavour" wegen schlechten Wetters verschoben. Die Wolkendecke über dem Startplatz in Cape Canaveral sei zu dicht. Ein neuer Startversuch werde am Montag unternommen, hieß es von der Nasa. Die "Endeavour" soll sechs Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS bringen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkig, im Süden etwas Nieselregen, an den Alpen etwas Schnee. Sonst meist trocken. Höchstwerte minus acht bis plus sieben Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: minus fünf Grad, dunstig;

Berlin: minus sechs Grad, nach Schneefall;

Dresden: minus sechs Grad, Schneegriesel;

Köln/Bonn: zwei Grad, Nebel;

Frankfurt/Main: drei Grad, wolkig und

München: null Grad, nach Nebel.

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