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Nachrichten

Sonntag, 6. Mai 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

BAGDAD: Bei der Explosion einer Autobombe in einem Geschäftsviertel der irakischen Hauptstadt sind mindestens 30 Menschen getötet worden. Mindestens 80 weitere wurden nach Polizeiangaben verletzt. Die Bombe detonierte im Stadtviertel Bajaa, in dem sowohl Schiiten als auch Sunniten leben. Es handelte sich um einen der blutigsten Anschläge der vergangenen Tage in Bagdad.

PARIS: In Frankreich entscheidet die Bevölkerung in einer Stichwahl über den künftigen Präsidenten. Fast 45 Millionen Stimmberechtigte sind aufgerufen, einen Nachfolger für Staatschef Jacques Chirac zu wählen. Als Favorit gilt der frühere Innenminister Nicolas Sarkozy. Der 52-jährige Konservative liegt Umfragen zufolge vor seiner Herausforderin, der Sozialistin Ségolène Royal. Bis zum Mittag zeichnete sich nach Angaben des Innenministeriums eine deutlich höhere Beteiligung ab als in der ersten Runde. Die zwölfjährige Amtszeit von Chirac endet Mitte des Monats.

ANKARA: In der Türkei ist auch der zweite Anlauf zu einer Präsidentschaftswahl im Parlament gescheitert. Wie bereits am Freitag wurde das für die Abstimmung nötige Quorum von zwei Dritteln anwesender Abgeordneter nicht erreicht. Als einziger Kandidat wollte wieder Außenminister Abdullah Gül von der regierenden religiös-konservativen AKP kandidieren. Die weltlich orientierten Oppositionsparteien hatten bereits am Freitag vergangener Woche die Wahl des neuen Präsidenten boykottiert. Damit erreichten sie, dass das Verfassungsgericht den Wahlgang für ungültig erklärte. Die AKP plant nun, per Verfassungsänderung künftig eine Direktwahl des Staatschefs durch das Volk durchzusetzen. Am Samstag waren in mehreren türkischen Städten wieder zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen eine Abkehr von der strikten Trennung von Staat und Religion zu demonstrieren.

KAIRO: Beim Absturz eines Flugzeugs der internationalen Beobachtermission auf der ägyptischen Halbinsel Sinai sind nach ersten Berichten neun Militärangehörige, darunter acht französische Soldaten, ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich nach ägyptischen Polizeiangaben aus bislang ungeklärter Ursache 50 Kilometer von der Ortschaft Al-Nachl entfernt. Der Funkkontakt war kurz nach dem Start abgebrochen. Die internationale Beobachtertruppe überwacht die Grenze zwischen Israel und Ägypten auf dem Sinai nach dem Friedensvertrag von 1979.

RAMALLAH: Außenminister Frak-Walter Steinmeier hat an Israelis und Palästinenser appelliert, die Chance auf einen Frieden in der Region jetzt zu ergreifen. Deutschland und die EU würden sich weiter für eine Zwei-Staaten-Lösung einsetzen, betonte Steinmeier nach Gesprächen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Außenminister Siad Abu Amr in Ramallah. An diesem Sonntag will sich der deutsche Minister im Norden Israels über die Problematik der seit 1967 besetzten Golan-Höhen und die Trinkwasserversorgung informieren. Syrien fordert die Rückgabe dieser Gebiete.

KINSHASA: Deutschland wird die Demokratische Republik Kongo auch künftig beim Wiederaufbau unterstützen. Das versicherte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul in Gesprächen mit Präsident Joseph Kabila und weiteren Vertretern von Regierung und Opposition in Kinshasa. Wieczorek-Zeul rief zugleich dazu auf, die Menschenrechte zu achten und die Opposition in ihrer Arbeit nicht zu behindern. Anschließend flog die SPD-Politikern in die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba.

BERLIN: Bundestagspräsident Norbert Lammert hat Äußerungen von Politikern zur anstehenden Entscheidung des Bundespräsidenten über die Begnadigung des Ex-RAF-Terroristen Christian Klar scharf kritisiert. In einer in Berlin veröffentlichten Erklärung forderte der CDU-Politiker Lammert zu mehr Respekt vor dem Amt und dem Urteilsvermögen von Bundespräsident Horst Köhler auf. Mehrere Unionspolitiker und FDP-Chef Guido Westerwelle hatten Köhler nahe gelegt, Klar nicht zu begnadigen. Aus der CSU kam deutliche Kritik daran, dass Köhler sich mit Klar kürzlich getroffen hatte.

HAMBURG: Nach dem Tarif-Abschluss in der Metall-Industrie fordern SPD und Gewerkschaften ähnlich kräftige Lohnsteigerungen auch für andere Branchen. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil sagte der ‚Bild am Sonntag’, wenn die Wirtschaft wie derzeit brumme, müssten die Arbeitnehmer das auch durch einen gerechten Anteil in ihrer Lohntüte spüren. Das gelte für jede Branche. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten, Franz-Josef Möllenberg, erklärte, es sei unverständlich, dass die Arbeitgeber in manchen Branchen erst nach Warnstreiks bereit seien, die Mitarbeiter angemessen am wirtschaftlichen Erfolg zu beteiligen.

BERLIN: Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Klaus Zimmermann, unterstützt den Kurs von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück zur Haushalts-Konsolidierung. Die erwarteten Steuer-Mehreinnahmen sollten für den Schuldenabbau genutzt werden, sagte Zimmermann den 'Lübecker Nachrichten'. Zugleich wies er Forderungen nach Steuersenkungen als - wie er sagte - 'Schön-Wetter-Populismus' zurück. - Das Bundesfinanzministerium rechnet auch auf Grund der guten Konjunktur bis 2011 für Bund, Länder und Gemeinden mit zusätzlichen Einnahmen von insgesamt 200 Milliarden Euro.

SEOUL: Südkorea und die Europäische Union haben die Aufnahme von Freihandelsgesprächen angekündigt. Wie EU-Handelskommissar Peter Mandelson und der südkoreanische Handelsminister Kim Hyun Chong in Seoul erklärten, sollen die Verhandlungen bereits am Montag beginnen. Ein erfolgreicher Abschluss würde den Warenaustausch stärken und die Bemühungen der Welthandelsrunde ergänzen. Die Wirtschaft Südkoreas ist die drittgrößte Asiens.

Das Wetter in Deutschland: In der Nordhälfte sonnig:
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Norddeutschland bis zum Rheinland nochmals viel Sonne. Im Südosten weitere Schauer. Hier 13 bis 19 Grad, sonst 20 bis 26 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 16 Grad, fast wolkenlos;
Berlin: 22 Grad, leicht bewölkt;
Dresden: 17 Grad, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 17 Grad, heiter;
Frankfurt am Main: 22 Grad, fast wolkenlos und
München: 14 Grad, bedeckt.

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