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Nachrichten

Sonntag, 6. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

HAMBURG: Schon vor Beginn der Haushaltsklausur im Kanzleramt hat sich die Bundesregierung nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" auf eine Reihe von Sparmaßnahmen und Einnahmeverbesserungen verständigt. Danach will die Regierung von Union und FDP durch Abbau von 15.000 Stellen in der Verwaltung jährlich 800 Millionen Euro weniger ausgeben. Zudem solle die Besoldungserhöhung für Beamte ausfallen. Einschnitte von 500 Millionen Euro, so der "Spiegel", stünden dem Familienministerium beim Elterngeld bevor. Die Bundesagentur für Arbeit soll sogar Milliarden bei Leistungen an Arbeitslose einsparen. Ökosteuer-begünstigte Unternehmen müssten in Zukunft mehr zahlen. Auch die Bahn werde einen Beitrag für bessere Staatsfinanzen leisten. Auf die Betreiber von Atomkraftwerken, so das Magazin weiter, komme eine milliardenschwere Brennelementesteuer zu.

BERLIN: Bundesentwicklungsminister Niebel hat zum Abschluss seiner Reise nach Afghanistan und Pakistan für eine engere Zusammenarbeit beider Länder geworben. Für den Erfolg der Hilfe aus dem Ausland sei es entscheidend, dass sich die Führungen beider Staaten über gemeinsame Stabilisierungsziele verständigten, sagte er. Der FDP-Minister führte nach Angaben aus Berlin zahlreiche Gespräche mit Regierungsvertretern, Militärs und Entwicklungsfachleuten. Außerdem besuchte er mehrere Entwicklungsprojekte mit deutscher Beteiligung.

SINGAPUR: Russland hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, Afghanistan sozial und wirtschaftlich mehr zu helfen. Anderenfalls werde jede Militärpräsenz umsonst sein, sagte Vize-Ministerpräsident Iwanow auf einer Asien-Sicherheitskonferenz in Singapur. Der stellvertretende russische Regierungschef mahnte zugleich eine bessere Strategie im Kampf gegen das Rauschgiftgeschäft in Afghanistan an. Die Opiumproduktion sei die Haupteinnahmequelle der Taliban. Dieses Problem habe es in der Zeit der sowjetischen Besatzung nicht gegeben, weil damals die Mohn-Felder zerstört worden seien, so Iwanow.

JERUSALEM: Die pro-palästinensischen Aktivisten des von Israel abgefangenen Hilfsschiffs für den Gazastreifen sollen in Kürze das Land verlassen. Die meisten der Aktivisten würden noch an diesem Sonntag ausgeflogen, bestätigte die israelische Regierung. Israel hatte das Schiff aus Irland gestoppt, nachdem die Marine bereits fünf Tage zuvor eine Hilfsflotte für den abgeriegelten Gazastreifen gestürmt hatte. Dabei waren neun Aktivisten aus der Türkei getötet worden.

JOHANNESBURG: Amnesty International hat kurz vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft schwere Vorwürfe gegen die Polizei in Südafrika erhoben. Die Beamten gingen vor allem in den Bereichen rund um die Stadien massiv gegen Obdachlose, Straßenhändler und Migranten vor, erklärte die Menschenrechtsorganisation. Zu den Schikanen gehörten Razzien, willkürliche Festnahmen, Misshandlungen, Erpressung sowie die Zerstörung illegaler Behausungen.

WASHINGTON: Wegen der Ölpest im Golf von Mexiko sind weitere Abschnitte vor der Küste des US-Staates Florida für den Fischfang gesperrt worden. Damit untersagten die Behörden inzwischen den Fischfang in Meeresgebieten mit einer Fläche von fast 1.500 Quadratkilometern. Aus dem Leck an dem Bohrloch treten nach wie vor große Mengen Öl aus. Dem für die Umweltkatastrophe verantwortlichen BP-Konzern ist es inzwischen gelungen, zumindest einen Teil des Rohöls aufzufangen.

BRATISLAWA: In der Slowakei haben die Flüsse in mehreren Regionen des Landes historische Höchstwerte erreicht. Mancherorts reichten die Messvorrichtungen nicht mehr aus, um die Pegel zu erfassen. Viele Gemeinden sind überschwemmt, die noch nie zuvor überflutet wurden. Tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Das Land erlebe derzeit ein "Jahrtausendhochwasser", sagte Premier Robert Fico. Auch in Polen bleibt die Hochwasserlage kritisch. In Sandomierz an der Weichsel durchbrach der Fluss Sperren aus Sandsäcken. Teile der Stadt wurden erneut überflutet.

NIKOSIA: Papst Benedikt XVI. hat zum Einsatz für Versöhnung und Frieden aufgerufen. Die Menschen müssten sich von Egoismus, Habgier und Furcht befreien, sagte der Papst zum Abschluss seiner dreitägigen Zypern-Reise in der Hauptstadt Nikosia. Benedikt rief dazu auf, die christliche Botschaft auch überall dort zu verbreiten, wo Konflikte herrschten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst viel Sonnenschein, später von Westen Schauer und teils kräftige Gewitter. Die Temperaturen erreichen maximal 21 Grad an der Küste und 30 Grad am Oberrhein.

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