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Nachrichten

Sonntag, 5. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Bundesregierung will an diesem Sonntag die Weichen stellen für längere Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke. Bei dem Treffen im Kanzleramt soll der monatelange Streit zwischen Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) und Umweltminister Röttgen (CDU) über die Grundlagen des künftigen Energiekonzeptes der Bundesregierung beigelegt werden. Strittig ist vor allem die Dauer der Laufzeitverlängerung und die Frage, wie die zusätzlichen Gewinne der Stromkonzerne abgeschöpft werden. Im Gespräch sind zehn bis 15 Jahre Laufzeitverlängerung und eine so genannte Atomsteuer. Die Regierung will so vorgehen, dass der Bundesrat umgangen werden kann, da die Regierungsparteien dort keine Mehrheit haben. Mehrere Bundesländer haben daher bereits angekündigt, vor Gericht gehen zu wollen.

HAMBURG: Im Anschluss an ein Straßenfest im Hamburger Schanzenviertel ist es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Hunderte Randalierer, darunter zahlreiche aus der linksautonomen Szene, bewarfen Polizeibeamte mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern. Mülltonnen wurden in Brand gesteckt, Schaufenster gingen zu Bruch. Die Polizei nahm 42 Personen fest. Bereits in den vergangenen Jahren hatte es nach dem Schanzenfest nächtliche Ausschreitungen gegeben.

JERUSALEM: Die israelische Luftwaffe hat drei Angriffe auf Ziele im Gazastreifen geflogen. Bei zwei Angriffen auf nach Ägypten führende Schmugglertunnel seien mindestens ein Mensch getötet und drei weitere verletzt worden, teilten palästinensische Sicherheitskräfte mit. Der dritte Angriff habe einem früheren Stützpunkt der im Gazastreifen regierenden Hamas bei Chan Junis gegolten. Die israelische Armee bestätigte die Angriffe. Sie seien eine Reaktion auf den erneuten Raketenbeschuss Israels aus dem Süden des Gazastreifens sowie mehrerer Anschläge auf jüdische Siedler in den vergangenen Tagen.

MOSKAU: In der russischen Kaukasus-Republik Dagestan hat ein Selbstmordattentäter mindestens drei Soldaten mit in den Tod gerissen, rund 35 erlitten Verletzungen. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Danach sprengte sich der Attentäter in einem Auto vor einer Militärbasis nahe der Stadt Buinaksk in die Luft. Erst am Samstag war ein Minister der Regionalregierung von Dagestan bei einem Bombenanschlag verletzt worden, sein Fahrer wurde getötet. In den Teilrepubliken Dagestan, Tschetschenien und Inguschetien im nördlichen Kaukasus kämpfen radikalislamische Rebellen seit Jahren für die Unabhängigkeit von Moskau.

BRÜSSEL: In der Krise um die Regierungsbildung in Belgien hat König Albert II. zwei neue Vermittler ernannt. Der Präsident der Abgeordnetenkammer, der Sozialist André Flahaut, und Senatspräsident Danny Pieters von den flämischen Nationalisten seien beauftragt worden, Wege aus der Krise zu finden, teilte der Palast in Brüssel mit. Zuvor hatte der Monarch den Rücktritt des mit Sondierungsgesprächen beauftragten Sozialisten Elio Di Rupo akzeptiert. Dessen Vorverhandlungen zur Bildung eines Kabinettts waren am Freitag am Veto der flämischen Christdemokraten und Nationalisten gescheitert.

WELLINGTON: Die neuseeländische Stadt Christchurch ist von zahlreichen Nachbeben erschüttert worden. Seit dem Hauptbeben am Samstag registrierten die Behörden mehr als 30 weitere Erdstöße, der heftigste erreichte die Stärke 5,1. In der Nacht galt wegen der immensen Schäden eine Ausgangssperre. Rund ein Fünftel der Häuser in der 400.000-Einwohner-Stadt auf der Südinsel sind durch das Erdbeben unbewohnbar geworden. Die Wiederaufbaumaßnahmen in Christchurch werden nach Einschätzung von Neuseelands Premierminister John Key mindestens ein Jahr dauern.

GUATEMALA-STADT: Guatemalas Präsident Colom hat nach Überschwemmungen und Erdrutschen infolge schwerer Regenfälle den nationalen Notstand ausgerufen. Der Dauerregen der vergangenen Wochen habe in dem zentralamerikanischen Land Schäden von umgerechnet bis zu 400 Millionen Euro verursacht, sagte Colom in Guatemala-Stadt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen vielfach sonnig und trocken. Sonst immer wieder Wolkenfelder. die Tagestemperaturen zwischen 15 und 21 Grad Celsius.

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