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Nachrichten

Sonntag, 5. März 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag

PEKING: In der chinesischen Hauptstadt ist das Parlament des Landes, der Nationale Volkskongress, zusammengetreten. Dreitausend Abgeordnete aus ganz China versammelten sich zu der Jahressitzung, die mit einem Arbeitsbericht von Ministerpräsident Wen Jiabao begann. Ein zentrales Thema der Beratungen ist die Verringerung des Wohlstandsgefälles zwischen Stadt und Land. Die Regierung will einen Fünfjahresplan vorstellen, der Reformen für die vernachlässigte Landbevölkerung vorsieht. Die 750 Millionen Bauern in China sollen durch höhere Einkommen und ein besseres Sozial- und Gesundheitssystem stärker vom Wirtschaftswachstum profitieren. Die Regierung will mit diesen Maßnahmen auch die in jüngster Zeit zunehmenden sozialen Unruhen auf dem Land eindämmen.

WIEN: Der Iran hat im Streit um sein Atomprogramm mit dem Austritt aus der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEO gedroht, falls sich der Weltsicherheitsrat einschalten sollte. Atom-Chefunterhändler Ali Laridschani sagte in Wien, der Iran sei vor fast 50 Jahren IAEO-Mitglied geworden, um Nukleartechnologie haben zu dürfen. Er betonte, sein Land strebe nicht nach der Atombombe. - Die amerikanische Regierung will nach einem Bericht der 'Washington Post' erreichen, dass der Weltsicherheitsrat ein Ultimatum von einem Monat zur Aussetzung des Atomprogramms stellt. Das Weiße Haus habe einen entsprechenden Resolutionsentwurf vorbereitet, schreibt das Blatt weiter.

ISLAMABAD: In Pakistan sind bei Kämpfen zwischen Moslemextremisten und Sicherheitskräften fast 50 Menschen getötet worden. Nach Angaben der pakistanischen Regierung hatten Aufständische Regierungsgebäude in der Region Nord-Wasiristan an der Grenze zu Afghanistan angegriffen. Daraufhin setzte die Armee Hubschrauber und Artillerie ein. In Nord-Wasiristan halten sich viele Taliban-und El Kaida-Kämpfer auf. Pakistans Armee setzt zehntausende Soldaten ein, um gegen die Extremisten vorzugehen.

ALGIER: In Algerien sind die ersten von 2.000 verurteilten oder mutmaßlichen islamistischen Rebellen freigelassen worden. In kleinen Gruppen verließen sie am Samstag das Zentralgefängnis in der Hauptstadt Algier. Die Amnestie ist Teil der so genannten 'Charta für Frieden und nationale Versöhnung', die im September von der Bevölkerung gebilligt worden war. Mit dem von Präsident Abdelaziz Bouteflika zur Abstimmung vorgelegten Programm soll das Ende der politischen Gewalt besiegelt werden, der seit 1992 laut offiziellen Schätzungen 150.000 Menschen zum Opfer fielen.

RAMALLAH: Die palästinensische Fatah-Partei von Präsident Mahmud Abbas lehnt eine Regierungskoalition unter Führung der radikal-islamischen Hamas ab. Darauf hätten sich die Abgeordneten bei einem Treffen am Samstag geeinigt, teilten Fatah-Funktionäre mit. Als Grund führten die Parlamentarier an, dass die Hamas bereits geschlossene Friedensabkommen mit Israel nicht anerkennt. Zudem benötigt die bisher regierende Fatah nach eigenen Angaben Zeit, um sich nach der Wahlniederlage am 25. Januar neu zu organisieren.

BERLIN: In der Affäre um die umstrittenen Einsätze des Bundesnachrichtendienstes im Irak wird die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses immer wahrscheinlicher. Nach der Linkspartei und den Grünen signalisierte jetzt auch die FDP Zustimmung. Die Fakten hätten sich nicht geändert, es seien im Gegenteil neue Fragen dazugekommen, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Jürgen Koppelin. Zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses sind die Stimmen aller drei Oppositionsparteien nötig.

HANNOVER: Die Vogelgrippe ist nun auch in Niedersachsen ausgebrochen. Im Landkreis Soltau-Fallingbostel wurde das H5N1-Virus bei einer toten Graugans nachgewiesen. Das Landwirtschaftsministerium in Hannover bildete einen Krisenstab, um weitere Vorsichtsmaßnahmen zu erörtern. Damit ist Niedersachsen das sechste Bundesland mit Vogelgrippe-Fällen. Hier befinden sich rund 60 Prozent des gesamten deutschen Geflügelbestandes. In rund 22.000 Beständen werden etwa 72 Millionen Hühner, Enten, Gänse und Puten gehalten.

BERLIN: Mit der Verleihung der Buber-Rosenzeig-Medaille an den niederländischen Schriftsteller Leon de Winter wird an diesem Sonntag in Berlin die diesjährige christlich-jüdische Woche der Brüderlichkeit eröffnet. Ein weiterer Preisträger ist der Berliner Verein 'Gesicht zeigen', der Projekte gegen Rassismus und Antisemitismus initiiert. Die Auszeichnung wird in Erinnerung an die jüdischen Philosophen Buber und Rosenzweig verliehen. Im Rahmen der chistlich-jüdischen Woche findet erstmals auch ein offizielles Treffen zwischen dem Vatikan und Rabbinern in Deutschland statt.

MÜNCHEN: Anhaltende Schneefälle behindern weiter den Verkehr in Bayern. Der Münchner Flughafen wurde vorübergehend gesperrt, um die Start- und Landebahnen freizuräumen. In der bayerischen Landeshauptstadt und auch in Augsburg stellten Staßenbahnen und Busse zeitweise den Betrieb ein. Auf den Autobahnen hat sich die Lage trotz durchschnittlich 20 bis 30 Zentimeter Neuschnees etwas entspannt. Die teils bis zu 65 Kilometer langen Staus lösten sich weitgehend auf. Dennoch muss auch an diesem Sonntag mit erheblichen Behinderungen unter anderem auf der A 8 zwischen München und Salzburg gerechnet werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden weitere Schneefälle mit Glätte. Sonst ein Mix aus Sonne und Wolken. Im Norden und Nordwesten später teils kräftige Schnee- und Graupelschauer. Höchstwerte minus ein bis plus fünf Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: minus ein Grad, Schneefall;
Berlin: minus ein Grad, wolkig;
Dresden: minus drei Grad, wolkig;
Köln/Bonn: minus ein Grad, fast wolkenlos;
Frankfurt am Main: minus vier Grad, Schneegriesel und
München: minus drei Grad, etwas Schnee.

  • Datum 05.03.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/84Y0
  • Datum 05.03.2006
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