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Nachrichten

Sonntag, 5. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON/ TEGUCIGALPA: Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat Honduras vorerst ausgeschlossen. Die Suspendierung wurde in Washington verhängt, nachdem sich die neuen Machthaber in Tegucigalpa geweigert hatten, den gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya wieder einzusetzen. Eine derartige Sanktion erging zuletzt 1962, als Kuba den Staatenbund zwangsweise verlassen musste. Zelaya will an diesem Sonntag nach Honduras zurückkehren. Begleitet von Vertretern der OAS wurde er auf dem Flughafen der Hauptstadt erwartet. Zelaya droht die Verhaftung. Befürchtet wurde eine Eskalation der Gewalt, die katholische Kirche warnte vor einem Blutbad.

MEXIKO-STADT: In Mexiko sind an diesem Sonntag 77 Millionen Bürger aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Angesichts von Wirtschaftskrise, Drogenkrieg, organisierter Kriminalität und Schweinegrippe wird der Regierungspartei PAN von Präsident Felipe Calderon eine Niederlage vorausgesagt. Zudem wird eine historisch niedrige Wahlbeteiligung erwartet. Somit könnte es laut Beobachtern zu einer Renaissance der Partei der institutionalisierten Revolution PRI kommen, die bis zum Jahr 2000 mehr als sieben Jahrzehnte geherrscht hatte. - Neben dem Parlament werden sechs Gouverneure und etwa 570 Bürgermeister gewählt.

SOFIA: Die Bulgaren wählen erstmals seit ihrem EU-Beitritt ein neues Parlament. Insgesamt 18 Parteien bewerben sich um die 240 Mandate. Als klarer Favorit gilt die bisher nicht im Parlament vertretene konservative Partei "Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens" (GERB). Sie wird vom populären Bürgermeister Sofias, dem Ex-Bodyguard Bojko Borissow geführt. Den regierenden Sozialisten von Ministerpräsident Sergei Stanischew droht im ärmsten EU-Land eine schwere Niederlage. Ihnen wird Versagen im Kampf gegen Korruption und gegen die Wirtschaftskrise vorgeworfen. Wie schon bei den Europawahlen ist der Verdacht massiver Wahlfälschungen aufgekommen. In einer Kampagne gegen Stimmenkauf wurden mindestens fünf Personen verhaftet sowie Namenslisten, Computer und Bargeld beschlagnahmt.

MANILA: Im Süden der Philippinen ist vor einer vollbesetzten katholischen Kathedrale eine Bombe explodiert. Nach Militärangaben wurden in Cotabato City fünf Menschen getötet und 45 verletzt, darunter auch Soldaten. Die Armee beschuldigte Rebellen der "Islamischen Befreiungsfront Moro", diese wiesen jegliche Verantwortung zurück.

ROM: Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat zusätzliche Sanktionen gegen den Iran als "kontraproduktiv" abgelehnt. Moskau unterstütze stattdessen die USA in ihrem Bemühen um "offenere und direktere Beziehungen" zu Teheran, sagte der Kremlchef in einem Interview des italienischen TV-Senders RAI im Vorfeld des G-8-Gipfels in den Abruzzen.

VICENZA: Mehrere tausend Menschen haben in Italien gegen den Ausbau des US-Militärstützpunktes in Vicenza protestiert. Die Polizei setzte Tränengas ein und ging mit Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor. Die US-Armee will auf dem Luftwaffen-Stützpunkt bei Venedig zu den derzeit etwa 2.750 Soldaten weitere 1.800 stationieren. Die Polizeiaktion galt auch als Generalprobe für die befürchtete Konfrontation während des G-8-Gipfels kommende Woche in L'Aquila.

LONDON: Der britische Premierminister Gordon Brown hat nach dem enttäuschenden Besuch von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Birma weitere Strafmaßnahmen gegen die Junta ins Spiel gebracht. Zusätzliche Sanktionen seien erforderlich, falls die Militärs sich weiter "halsstarrig" zeigten, erklärte Brown. Mit einem beispiellosen diplomatischen Affront hatten die birmanischen Generäle Ban eine Abfuhr erteilt und ihm ein Treffen mit der inhaftierten Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi verweigert. - Der UN-Chefdiplomat hatte sich bei seiner Abreise resigniert geäußert und von einer "verpassten Chance" für das südostasiatische Land gesprochen. Kritiker hatten Ban im Vorfeld gewarnt, dass ein Besuch ohne Zugeständnisse der Junta als schwere Schlappe für die internationale Diplomatie bewertet werden müsse.

HAMBURG: Nach einem zunächst friedlichen Straßenfest im Hamburger Schanzenviertel hat es schwere Ausschreitungen gegeben. Randalierer warfen Flaschen auf die Polizei und zündeten einen Streifenwagen an. Auch Molotow-Cocktails flogen. Rund 1.000 Polizisten waren im Einsatz, um eine etwa gleichgroße Zahl von Randalierern zurückzudrängen. Dabei wurden mehrere Beamte verletzt. Bei dem alljährlich stattfindenden Straßenfest im Schanzenviertel gibt es fast immer Krawalle der linken Szene.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Nordosten gebietsweise Schauer oder Gewitter, sonst verbreitet heiter. Die Höchstwerte erreichen 20 Grad an den Küsten und bis zu 28 Grad am Oberrhein.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 18 Grad, bedeckt;
Berlin: 19 Grad, wolkig;
Dresden: 18 Grad, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 19 Grad, stark bewölkt;
Frankfurt am Main: 22 Grad, wolkig und
München: 20 Grad, leicht bewölkt.

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