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Nachrichten

Sonntag, 5. Febraur 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag

TEHERAN: Im Konflikt über sein Atomprogramm will der Iran die Verhandlungen mit Russland doch fortsetzen. Dies teilte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums mit. Die Führung in Teheran hatte zuvor gedroht, die Gespräche abzubrechen, sollte in dem Atomstreit der Weltsicherheitsrat eingeschaltet werden. Die Anrufung des höchsten UN-Gremiums war am Samstag von der Internationalen Atomenergiebehörde beschlossen worden. Dies soll allerdings erst im März geschehen, um noch Zeit für eine Lösung des Konflikts auf dem Verhandlungsweg zu lassen. - Die zweite Runde der iranisch-russischen Gespräche ist für den 16. Februar vorgesehen. Ein Kompromissangebot Moskaus sieht vor, dass der Iran Uran auf russischem Territorium anreichern kann. Hoch angereichertes Uran ist für den Bau von Atomwaffen notwendig.

WASHINGTON: Die USA haben der syrischen Regierung vorgeworfen, für die gewaltsamen Übergriffe auf die Botschaften Dänemarks und Norwegens verantwortlich zu sein. Dass die Regierung die Botschaften in Damaskus trotz vorheriger Drohungen nicht geschützt habe, sei unentschuldbar, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. Mehrere tausend Demonstranten hatten am Samstag die diplomatischen Vertretungen Dänemarks und Norwegens gestürmt und in Brand gesetzt. Auslöser war Unmut über die Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed in europäischen Zeitungen.

MÜNCHEN: Mit einer Diskussion über die Zusammenarbeit mit Russland geht die Münchner Sicherheitskonferenz an diesem Sonntag zu Ende. Dabei warnte der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow vor einer neuen Welle terroristischer Angriffe. Um dem entgegen zu treten, müsse eine gemeinsame Front unter Führung der Vereinten Nationen aufgebaut werden, sagte Iwanow. Am Vortag hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine größere politische Rolle der NATO ausgesprochen. Die USA und die Europäische Union müssten alle sicherheitspolitisch wichtigen Fragen zuerst im Bündnis diskutieren.

BERLIN: Fünf Tage nach Ausstrahlung des Videos mit einer Todesdrohung gibt es noch kein neues Lebenszeichen der beiden im Irak verschleppten Deutschen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, der Krisenstab des Auswärtigen Amtes werde auch an diesem Sonntag erneut tagen. In dem am vergangenen Dienstag ausgestrahlten Video hatten die Kidnapper mit der Ermordung der beiden Männer aus Leipzig gedroht und zur Erfüllung ihrer Forderungen ein 72-Stunden-Ultimatum gestellt.

KAIRO: Zwei Tage nach dem Fährunglück im Roten Meer schwindet die Hoffnung auf die Rettung weiterer Überlebender. Vermisst werden noch mehr als 800 Menschen. Ägyptische Medien veröffentlichten unterdessen Aussagen eines Schiffsoffiziers zur möglichen Unglücksursache. Danach hatten die Besatzungsmitglieder große Mengen Meerwasser an Bord gepumpt, um das Feuer im zweituntersten Deck der Fähre löschen zu können. Dadurch habe sie gefährliche Schlagseite bekommen und sei schließlich gesunken. - Das ägyptische Schiff hatte über 1.400 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord. Nach Auskunft der Behörden überlebten 389 Menschen die Katastrophe.

GAZA-STADT: Nach ihrem Sieg bei der palästinensischen Parlamentswahl will die radikal-islamische Hamas so schnell wie möglich eine Regierung der nationalen Einheit bilden. Das teilten führende Hamas-Vertreter nach einem Gespräch mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas in Gaza mit. Bei dem Treffen sei vereinbart worden, dass die Hamas den künftigen Regierungschef bestimme. Die erste Sitzung des neuen Parlaments solle am 16. Februar stattfinden.

KANDAHAR: Bei einem Bombenanschlag auf ein Polizeifahrzeug in Kandahar im Süden Afghanistans sind sechs Polizisten getötet worden. Fünf weitere Beamte erlitten offiziellen Angaben zufolge Verletzungen. Der Sprengsatz sei am Straßenrand versteckt gewesen. Die Behörden in Kandahar lasteten den Anschlag den radikal-islamischen Taliban an.

SAN JOSE: In Costa Rica sind die Bürger an diesem Sonntag aufgerufen, einen Nachfolger für Präsident Abel Pacheco zu wählen. Als Favorit gilt der Friedensnobelpreisträger Oscar Arias, der das Land bereits von 1986 bis '90 regiert hatte. Schärfster Konkurrent des liberalen 65-Jährigen ist der Mitte-Links-Politiker Otton Solis. - Costa Rica ist der reichste Staat Mittelamerikas und ein wichtiges Touristenziel. Dennoch leben nach UN-Angaben mehr als 20 Prozent der vier Millionen Costaricaner unterhalb der Armutsgrenze.

LEIPZIG: Die Leipziger wählen an diesem Sonntag einen neuen Oberbürgermeister. Der Posten des Stadtoberhaupts ist nicht besetzt, seitdem Wolfgang Tiefensee im vergangenen Herbst als Bundesverkehrsminister nach Berlin wechselte. Sieben Kandidaten bewerben sich um den Chefposten in Ostdeutschlands größter Kommune. Als Favorit gilt laut Umfragen der SPD-Kandidat, Leipzigs Sozialdezernent Burkhard Jung.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und an der Ostsee etwas Regen oder Schnee. Sonst meist trocken. Tagestemperaturen zwischen minus fünf und plus vier Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten bei überwiegend wolkigem Himmel:

Hamburg: minus 4 Grad;
Berlin: minus 7 Grad;
Dresden: minus 12 Grad;
Köln/Bonn: minus 1 Grad;
Frankfurt am Main: minus 4 Grad und
München: minus 9 Grad.

  • Datum 05.02.2006
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