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Nachrichten

Sonntag, 5. Dezember 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MADRID: Nach dem Ende des Fluglotsenstreiks in Spanien ist der Flugverkehr zwischen Deutschland und dem Mittelmeerland wieder angelaufen. Seit Samstagnachmittag starteten auf den Großflughäfen von Madrid, Barcelona, Palma de Mallorca und den Kanarischen Inseln wieder Maschinen. Nach Angaben des spanischen Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba wird die Lage sich aber erst am Montag wieder vollständig normalisieren. Wie die spanische Flughafen-Gesellschaft AENA mitteilte, waren von dem Lotsenstreik etwa 300.000 Fluggäste betroffen, darunter etwa 14.000 Deutsche. - Die spanischen Fluglotsen wollten sich mit ihrem Streik gegen Änderungen bei der Arbeitszeit wehren. Sie verdienen pro Jahr durchschnittlich 200.000 Euro und finden in der Bevölkerung wenig Rückhalt für ihre Forderungen.

ABIDJAN: Wegen des Machtkampfs um das Präsidentenamt in der Elfenbeinküste haben die USA ihre Bürger vor Reisen in das westafrikanische Land gewarnt. Es gebe dort eine erhöhte Wahrscheinlichkeit politischer Unruhen und möglicher Gewalt, so das US-Außenministerium. Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte, es sei derzeit von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Elfenbeinküste abzuraten. Dort hatte Staatschef Laurent Gbagbo die Stichwahl um die Präsidentschaft laut Wahlkommission gegen den Oppositionspolitiker Alassane Ouattara verloren. Gbagbo erkannte das Ergebnis aber nicht an und ließ sich erneut als Präsident vereidigen.

TEL AVIV: Im israelischen Karmel-Gebirge dauert der Kampf gegen die seit Tagen wütenden Waldbrände an. Es seien zwar Fortschritte erzielt worden, noch sei das Feuer aber nicht völlig unter Kontrolle, hieß es von der Einsatzleitung. Große Hoffnungen setzen die Behörden auf ein Super-Löschflugzeug aus den USA, das inzwischen in Israel eintraf. Die umgebaute Boeing 747 kann bis zu 80 Tonnen Löschmittel fassen und auch nachts fliegen. Bei dem schlimmsten Waldbrand in der Geschichte Israels sind bislang 41 Menschen ums Leben gekommen, fast 20.000 mussten in Sicherheit gebracht werden.

BERLIN: Die beiden im Iran inhaftierten deutschen Journalisten stehen nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" nicht unter Spionageverdacht. Von einer Anklage wegen Spionage sei nie die Rede gewesen, sagte der Bürochef des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad dem Blatt. Die beiden Deutschen hätten gegen das Gesetz verstoßen, als sie mit einem Touristenvisum einreisten, um dann als Journalisten zu arbeiten. Den Angaben zufolge sollen die beiden Journalisten Weihnachten zusammen mit ihren Familien in der deutschen Botschaft in Teheran verbringen können. Das Auswärtige Amt wollte diese Äußerung nicht kommentieren. – Inzwischen setzen sich auch die vier ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler, Roman Herzog, Walter Scheel und Richard von Weizsäcker für die Freilassung der beiden Inhaftierten ein.

KAIRO: In Ägypten hat die zweite Runde der Parlamentswahl begonnen. In der Stichwahl wird über 283 der insgesamt 508 Sitze im Parlament entschieden. Im ersten Wahlgang Ende November hatte die regierende Nationaldemokratische Partei von Staatschef Husni Mubarak die meisten Mandate gewonnen. Die oppositionelle Muslimbruderschaft, die bisher mit rund einem Fünftel der Sitze im Kairoer Parlament vertreten war, hatte im ersten Wahlgang kein einziges Mandat gewonnen. Die offiziell verbotene, aber tolerierte Partei erklärte darauf hin, sie nehme am zweiten Wahlgang nicht teil. Unabhängige Beobachter sind bei der Wahl in Ägypten nicht zugelassen.

QUITO: In Ecuador steht möglicherweise ein Ausbruch des Vulkans Tungurahua bevor. Die Behörden des lateinamerikanischen Landes lösten bereits die höchste Alarmstufe für die Region im Landesinnern aus. Ortschaften wurden evakuiert und eine Fernstrasse gesperrt. Der mehr als 5000 Meter hohe Tungurahua hatte am Samstag begleitet von gewaltigen Explosionen wieder Feuer und Asche gespien. Seit 1999 ist der Anden-Vulkan, der rund 130 Kilometer südlich von Quito liegt, immer wieder ausgebrochen.

TALLINN: Der Polit-Thriller "Der Ghostwriter" von Roman Polanski ist beim Europäischen Filmpreis gleich sechs Mal ausgezeichnet worden. Der in Deutschland gedrehte Streifen erhielt bei der Verleihung in der estnischen Hauptstadt Tallinn unter anderem den Preis für den besten Film. Polanski selbst bekam die Auszeichnung als bester Regisseur und "Ghostwriter"-Hauptdarsteller Ewan McGregor den Preis als bester Schauspieler. Zudem wurden Drehbuch, Filmmusik und Szenenbild ausgezeichnet. Polanski, dem in den USA wegen eines alten Sexualdeliktes ein Prozess droht, dankte per Videobotschaft.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Es ist meist bewölkt. Später beginnt es von Westen her wieder zu schneien. Höchstwerte zwischen minus 3 Grad in Ostbayern und plus 5 Grad in Ostfriesland.

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