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Nachrichten

Sonntag, 5. August 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

WASHINGTON: Der afghanische Präsident Hamid Karsai ist in die USA gereist. Ein zentrales Thema der zweitägigen Gespräche zwischen Karsai und US-Präsident George W. Bush dürfte die Entführung der 21 Südkoreaner und des deutschen Bauingenieurs sein. Die Geiseln befinden sich in der Gewalt der radikal-islamischen Taliban, die Gesinnungsgenossen freipressen wollen. Das Auswärtige Amt arbeitet weiter mit Hochdruck an der Freilassung des Deutschen. Im Fall der entführten Südkoreaner deuteten die Taliban die Bereitschaft zu einem Treffen mit Unterhändlern aus Südkorea an. Die UN müssten bei einem solchen Treffen aber die Sicherheit der Taliban garantieren, hieß es von den Kidnappern.

LONDON: Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche auf einer Farm in Südengland bemühen sich die Behörden weiter um die Eindämmung der hoch ansteckenden Tierkrankheit. Die Schutzzone rings um die betroffene Farm wurde in der Nacht zum Sonntag ausgedehnt. Sie umfasst nun auch das Gelände einer tiermedizinischen Forschungseinrichtung. Von dort war nach Angaben des Agrarministeriums mit großer Wahrscheinlichkeit ein für Impfzwecke produzierter Erreger der Krankheit auf den Viehzuchtbetrieb übergesprungen. Auf der betroffenen Farm waren am Samstag mehr als 60 infizierte Rinder getötet worden. Landesweit wurden Tiertransporte verboten. Vorsorglich hat die britische Regierung alle Exporte von Rind-, Schaf- und Schweinefleisch sowie sämtlicher Produkte paarhufiger Tiere gestoppt. Sie kam damit einem für Montag erwarteten EU-Verbot zuvor.

WASHINGTON: Ein US-Soldat ist von einem US-Militärgericht wegen Vergewaltigung und Tötung einer 14-jährigen Irakerin zu einer Haftstrafe von 110 Jahren verurteilt worden. Das teilte die Armee mit. Der Soldat war mit mehreren Kameraden im März vergangenen Jahres in Mahmudija südlich von Bagdad in das Haus einer irakischen Familie eingedrungen. Dort hatten sie die Eltern und Geschwister getötet, bevor sie die 14-Jährige erst vergewaltigten und dann ermordeten. Der Verurteilte hatte in den Hauptanklagepunkten für nicht schuldig plädiert. Zwei weitere Soldaten erhielten nach Schuldeingeständnissen lebenslange Haftstrafen. Ein Dritter wurde wegen Beihilfe und Vertuschung zu 27 Monaten Gefängnis verurteilt. Das Verfahren gegen den mutmaßlichen Hauptverantwortlichen wurde abgetrennt und an ein Zivilgericht verwiesen.

BAGDAD: In der irakischen Hauptstadt sind bei einem Angriff auf eine Tankstelle mindestens neun Menschen getötet worden. Elf Menschen wurden verletzt. Nach Angaben der Polizei hatten Unbekannte die Tankstelle mit Mörsergranaten beschossen und viele Menschen getroffen, die dort mit ihren Autos warteten. 13 Fahrzeuge wurden zerstört.

WASHINGTON: Das Weiße Haus hat sich im Streit mit dem demokratisch dominierten US-Kongress um die Verschärfung der Antiterrorgesetze durchgesetzt. Einen Tag nach dem Senat stimmte nach einer hitzigen Debatte auch das Repräsentantenhaus einem Gesetzentwurf der Republikaner zu, der die Abhörbefugnisse des Geheimdienstes bei Terrorverdächtigen im Ausland ausweitet. Die Geheimdienste dürfen künftig Telefongespräche oder E-Mails im Ausland, die über US-Kommunikationssysteme laufen, ohne vorherige gerichtliche Genehmigung belauschen. Die Regelung soll nach einem halben Jahr auslaufen und muss dann erneut auf den Prüfstand. Zuvor hatte US-Präsident George W. Bush das Repräsentantenhaus zur Zustimmung gedrängt, damit die Sicherheit der USA gewährleistet werden könne.

NEU DELHI: Nach neuen Regengüssen hat sich die Lage der Flutopfer in Indien und Bangladesch weiter verschlechtert. Rund zwei Millionen Dorfbewohner sind nach wie vor von der Außenwelt abgeschnitten. Viele Betroffene warten auf Dächern oder Bäumen verzweifelt auf Hilfe. Mit Hubschraubern verteilten Einsatzkräfte in den indischen Unionsstaaten Uttar Pradesh und Bihar Nahrungsmittel, Kerzen und Streichhölzer. Die Zahl der Todesopfer stieg auf mindestens 240. Allein in Uttar Pradesh wurden fast 113.000 Hektar Reisfelder zerstört.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat sich besorgt über den drohenden Streik bei der

Deutschen Bahn geäußert. Eine Arbeitsniederlegung schade der Wirtschaft und dem Ansehen Deutschlands. So mache man sich keine Freunde, sagte der CSU-Politiker der "Bild am Sonntag". Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte zuvor im Streit mit der Lokführergewerkschaft GDL eine harte Linie angekündigt. Für alle rechtswidrigen Streiks werde die Bahn Schadenersatz fordern, kündigte Mehdorn an. Die Lokführergewerkschaft zeigte sich unbeeindruckt. Von Mehdorn lasse man sich nicht einschüchtern. Ob es tatsächlich zum Streik bei der Bahn kommt, entscheidet sich in einer Urabstimmung. Das Ergebnis wird am Montag bekannt.

NÜRNBERG: Vier Wochen vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres ist die Lage auf dem Lehrstellenmarkt angespannt. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren Ende Juli noch mehr als 236.000 registrierte Bewerber ohne Lehrstelle. Dies sei zwar besser als im Vorjahr, aber noch kein Durchbruch. Je nach Wohnort und Berufswunsch hätten viele Jugendliche große Probleme einen Ausbildungsplatz zu finden, beklagte BA-Sprecher John-Philip Hammersen.

BRÜSSEL: Die EU-Kommission hat die Preissprünge bei Milchprodukten in Deutschland kritisiert. In Deutschland seien die Preise außerordentlich stark gestiegen, sagte EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel der 'Bild am Sonntag'. Das sei angesichts der allgemeinen Versorgungssituation in der EU nicht gerechtfertigt. In den vergangenen Tagen hatten in Deutschland vor allem die Preise für Butter massiv zugelegt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überall sonnig und trocken. Die Höchsttemperaturen erreichen 25 bis 30 Grad, entlang des Rheins wird es mit bis zu 33 Grad hochsommerlich warm.

Am Morgen meldeten bei heiterem Himmel:

Berlin und Hamburg : 20 Grad;

Dresden: 16 Grad;

Köln/Bonn: 19 Grad sowie

Frankfurt am Main und München: 18 Grad.

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