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Nachrichten

Sonntag, 4. Oktober 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PRAG: Der tschechische Präsident Vaclav Klaus will auch nach der erfolgreichen Volksabstimmung in Irland den EU-Reformvertrag von Lissabon vorerst nicht unterzeichnen. Klaus, ein entschiedener Kritiker der Vereinbarung, sagte, er werde erst die Entscheidung des Verfassungsgerichts abwarten. Der tschechische Senat hat das höchste Gericht des Landes angerufen. Am Freitag hatten die Iren im zweiten Anlauf mit 67,1 Prozent für das Vertragswerk gestimmt. Von den gut drei Millionen Wahlberechtigten beteiligten sich 58 Prozent am Referendum. Außenminister Frank-Walter Steinmeier sprach von einer guten Nachricht für Europa. Neben Tschechien muss das Abkommen auch noch von Polen ratifiziert werden.

ATHEN: In Griechenland haben vorgezogene Parlamentswahlen begonnen. Knapp zehn Millionen Wähler entscheiden über die 300 Sitze in der Volksvertretung. Alle Umfragen deuten auf einen Sieg der oppositionellen Sozialisten unter Giorgos Papandreou hin. Die regierende konservative Partei Neue Demokratie von Ministerpräsident Kostas Karamanlis muss demnach nach fünfeinhalb Jahren die Macht abgeben. Die Griechen sind vor allem unzufrieden mit Karamanlis' Reaktion auf die Wirtschaftkrise, die das Land hart getroffen hat.

KABUL: Bei neuen Kämpfen im Osten Afghanistans sind acht US-Soldaten und zwei einheimische Militärangehörige getötet worden. Die Gefechte hätten den ganzen Samstag angehalten, nachdem Taliban-nahe Stammesmilizen die regulären Truppen attackiert hätten, teilte eine Militärsprecherin mit. Auch unter den Milizionären gebe es hohe Verluste. Zu den Kämpfen kam es in der Provinz Nuristan, die an der afghanisch-pakistanischen Grenze liegt.

BAGDAD: Bei einem Großeinsatz der irakischen Sicherheitskräfte gegen Aufständische im Norden des Landes sind mehr als 150 mutmaßliche Extremisten gefasst worden. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind unter den Festgenommenen in der zweitgrößten Stadt Mossul mutmaßliche Mitglieder des Terrornetzwerks El Kaida und Anhänger der verbotenen Baath-Partei des ehemaligen irakischen Machthabers Saddam Hussein.

PEKING: Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao ist zu einem dreitägigen Besuch in Nordkorea eingetroffen. Nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua wurde Wen am Flughafen von Pjöngjang vom nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il persönlich empfangen. Im Mittelpunkt der Gespräche dürften die Bemühungen um eine Wiederaufnahme der internationalen Verhandlungen über das Atomwaffenprogramm des kommunistischen Staates stehen.

BERLIN: Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat die künftigen Regierungsparteien Union und FDP zu einer Politik der sozialen Balance aufgerufen. Der vernünftige Kurs der großen Koalition müsse weiter verfolgt werden, sagte DGB-Chef Michael Sommer der Nachrichtenagentur dpa. Dazu gehöre, dass Krisenlasten nicht auf die Arbeitnehmer abgewälzt würden. Sommer erinnerte an die Zusagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Kündigungsschutz und die bereits beschlossenen Mindestlöhne nicht anzutasten.

BERLIN: Die bezahlten Überstunden in Deutschland werden in diesem Jahr auf einen historischen Tiefstand fallen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) rechnet mit einem Rückgang um 27 Prozent auf unter eine Milliarde. Auf jeden Arbeitnehmer entfielen damit nur noch 35,4 Überstunden jährlich. Ausschlaggebend dafür sei in diesem Jahr die schlechte Konjunktur, sagte IAB-Forscher Eugen Spitznagel der "Welt am Sonntag". Seit Jahren sorgten jedoch vor allem die Arbeitszeitkonten dafür, dass die Bedeutung der bezahlten Überstunden stetig sinke.

ROM: Mehr als 100.000 Menschen haben in der italienischen Hauptstadt für Pressefreiheit und gegen das Medienimperium von Regierungschef Silvio Berlusconi demonstriert. Zu dem Protest hatten der italienische Presseverband sowie linke Parteien und Gewerkschaften aufgerufen. Auf Transparenten wurden Berlusconis Medienmacht und der daraus resultierende Interessenkonflikt mit seinem Amt als Ministerpräsident angeprangert. Berlusconi kontrolliert de facto das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Italien.

JAKARTA: Indonesien ist erneut von einem Erdbeben erschüttert worden. Betroffen ist Westpapua, die östlichste Provinz des Inselreiches. Bei den Erdstößen der Stärke 6,1 wurde nach ersten Behördenangaben niemand verletzt. Für das schwere Beben in Sumatra geht das indonesische Gesundheitsministerium inzwischen von mindestens 1300 Toten aus. Es musste die Opferzahlen nach oben korrigieren, nachdem bekannt geworden war, dass im Bezirk Padang Pariaman mindestens drei Dörfer durch Erdrutsche verschüttet sind. Mehr als 3.000 Menschen gelten im Katastrophengebiet noch als vermisst.

MANILA: Auf den Philippinen sind beim zweiten Taifun innerhalb einer Woche mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Der Wirbelsturm "Parma" zog mit Windgeschwindigkeiten bis zu 175 Kilometern in der Stunde über den Norden des Inselstaats hinweg, verschonte aber diesmal die Hauptstadt Manila.

TOKIO: Der frühere japanische Finanzminister Shoichi Nakagawa ist in seiner Wohnung in Tokio tot aufgefunden worden. Der 56-jährige Ex-Minister der Liberaldemokratischen Partei LDP war zurückgetreten, nachdem er im Februar offenbar betrunken zu einer Pressekonferenz des G7-Gipfels in Rom erschienen war.

ZUM SPORT: Formel-1-Pilot Sebastian Vettel hat den Großen Preis von Japan gewonnen und damit die Titelentscheidung vertagt. Der Heppenheimer Red-Bull-Pilot verteidigte in Suzuka souverän seine Pole Position und siegte am Ende ungefährdet vor Jarno Trulli auf Toyota. WM-Spitzenreiter Jenson Button kam dagegen nicht über Platz acht hinaus und büßte in der Gesamtwertung neun Punkte auf Vettel ein.

In der Fußball- Bundesliga spielten am Samstag:

Gladbach - Dortmund 0 : 1

Leverkusen - Nürnberg 4 : 0

München - Köln 0 : 0

Mainz - Hoffenheim 2 : 1

Hannover - Freiburg 5 : 2

Bochum - Wolfsburg 1 : 1.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden freundlich, sonst mal Sonne mal Wolken mit örtlichem Regen oder Schauern. Die Temperaturen liegen zwischen 11 und 19 Grad.

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