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Nachrichten

Sonntag, 4. Mai 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: Sieben Wochen nach den gewaltsamen Protesten von Tibetern sind zwei Vertreter des Dalai Lama mit Abgesandten der chinesischen Regierung zusammengekommen. Das als informell bezeichnete Treffen, zu dem sich Peking nach einem Besuch von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bereiterklärt hatte, findet in Shenzhen in der Provinz Guangdong statt. Vor der Begegnung sagte Staats- und Parteichef Hu Jintao vor japanischen Journalisten, er hoffe, dass das geistliche Oberhaupt der Tibeter und seine Anhänger ihre separatistischen Tendenzen aufgäben. Nur so werde die Basis für einen weiteren Dialog zwischen beiden Seiten geschaffen. Der Dalai Lama hatte jüngst mehrfach betont, die Tibeter wollten sich nicht von China lossagen, sondern nur weitere kulturelle Autonomie erhalten.

SAN FRANCISCO: Der US-Softwareriese Microsoft hat sein milliardenschweres Übernahmeangebot für den Internet-Konzern Yahoo zurückgezogen. Microsoft-Chef Steve Ballmer begründete den Schritt damit, trotz einer Aufstockung des Kaufangebots von 45 Milliarden Dollar um weitere fünf Millarden Dollar habe sich Yahoo nicht bewegt. Deshalb habe sich das Unternehmen entschlossen, die Offerte zurückzunehmen. Microsoft wollte mit dem Kauf seine Position auf dem einträglichen Online-Werbemarkt verbessern und damit Branchenprimus Google den Rang streitig machen.

BERLIN: Als "plumpe Wählertäuschung" haben Bundesfinanzministerium und SPD die Pläne der CSU zur Steuerreform bezeichnet. Das von CSU-Chef Erwin Huber vorgelegte Steuersenkungspaket im Umfang von 28 Milliarden Euro sei nicht finanzierbar, hieß es in Berlin . Auch die CDU hatte jüngst mehrfach erklärt, dass sie keinen Spielraum für steuerliche Erleichterungen sieht. Die CSU will ihr Konzept an diesem Montag verabschieden. Danach sollen unter anderem in mehreren Stufen der steuerliche Grundfreibetrag und der Mindeststeuersatz gesenkt werden. Neben der Abflachung des Steuertarifs soll auch die Pendlerpauschale wieder vom ersten Entfernungskilometer an gezahlt werden. --- Der Vorstoß könnte zentrales Element des Landtags- und Bundestagswahlkampfs werden. - Die Christsozialen hatten unter ihrer neuen Führung in Umfragen in Bayern immer mehr Unterstützung eingebüßt.

BERLIN: Der erneute Vorstoß aus der Union für einen Nationalen Sicherheitsrat nach Vorbild der USA ist bei den anderen Parteien auf Ablehnung gestoßen. Die Liberalen warnten, damit solle dem regelmäßigen Einsatz der Bundeswehr im Inneren der Weg bereitet werden. Der SPD-Außenpolitiker Gert Weisskirchen sagte dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag", es gebe keinerlei Notwendigkeit, Kompetenzen vom Auswärtigen Amt abzuziehen. Wie "Welt am Sonntag" und "Der Spiegel" übereinstimmend berichten, soll das Gremium für frühzeitige Krisenanalysen und eine effizientere Koordination und Beschlussfassung der Ressorts in sicherheitspolitischen Fragen sorgen. Unionsfraktionschef Volker Kauder nannte als Bedrohungen nicht nur den Terrorismus, sondern auch zu erwartende Auseinandersetzungen um internationale Energie- und Rohstoff-Resourcen.

LONDON: Nach der schlimmsten Niederlage der britischen Labour-Partei bei einer Kommunalwahl seit 40 Jahren wächst der innerparteiliche Druck auf Premierminister Gordon Brown. Parteikollegen forderten offen einen Kurswechsel. Die Labour nahestehende Zeitung 'The Observer' berichtet unter Berufung auf Abgeordnete der Partei, im engsten Regierungszirkel werde Browns Führung immer deutlicher in Frage gestellt. Aus den Abstimmungen in England und Wales vom Donnerstag war die Regierungspartei mit 24 Prozent nur noch als drittstärkste Kraft hervorgegangen. Die oppositionellen Konservativen unter David Cameron kamen auf 44 Prozent.

LA PAZ: Im Andenstaat Bolivien haben Anhänger des linksgerichteten Präsidenten Evo Morales kurz vor dem umstrittenen Autonomie-Referendum in einer besonders rohstoffreichen Region Wahlurnen verbrannt. Die Aktion von Bauern in zwei Gemeinden war das erste Anzeichen für befürchtete Gewaltausbrüche wegen der Volksabstimmung in der im Südosten des Landes gelegenen Region Santa Cruz. Dabei soll über den Plan abgestimmt werden, eigene Sicherheitskräfte zu bilden und über die Gasvorkommen des Gebietes zu verfügen. Präsident Morales bezeichnet das Anliegen als illegal. Die Armee warnte, die territoriale Integrität des Landes nicht zu gefährden. Umfragen sehen den Anteil der Autonomie-Befürworter bei 70 Prozent. – Die Volksabstimmung ist Ausdruck des Konflikts zwischen den Bewohnern der wohlhabenden Regionen im Osten Boliviens und der Indio-Bevölkerung in den Anden-Gebieten.

TEL AVIV: US-Außenministerin Condoleezza Rice hat sich in ihren politischen Gesprächen mit der israelischen Führung für verbesserte Lebensbedingungen der Palästinenser eingesetzt. Bei Treffen mit Regierungschef Ehud Olmert und Verteidigungsminister Ehud Barak forderte Rice Israel auf, weitere Straßensperren im Westjordanland zu beseitigen. Sie kritisierte auch die Militäreinsätze in Städten des Westjordanlandes, in denen Palästinenser die Kontrolle über die Sicherheit übernehmen sollen. Nach Angaben israelischer Menschenrechtler gibt es im Westjordanland mehr als 500 Sperren und Kontrollposten. Die USA und die Europäische Union erhoffen sich von einer verbesserten Bewegungsfreiheit der Palästinenser eine Wiederbelebung der palästinensischen Wirtschaft.

ZUM FUSSBALL: Der Spitzenreiter der Bundesliga, Bayern München, könnte an diesem Sonntag schon mit einem Unentschieden in Wolfsburg vorzeitig deutscher Meister werden. Außerdem trifft Duisburg auf Leverkusen. ---

Am Samstag hatte Bremen durch ein 2:0 gegen Cottbus Platz zwei gesichert. Schalke kam zu Hause gegen Hannover nur zu einem 1:1. - Außerdem spielten:

Rostock - Hamburg 1:3;

Berlin - Karlsruhe 3:1;

Stuttgart - Frankfurt 4:1 u n d

Bielefeld - Bochum 2:0.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig. Nur im äußersten Osten und Südosten vereinzelt Schauer. Höchstwerte zwischen 15 Grad an der Ostsee und 23 Grad am Rhein.

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