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Nachrichten

Sonntag, 4. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

PEKING: China will seine Militärausgaben in diesem Jahr abermals deutlich steigern. Um Panzer, Raketen und auch Kasernen zu modernisieren, seien umgerechnet rund 34 Milliarden Euro eingeplant und damit 17,8 Prozent mehr als 2006, bestätigte ein Sprecher des Nationalen Volkskongresses. Bereits im Vorjahr hatte China sein Militärbudget um rund 15 Prozent aufgestockt.--Internationale Militärexperten vermuten, dass die militärischen Ausgaben Chinas noch höher sind als offiziell ausgewiesen. Besonders Taiwan, dessen Eigenständigkeit China nicht anerkennt, fürchtet die militärische Aufrüstung.

TEL AVIV: Israel hat mit Beginn des jüdischen Purimfestes die Palästinensergebiete abgeriegelt. Der israelische Rundfunk
meldet, dem Geheimdienst lägen etwa 70 Warnungen vor geplanten Anschlägen vor. Die Abriegelung solle mindestens bis Ende der Schulferien am Dienstag aufrechterhalten werden.--Israel riegelt Gazastreifen und Westjordanland häufig an jüdischen Feiertagen ab, um Anschläge zu verhindern.

KABUL: Ausländische Soldaten haben in Afghanistan das Feuer auf einen Selbstmordattentäter eröffnet und dabei acht Zivilisten erschossen. Der Angreifer habe sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in einen Konvoi gesteuert, erklärte ein Polizeisprecher. Nach seinen Angaben ereignete sich der Vorfall bei der Stadt Jalalabad nahe der pakistanischen Grenze. Ob es sich um NATO-Soldaten oder Soldaten der US-geführten Koalition handelte, war zunächst unklar.--Bei Gefechten im Süden Afghanistans wurden Nato-Angaben zufolge zwei Soldaten des Militärbündnisses getötet. Angaben zur Nationalität der beiden Getöteten wurden zunächst nicht gemacht.

RIAD: Saudi-Arabien und der Iran wollen gemeinsam verhindern, dass die Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten vom Irak auf die ganze Region überspringt. Dies hätten König Abdullah und Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad bei ihrem Treffen in Riad vereinbart, teilten saudische Regierungsvertreter mit. Abdullah und Ahmadinedschad hätten die Versuche, den Streit zwischen Sunniten und Schiiten zu schüren, als größte Bedrohung für die islamische Welt bezeichnet. Der Besuch des iranischen Staatschefs in Saudi-Arabien gilt als bedeutsam, weil beide Länder gegensätzliche Interessen haben. So ist Saudi-Arabien der engste Verbündete der USA in der Region und verteidigt die Interessen der sunnitischen Minderheit im Irak. Dagegen unterstützt der Iran dort die schiitischen Kräfte.

TALLINN: In Estland wird ein neues Parlament gewählt. Rund 950.000 Bürger sind wahlberechtigt. Als erstes Land weltweit bot der Baltenstaat seinen Einwohnern an, bei einer Parlamentswahl die Stimme im Internet abzugeben. Estland, das seit drei Jahren Mitglied der Europäischen Union ist, wird derzeit von einer Drei-Parteien- Koalition unter Ministerpräsident Andrus Ansip geführt.

BERLIN: EU-Industriekommissar Günter Verheugen hat Deutschland eindringlich ermahnt, die Kinderbetreuung auszubauen. Das wirksamste Mittel, Beschäftigungshürden für Frauen abzubauen, sei ein großes Angebot an Ganztags-Kinderbetreuung, sagte Verheugen der 'Bild am Sonntag'. Deutschland habe in diesem Punkt enormen Nachholbedarf.-- Unterdesssen verschärft sich in der großen Koalition der Streit um die Finanzierung zusätzlicher Krippenplätze. SPD-Chef Kurt Beck schrieb in der 'Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung', die Union, die gern von Haushaltsdisziplin rede, habe bisher nicht gesagt, wie die Vorschläge ihrer Familienministerin Ursula von der Leyen bezahlt werden könnten. Das gehe so nicht. Die Ministerin will bis 2013 die Anzahl der Krippenplätze verdreifachen.

BERLIN: Der bayerische Innenminister Günther Beckstein hat den derzeitigen Appellen zum Verzicht auf Flugreisen widersprochen. Rücksichtnahme auf die Schöpfung sei gut, durch Verzicht auf Flugreisen werden die weltweiten Klimaprobleme aber nicht gelöst, sagte der CSU-Politiker dem 'Tagesspiegel am Sonntag'. Aufgabe Deutschlands sei es, durch Hochtechnologie, Forschung und Entwicklung für einen niedrigeren Energieverbrauch und schadstoffarme Fortbewegungsmittel zu sorgen. Für die Einschränkung von Flugreisen hatten sich unter anderem Grünen-Politiker und Umweltexperten ausgesprochen.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler ist zu einer fast zweiwöchigen Lateinamerikareise aufgebrochen. Erste Station ist Paraguay, das mit Köhler erstmals offiziell von einem deutschen Staatsoberhaupt besucht wird. Anschließend folgen Staatsbesuche in Brasilien und Kolumbien. Leitthema der Reise ist die Beschäftigung mit der sozialen Verantwortung von Unternehmen vor dem Hintergrund einer wachsenden ungleichen Einkommensverteilung in Lateinamerika. Begleitet wird Köhler von einer Wirtschaftsdelegation.

BERLIN: In Deutschland hat eine dichte Wolkendecke den Blick auf die totale Mondfinsternis verhindert. Besser war das Schauspiel in Italien, England und Israel zu sehen. Bei klarem Himmel hing der Mond dort über eine Stunde lang als roter Ball am Himmel. Bei einer totalen Mondfinsternis läuft der Vollmond auf seiner Kreisbahn durch den Schatten der Erde, die dann zwischen Sonne und Mond steht.

ZUM SPORT: Bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Sapporo hat Jens Filbrich die Bronzemedaille im 50-Kilometer-Langlauf gewonnen. In der klassischen Technik musste sich der Deutsche nur dem norwegischen Weltmeister Odd-Björn Hjelmeset und dessen Landsmann Frode Estil geschlagen geben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig. Im Norden und Osten zeitweise stärker bewölkt. Höchsttemperaturen zwischen acht Grad im Nordosten und bis zu 17 Grad am Oberrhein.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 04.03.2007
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9xGL
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