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Nachrichten

Sonntag, 4. Juni 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag

PRAG: Nach der Parlamentswahl in Tschechien erschwert ein Patt zwischen den politischen Lagern die Regierungsbildung. Wie die Wahlkommission in Prag mitteilte, erzielte die Demokratische Bürgerpartei des konservativen Oppositionsführers Mirek Topolanek mit gut 35 Prozent die meisten Stimmen. Zusammen mit ihren potentiellen Koalitionspartnern, den Christdemokraten und den Grünen, würde die Bürgerpartei über 100 Sitze im Parlament verfügen. Auf zusammen ebenfalls 100 Mandate kommen die bisher regierenden Sozialdemokraten von Ministerpräsident Jiri Paroubek und die Kommunisten. Paroubek drohte damit, die Wahl wegen einer angeblichen Rufmordkampagne der Bürgerpartei gerichtlich überprüfen zu lassen.

PODGORICA: Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Montenegro ist wieder ein eigenständiger Staat. Das Parlament in Podgorica verabschiedete eine Unabhängigkeitserklärung, nachdem sich bei einem Referendum im Mai die Mehrheit der Bürger für die Auflösung des Staatenbundes mit Serbien ausgesprochen hatte. Montenegro strebt nun die Integration in die Europäische Union und die Nato an. Außerdem will sich der Kleinstaat mit seinen 650.000 Einwohnern um eine Aufnahme in die Vereinten Nationen bemühen. - Serbiens Präsident Boris Tadic wünschte Montenegro Frieden, Stabilität und Wohlstand.

HAMBURG: In den Bundesländern wächst der Widerstand gegen die vom Bundestag verabschiedete Korrektur an der Arbeitsmarktreform 'Hartz IV'. Nach Presse-Informationen weigern sich inzwischen sieben unions-geführte Länder, dem so genannten 'Fortentwicklungsgesetz' im Bundesrat zuzustimmen. Wie die 'Bild am Sonntag' berichtet, fordern Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, das Saarland und Hamburg weitergehende Verschärfungen der 'Hartz IV'-Regelungen. Der Bundestag hatte unter anderem beschlossen, dass hartnäckigen Arbeitsverweigerern die finanzielle Unterstützung gestrichen werden kann. Den Länderchefs reichen die Änderungen angesichts der steigenden Kosten für 'Hartz IV' aber nicht aus. Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck warnte die Unionsländer vor parteipolitisch motivierten Blockaden.

TEHERAN: Der Iran wird nach den Worten von Präsident Mahmud Ahmadinedschad die Vorschläge prüfen, die ihm die Vetomächte des Weltsicherheitsrates und Deutschland zur Beilegung des Atomstreits unterbreitet haben. Man werde über das Angebot nicht vorschnell urteilen, versicherte Ahmadinedschad. Zugleich lehnte er nochmals einen Verzicht seines Landes auf die Uran-Anreicherung ab. Der Iran habe das Recht auf die friedliche Nutzung der Atomenergie, betonte der Präsident. Die USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland hatten sich darauf verständigt, dem Iran Verhandlungen über ein Paket von wirtschaftlichen und politischen Anreizen in Aussicht zu stellen. Voraussetzung sei allerdings ein Stopp der Uran-Anreicherung.

BAGDAD: Wenige Stunden nach ihrer Entführung im Irak sind vier Mitarbeiter der russischen Botschaft wieder freigekommen. Wie das Innenministerium in Bagdad mitteilte, stürmten Sicherheitskräfte den Unterschlupf der Geiselnehmer und nahmen diese fest. Bei dem Überfall auf den Wagen der Botschaftsmitarbeiter war am Samstag ein russischer Diplomat getötet worden.

KANDAHAR: Im Süden Afghanistans sind bei einem Selbstmordanschlag mindestens vier Menschen getötet worden. Der Anschlag in Kandahar habe dem von kanadischen Soldaten begleiteten Gouverneur der Provinz gegolten, teilte die Polizei mit. Dieser habe aber überlebt. In der Region kommt es immer wieder zu Angriffen der radikal-islamischen Taliban-Miliz.

LA PAZ: Der linksgerichtete Präsident Boliviens, Evo Morales, hat mit der Übergabe von 20.000 Quadratkilometern staatlichen Landes an arme Indios eine Bodenreform in Angriff genommen. Die so genannte Agrarrevolution sieht vor, in den kommenden fünf Jahren 200.000 Quadratkilometer Land zu verteilen. Nach Angaben der Regierung werden knapp 90 Prozent der produktiven Agrarfläche Boliviens von nur 50.000 Familien bewirtschaftet.

PEKING: Im Osten Chinas ist ein Militärflugzeug mit mindestens 40 Menschen an Bord abgestürzt. Die Maschine sei am Samstag in der Provinz Anhui verunglückt, meldet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Bergungsmannschaften seien vor Ort im Einsatz. Die Absturzursache ist noch nicht bekannt.

BERN: Wegen der Gefahr weiterer Steinschläge bleibt die wichtige Nord-Süd-Autobahn am Gotthard-Tunnel in der Schweiz weiterhin gesperrt. Die Polizei geht davon aus, dass die Autobahn frühestens in drei Wochen wieder geöffnet werden kann. Am Mittwoch war auf der Gotthard-Strecke ein deutsches Ehepaar ums Leben gekommen, als ein tonnenschwerer Felsblock ihr Auto traf.

MÜNCHEN: Wenige Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland sind fast alle Tickets für die 64 Spiele verkauft. Wie das Organisationskomitee mitteilte, wurden mehr als drei Millionen Eintrittskarten abgesetzt. Das seien etwa 99 Prozent der Karten. FIFA-Funktionär Lennart Johannsson nannte das Turnier 'außerordentlich gut vorbereitet'. - UN-Generalsekretär Kofi Annan würdigte die herausragende Bedeutung der Fußball-WM für die ganze Welt. Die WM sei ein Ereignis, über das jeder auf diesem Planeten spreche, betonte Annan. Fußball sei das wirklich einzige Spiel, das in jedem Land gespielt werde.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt mit sonnigen Abschnitten und weitgehend trocken. Südlich der Donau anfangs noch Regen. Tagestemperaturen 13 bis 18 Grad.

Zuletzt meldeten:

Berlin und Hamburg: 10 Grad, stark bewölkt;
Dresden: 9 Grad, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 10 Grad, bedeckt;
Frankfurt am Main: 13 Grad, leicht bewölkt und
München: 10 Grad, Regenschauer.