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Nachrichten

Sonntag, 4. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

KAIRO: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der ägyptische Präsident Hosni Mubarak haben sich für eine amerikanisch-arabisch-europäische Zusammenarbeit bei der Lösung des Nahost-Konflikts ausgesprochen. Kein Land könne diesen Konflikt allein lösen, sagten beide nach einem Treffen in Kairo. Merkel forderte einen Gesamtplan für die Region, wobei die Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts Voraussetzung sei für die Lösung anderer Probleme dort. Merkel reist heute nach Saudi Arabien weiter, der zweiten Station ihrer Nahost-Reise.

GAZA-STADT: Die für den Gazastreifen vereinbarte Waffenruhe ist weiter brüchig. Wie schon am Samstag kam es auch in der Nacht zum Sonntag wieder zu Schießereien zwischen Anhängern der rivalisierenden Palästinensergruppen Hamas und Fatah. In der kommenden Woche wollen Palästinenser-Präsident Mahmut Abbas von der Fatah und Hamas-Führer Chaled Maschaal zu einem Versöhnungstreffen in Mekka zusammenkommen. Die Initiative dazu ging vom saudischen König Abdullah aus.

BAGDAD: Der verheerende Bombenanschlag auf einem Markt in Bagdad ist nach Überzeugung der irakischen Regierung von Anhängern des hingerichteten Ex-Machthabers Saddam Hussein verübt worden. Alle Iraker seien erschüttert, erklärte Ministerpräsident Nuri al-Maliki. Bei der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Lastwagens waren am Samstag mehr als 130 Menschen getötet worden, etwa 300 Personen wurden verletzt. US-Präsident George W. Bush drohte der Führung in Bagdad mit Konsequenzen, sollte diese nicht energischer gegen Extremisten vorgehen. Die Geduld der USA sei nicht endlos, sagte Bush. - Auch am Sonntag wurden aus dem Irak wieder mehrere Anschläge mit Toten und Verletzten gemeldet.

PJÖNGJANG: Im Streit um das Atomprogramm Nordkoreas ist das kommunistische Land angeblich zu Zugeständnissen bereit. Nach Presseinformationen bot Nordkorea an, den Kernreaktor Yongbyon stillzulegen, falls es jährlich 500.000 Tonnen Rohöl erhält. Außerdem bestehe die Führung in Pjöngjang darauf, von der US-Liste der Terror-Unterstützer gestrichen zu werden, berichtet die japanische Zeitung 'Asahi Shimbun'. Nicht bereit sei Nordkorea allerdings, Einzelheiten seines Atomprogramms mitzuteilen oder internationale Inspektionen zuzulassen. In der kommenden Woche sollen die so genannten Sechs-Nationen-Gespräche über das Atomprogramm wieder aufgenommen werden.

KANDAHAR: Nato-Truppen haben bei einem gezielten Luftangriff einen führenden Taliban-Kommandeur im Süden Afghanistans getötet. Ein Nato-Sprecher sagte, Mullah Ghafur sei schon lange gesucht worden. Er gelte als Schlüsselfigur bei der Eroberung der Stadt Musa Kala durch die Taliban in der vergangenen Woche. Bei dem Angriff auf dessen Fahrzeug seien weitere Taliban-Kämpfer getötet worden. Die afghanischen Truppen bereiten sich auf die Rückeroberung der Stadt vor. Derweil übernahmen die USA turnusgemäß die Führung der Nato-geführten Internationalen Schutztruppe ISAF. US-General Dan McNeil löste den britischen General David Richards ab.

BERLIN: CSU-Chef Edmund Stoiber sollte nach dem Wunsch seines Stellvertreters, Bundesagrarminister Horst Seehofer, die Parteiführung doch beibehalten. Die 'Bild am Sonntag' berichtet unter Berufung auf Informationen aus der CSU-Spitze, Seehofer habe Stoiber diesen Vorschlag zuletzt mehrfach gemacht, um den Machtkampf zwischen ihm und Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber um den Parteivorsitz zu entschärfen. Keiner von beiden will auf seinen Anspruch verzichten. Stoiber hatte nach massiver partei-interner Kritik im Januar seinen Rückzug als Ministerpräsident und Parteichef angekündigt.

BERLIN: Die Bundesregierung will dem Airbus-Mutterkonzern EADS Rüstungsaufträge entziehen, falls wesentliche Teile der Airbus-Produktion nach Frankreich verlegt werden sollten. Deutschland müsse als Hochtechnologie-Standort von Airbus bestehen bleiben, sagte Wirtschaftsminister Michael Glos der Zeitung 'Bild am Sonntag'. Er betonte, die Bundesregierung lasse sich den Abbau von Arbeitsplätzen durch den Flugzeugbauer nicht gefallen. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins 'Der Spiegel' will sich Kanzlerin Angela Merkel mit EADS-Chef Louis Gallois treffen, noch bevor die Konzernführung ihren Sanierungsplan am 20. Februar bekanntgibt.

BERLIN: Angesichts des Klimawandels hat Kanzlerin Angela Merkel vor einem vorschnellen Atomausstieg in Deutschland gewarnt. Wer den Ausstieg aus der Kernkraft wolle, müsse auch Antworten entwickeln, wie dann die Klimaschutzziele erreicht werden könnten, sagte Merkel der 'Bild am Sonntag'. Sie verstehe zwar die Angst der Deutschen vor der Atomenergie. Deutschlands Kernkraftwerke erfüllten jedoch einen besonders hohen Sicherheitsstandard, betonte Merkel. Einen Neubau von Atomreaktoren in absehbarer Zeit schloss die Kanzlerin allerdings aus.

SANAA: Der Jemen hat dem somalischen Islamisten-Führer Sheikh Sharif Ahmed Asyl gewährt. Das gaben Regierungsvertreter in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa bekannt. Sheikh Sharif Ahmed war Vorsitzender der so genannten Union der Islamischen Gerichte, die im vergangenen Jahr weite Teile Somalias unter ihre Kontrolle gebracht hatte. Die Islamisten waren von somalischen Regierungstruppen mit Unterstützung äthiopischer Einheiten vertrieben worden.

ROM: Der neue UEFA-Präsident Michel Platini hat die schweren Ausschreitungen von Fußball-Hooligans auf Sizilien verurteilt. Gewalt jeglicher Art sei inakzeptabel, erklärte Platini. Zugleich unterstützte er die Entscheidung des italienischen Fußballverbandes, nach dem Tod eines Polizisten den Spielbetrieb bis auf weiteres einzustellen. Der Familie des getöteten Polizisten sprach Platini sein Beileid aus.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Südwesten nach Nebelauflösung heiter, nach Norden hin wolkig mit örtlichem Nieselregen. Tageswerte zwischen vier und zehn Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 04.02.2007
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9nxB
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