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Nachrichten

Sonntag, 31. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Bundesregierung hat erste Konsequenzen aus dem Fund zweier Paketbomben gezogen, die im Jemen aufgegeben worden waren und in Flugzeugen in Dubai und Großbritannien gefunden wurden. Die Bundesregierung stelle sicher, dass ab sofort keine neue Luftfracht mehr aus dem Jemen nach Deutschland komme, sagte Innenminister de Maizière. Das Luftfahrtbundesamt wies alle Fluggesellschaften, Expressdienstleister und Transportunternehmen an, Frachtstücke aus dem Jemen lückenlos zu kontrollieren. Nach Erkenntnissen der Ermittler wurde eines der beiden Sprengstoffpakete auf einem deutschen Flughafen umgeladen. Im Jemen wurde unterdessen eine Frau festgenommen. Sie soll die beiden Pakete an jüdische Einrichtungen in den USA aufgegeben haben.

BRASILIA: In Brasilien findet an diesem Sonntag die Stichwahl um das Präsidentenamt statt. Rund 136 Millionen Bürger müssen sich dabei zwischen der Kandidatin der Arbeiterpartei, Rousseff, und dem rechtsliberalen Ex-Gouverneur Serra entscheiden. Rousseff gilt als Favoritin und wird vom scheidenden Staatschef Lula da Silva unterstützt. Die 62-jährige Ex-Guerillakämpferin wäre die erste Frau an der Spitze Brasiliens.

YAMOUSSOUKRO: Nach ingesamt sechs gescheiterten Anläufen für eine Präsidentenwahl bestimmen die Bewohner der Elfenbeinküste an diesem Sonntag ihr künftiges Staatsoberhaupt. Neben Amtsinhaber Gbagbo gelten der langjährige Oppositionsführer Ouattara und Ex-Staatchef Bédié als aussichtsreichste Kandidaten. Die Abstimmung ist die erste in dem westafrikanischen Staat seit Ausbruch des Bürgerkrieges 2002, der faktisch zur Teilung der Elfenbeinküste führte.

ISTANBUL: Bei einem Selbstmordanschlag in der türkischen Großstadt Istanbul sind Agenturberichten zufolge mindestens 15 Menschen verletzt worden. Ziel des Bombenanschlags in der Innenstadt sei ein Polizei-Fahrzeug gewesen, meldet der türkische Sender NTV. Der Selbstmordattentäter habe versucht, in den Polizeibus einzudringen, der auf dem belebten Taksim-Platz geparkt war.

JAKARTA: Nach dem Tsunami in Indonesien ist die Zahl der Toten auf 449 gestiegen. Eine Sprecherin des Katastrophenschutzes erklärte, auf den abgelegenen Mentawai-Inseln seien viele weitere Leichen entdeckt worden. Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 hatte vor knapp einer Woche eine bis zu sechs Meter hohe Flutwelle ausgelöst und hunderte Häuser mitgerissen.--Tote gab es auch durch einen neuerlichen Ausbruch des Vulkans Merapi auf der indonesischen Hauptinsel Java. Dort sind seit Dienstag 38 Menschen ums Leben gekommen.

SHANGHAI: Der Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban hat am letzten Tag der Weltausstellung Expo zu einem klügeren Umgang mit den begrenzten Ressourcen der Erde aufgerufen. In einer Rede zum Abschluss der sechsmonatigen Weltausstellung forderte Ban im chinesischen Shanghai, erneuerbare Energiequellen müssten stärker entwickelt und für alle Menschen bezahlbar werden. Die Expo 2010 stand unter dem Motto: "Eine bessere Stadt, ein besseres Leben". Den Preis für die beste Umsetzung dieses Themas erhielt der deutsche Pavillon.

WITTENBERG: Die protestantischen Christen in aller Welt gedenken an diesem Sonntag des Beginns der Reformation durch Martin Luther und der Entstehung der evangelischen Kirche vor fast 500 Jahren. Mit zahlreichen Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen erinnern sie an den legendären Thesenanschlag. Ob Luther seine 95 Thesen am 31. Oktober 1517 wirklich an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlug, ist jedoch historisch nicht gesichert. Höhepunkt der Feierlichkeiten in Deutschland ist das traditionelle Reformationsfest in Wittenberg. Dazu werden rund 25.000 Besucher erwartet.

KÖLN/BONN: In Deutschland und in den meisten anderen europäischen Ländern ist in der Nacht zum Sonntag die Sommerzeit zu Ende gegangen. Ab sofort gilt wieder die Mitteleuropäische Zeit MEZ. Punkt 03.00 wurden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Die nächste Sommerzeit beginnt am 27. März 2011.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Rheinland bis zur Nordsee dichte Wolken und gebietsweise Regen. Sonst neben Wolkenfeldern auch Aufheiterungen möglich. Höchstwerte zwischen zehn und 20 Grad.

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