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Nachrichten

Sonntag, 31. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat seine Kritik an dem Rettungspaket für den Autobauer Opel bekräftigt. Der Staat laufe Gefahr, sich erpressbar zu machen, wenn er einmal großzügig helfe, sagte der CSU-Politiker der Zeitung "Welt am Sonntag". Über die zugesagte Bürgschaft in Höhe von 1,5 Milliarden Euro und den geplanten Einstieg des österreichisch-kanadischen Zulieferers Magna bei Opel berät heute in einer Sondersitzung der Haushaltsausschuss des Bundestags. Vor allem die Oppositionsparteien erwarten detaillierte Informationen. Magna hatte zugesagt, alle vier deutschen Standorte zu erhalten. Der Konzern übernimmt gemeinsam mit der russischen Sberbank 55 Prozent der Opel-Anteile vom US-Mutterkonzern General-Motors.

BERLIN: Die Wirtschaftskrise hat auch den Güterverkehr der Deutschen Bahn mit voller Wucht erfasst. Wie der neue Vorstandschef Rüdiger Grube der Zeitung "Bild am Sonntag" erläuterte, sind die Aufträge in diesem Jahr um 24 Prozent zurückgegangen. Die wichtigsten Kunden für den Transport auf der Schiene - aus den Branchen Auto, Stahl, Kohle und Chemie - verzeichneten laut Grube selbst Auftragseinbrüche von bis zu 50 Prozent. Damit der Güterverkehr auch künftig wirtschaftlich bleibt, prüft die Bahn derzeit den Abbau von Verwaltungskosten und eine Verbesserung der Produktivität.

DOHA: Katar erwägt nach den Worten des Ministerpräsidenten des Emirats einen Einstieg beim hoch verschuldeten Sportwagenhersteller Porsche. Die Angelegenheit werde derzeit geprüft, sagte Scheich Hamad bin Jassem Al-Thani der Nachrichtenagentur Reuters. Auf Porsche lasten durch die Übernahme der Kontrolle über den deutlich größeren Volkswagen-Konzern Schulden in Höhe von neun Milliarden Euro. - Unterdessen erklärte der Präsident des Verbandes der deutschen Autoindustrie, Matthias Wissmann, es gebe Anzeichen dafür, dass der Absatzeinbruch bei Fahrzeugen weltweit gestoppt sei.

TEHERAN: Im Iran haben Sicherheitskräfte einen Bombenanschlag auf ein Linienflugzeug mit 131 Passagieren an Bord vereitelt. Wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete, war in der Maschine kurz nach dem Start in der Stadt Ahwas ein selbstgebauter Sprengsatz entdeckt worden. Daraufhin sei die Maschine mit Flugziel Teheran sofort umgekehrt. Am Flughafen von Ahwas hätte die Bombe dann entschärft werden können. Die staatliche iranische Luftfahrtagentur sprach von einem versuchten Terroranschlag.

RAMALLAH: Bei einem Feuergefecht zwischen palästinensischen Polizisten und Mitgliedern der radikal-islamischen Hamas im Westjordanland sind sechs Menschen getötet worden. Darunter sind nach Behördenangaben drei Polizisten, zwei weitere erlitten bei dem Schusswechsel in der Stadt Kalkilia Verletzungen. Es ist einer der schwersten innerpalästinensischen Zwischenfälle seit dem Bruch zwischen der Hamas und der Fatah-Organisation von Präsident Mahmud Abbas im Frühjahr 2007.

SINGAPUR: US-Verteidigungsminister Robert Gates hat Nordkorea mit Konsequenzen gedroht, falls das Land die internationale Gemeinschaft weiter provoziert. Washington werde nicht untätig bleiben, während das Regime in Pjöngjang ein Zerstörungspotenzial aufbaue, sagte er am Rande einer Veranstaltung in Singapur. An die asiatischen Staaten appellierte Gates, härtere Sanktionen zu erwägen. Zuvor war bekannt geworden, dass Nordkorea offenbar einen weiteren Raketentest plant.

MOSKAU: Neun Monate nach Ende des Militär-Konflikts im Kaukasus haben in der abtrünnigen georgischen Region Südossetien Parlamentswahlen begonnen. Zur Abstimmung stellen sich vier Parteien, die allesamt Präsident Eduard Kokojty nahestehen. Zwei Oppositionsparteien, die Kokojty und seiner Regierung Unterschlagung der russischen Wiederaufbauhilfe in Milliardenhöhe vorwerfen, wurden nicht zugelassen. Kokojty strebt die nötige Parlamentsmehrheit für eine Verfassungsänderung an, um eine dritte Amtszeit antreten zu können. Im Sommer vergangenen Jahres hatten sich Russland und Georgien heftige Gefechte um die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien geliefert.

BOGOTÁ: In Kolumbien dauern die Kämpfe zwischen den FARC-Rebellen und der Armee an. Dabei wurden allein seit Freitag elf Soldaten und fünf Mitglieder der marxistischen Rebellengruppe "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens" getötet. Zu den Gefechten kam es in der südlichen Provinz Meta. In der Stadt Garzón, die in der Provinz Huila liegt, starben vier Sicherheitskräfte bei einem FARC-Überfall auf ein Gerichtsgebäude. Die Rebellen haben ihre Angriffe im Mai spürbar verstärkt. Damit wollen sie nach Einschätzung von Beobachtern auf den 45. Jahrestag der FARC-Gründung aufmerksam machen.

ROM: Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat die Veröffentlichung mehrerer hundert Fotos von einer Silvesterparty in seiner Villa auf Sardinien verhindert. Nach Medienberichten ordnete die Staatsanwaltschaft in Rom an, die Bilder zu beschlagnahmen. Wie es hieß, bestehe der Verdacht, dass eine Veröffentlichung die Privatsphäre Berlusconis verletze. Nach Angaben des Regierungschefs hatte ein Paparazzo die Fotos von einer Terrasse außerhalb der Villa gemacht. Auf der Party soll auch eine damals 17-jährige Schülerin aus Neapel gewesen sein. Wegen Gerüchten um eine mögliche Affäre mit der jungen Frau war Berlusconi zuletzt auch politisch in Bedrängnis geraten.

ZUM FUSSBALL: Mit einem 1:0-Sieg im Endspiel gegen Bayer Leverkusen hat sich die Mannschaft von Werder Bremen den DFB-Pokal geholt. Das Siegtor erzielte Mesut Özil in der 58. Minute. In Bremen werden an diesem Sonntag mehrere zehntausend Fans der Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf einen begeisterten Empfang bereiten. - Bei den Frauen holte sich der FCR Duisburg den Pokal durch einen 7:0-Sieg gegen Turbine Potsdam.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Westen noch freundlich. Sonst zunehmend bewölkt und örtlich Schauer oder Gewitter. Höchstwerte 19 bis 26 Grad.

Am Morgen meldeten:
Hamburg: 17 Grad, fast wolkenlos;
Berlin: 14 Grad, stark bewölkt;
Dresden: 11 Grad, dunstig;
Köln/Bonn: 17 Grad, wolkig;
Frankfurt am Main: 16 Grad, wolkig und
München: 9 Grad, stark bewölkt.

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