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Nachrichten

Sonntag, 31. Januar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Eine unabhängige Bilanz zur staatlichen Rettung der US-Banken hat vor einer erneuten schweren Krise der Branche in den kommenden Jahren gewarnt. Der verantwortliche Prüfer Neil Barofsky stellt darin fest, dass die USA ohne grundlegende Reform des Finanzmarktes ihre Fahrt -so wörtlich- "auf der kurvigen Bergstrecke fortsetzten, dieses Mal aber in einem schnelleren Wagen". Die zunächst erfolgreiche Rettung mit Steuermilliarden, so Barofsky, habe die Größe und Risikobereitschaft der Banken sowie die Bildung einer neuen Immobilienblase eher gefördert. Außerdem seien an der Börse kaum Änderungen in der Kultur überzogener Vergütungen festzustellen.

NEW YORK: US-Präsident Barack Obama will nach einem Bericht der "New York Times" am Montag für 2011 einen Haushaltsplan in Höhe von 3,8 Billionen Dollar vorlegen. Während das Energieministerium, die nationalen Gesundheitsbehörden oder das US-Verteidigungsministerium laut dem Bericht mit mehr Mitteln rechnen können, müssen andere Behörden und Ministerien mit weniger auskommen. Obama hatte bereits bei seiner Rede zur Lage der Nation am Mittwoch angekündigt, einige Staatsausgaben für drei Jahre einzufrieren, um so bis 2020 etwa 250 Milliarden Dollar einzusparen. - Die USA stehen unter massivem Druck, ihren Schuldenberg abzubauen. Das Defizit erreichte 2009 die Rekordmarke von 1,4 Billionen Dollar.

PORT-AU-PRINCE: In Haiti sind zehn US-Bürger wegen mutmaßlichen Kindesraubs festgenommen worden. Ihnen werde vorgeworfen, mehr als 30 Kinder, darunter auch Babys, entführt zu haben, um sie außer Landes zu bringen, teilte die haitianische Regierung mit. Nach dem verheerenden Erdbeben waren immer wieder Berichte über Menschenhändler bekanntgeworden, die mit der Vermittlung haitianischer Waisen an Paare in den USA und Europa Geschäfte machen.

PORT-AU-PRINCE: Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat in Haiti eigene Lebensmittel-Abgabestellen nur für Frauen eingerichtet. Damit solle verhindert werden, dass diese bei der Verteilung von Hilfsgütern mit Gewalt von Männern abgedrängt würden. In Medienberichten heißt es unterdessen, das US-Militär habe die Flüge von Verletzten aus Haiti in die USA vorläufig gestoppt. Es sei unklar, wer die Transporte bezahle.--Bei dem schweren Beben waren Hunderttausende verletzt worden, nach jüngsten Schätzungen der haitianischen Regierung starben 180.000 Menschen.

SANAA: Bei Kämpfen zwischen der jemenitischen Armee und schiitischen Rebellen im Norden des Landes sind nach Regierungsangaben mindestens 20 Aufständische getötet worden. Aus Militärkreisen verlautete, zu den Gefechten sei es in der Provinz Saada gekommen. Erst vor wenigen Tagen hatte die internationale Gemeinschaft dem Jemen Hilfe im Kampf gegen Terror und Armut zugesichert. Die Regierung des arabischen Landes hatte um diese Unterstützung gebeten, sie lehnt allerdings die Stationierung ausländischer Truppen ab.

NEU DELHI: Indien ist nach wie vor nicht bereit, sich auf verbindliche Klimaschutzziele festzulegen. Das bekräftigte die indische Regierung gegenüber den Vereinten Nationen. Diese hatten um eine Ergänzung zur Abschlusserklärung des internationalen Klimagipfels in Kopenhagen gebeten. Indien gehört zu den fünf Staaten der Welt, die am meisten Kohlendioxid ausstoßen.-- Auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen hatte sich Indien zusammen mit Ländern wie China, Brasilien und Südafrika gegen allgemeinverbindliche Klimaschutzziele gestellt.

BERLIN: Die Bundesregierung will alle familienpolitischen Leistungen im Umfang von jährlich insgesamt 250 Milliarden Euro überprüfen. Vom Ehegatten-Splitting bis zum Kindergeld werde alles systematisch auf seine Wirksamkeit untersucht, kündigte Familienministerin Kristina Köhler an. Dies habe sie mit Finanzminister Wolfgang Schäuble vereinbart. Zugleich beteuerte sie, dass sich am Gesamtumfang der 150 verschiedenen Finanzhilfen für Familien nichts ändern solle.

POTSDAM: Die Tarifverhandlungen für die 1,2 Millionen Angestellten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen gehen in die zweite Runde. Beim ersten Mal waren die Gespräche ergebnislos vertagt worden. Eine Annäherung zeichnet sich bislang nicht ab. Die Gewerkschaften fordern Verbesserungen in einem Gesamtumfang von fünf Prozent. Sie drohen mit Warnstreiks und Demonstrationen für Anfang Februar. Die Arbeitgeber haben offiziell noch kein Angebot vorgelegt, haben die Gewerkschaftsforderungen aber als viel zu hoch zurückgewiesen und mit Personalabbau und Leistungskürzungen gedroht.

DAS WETTER AM SONNTAG: Teils wolkig, teils trüb, gelegentlich leichter Schneefall. An Nord- und Ostsee kräftigere Schneeschauer. Höchstwerte zwischen minus sechs Grad im Südosten und plus drei Grad im Nordwesten.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: minus 1 Grad, Schneefall
Berlin: minus 11 Grad, fast wolkenlos
Dresden: minus 8 Grad, leicht bewölkt
Köln/Bonn: 1 Grad, wolkig
Frankfurt am Main: minus 4 Grad, stark bewölkt
München: minus 5 Grad, bedeckt

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